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Selbständig sein als HSP?

hochsensible Unternehmer - HSP

HSP – Hoch Sensible Personen

haben es in der modernen Geschäftswelt nicht leicht. Was für andere Menschen Lust und Freude sein kann – Trubel, viele Menschen, Veranstaltungen, Rummel, Geräuschkulisse, Gespräche, Stimmen, Gerüche, Farben und andere optischen Reize, sind für HSP einfach nur anstrengend.

Wenn man mit dieser – viel zu dünnen Haut – geboren ist, kann man nichts anderes tun, als sich vor den meisten dieser Einflüsse zu schützen. Man muss wohl dosieren, wann und wie oft man sich möglichen Reizüberflutungen aussetzt.

Als Selbständiger hat man es damit nicht unbedingt leichter, denn oftmals muss man Veranstaltungen, Messen und sonstige Events im Rahmen seiner Tätigkeit besuchen.

Was HSP Entrepreneurs helfen kann

1. Bereits den Unternehmensinhalt so zu wählen, dass man möglichst viel alleine arbeiten kann.

2. Sich einen Arbeitsplatz schaffen, der möglichst viel ungestörte Zeit gewährleistet.

3. Nach unvermeidlichen Events und der daraus resultierenden Überforderung, Tage zum Erholen einplanen.

4. Sich nicht mit anderen Menschen messen. Was für andere Menschen vielleicht gerade richtig und anregend ist, ist für HSPs oft schon viel zu viel.

Man könnte nun meinen, dass HSPs sich eigentlich gar nicht zum Unternehmertum eignen. Aber das kann man so pauschal nicht sagen. Es kommt allerdings sehr genau darauf an, was sie tun. Solange sie selbstbestimmt ihren eigenen Rhythmus leben dürfen, können HSPs durchaus sehr erfolgreich sein – besonders in Branchen, die ein hohes Einfühlungsvermögen erfordern.

Leider ist diese Besonderheit in weiten Kreisen noch nicht anerkannt, sodass HSPs oftmals in Gefahr laufen, als weniger belastbar oder als Mimosen zu gelten. Den markigen Spruch: „Komm, stell dich doch nicht so an“! hat jeder HSP sicher schon ungezählte Male gehört.

Hier hilft nur Eines: Sich selbst mit seinen Eigenheiten anerkennen und sich selbst die Wertschätzung angedeihen lassen, die man sich von anderen wünscht.

Nur zu leicht rutscht man in diese nicht erfüllbare Erwartungsspirale anderer Menschen hinein und fängt an, Raubbau mit seinen Kräften zu treiben.

HSPs müssen gut auf sich aufpassen und lieber einmal zu früh als zu spät „Stop“ sagen.

 

Der Schutt über den Träumen

Wo sind all die Träume aus Kindertagen hin?

Als ich ein Kind war, wusste ich, dass ich etwas ganz Besonderes bin. Und ich wollte Alchemistin werden. Das war nahe liegend. Schließlich las ich alles über Alchemisten, was ich finden konnte. Komisch fand ich nur, dass niemand etwas mit meinem Berufswunsch anfangen konnte. Also entschied ich mich um, ich wollte Schriftstellerin werden. Das fand auch keiner so prickelnd. Dann wollte ich Designerin werden. Auch damit konnte niemand etwas anfangen. Deshalb habe ich nach etwas gesucht, das von meiner Umwelt verstanden werden würde, also wollte ich Stewardess oder Ärztin werden. Aber das fand ich nicht so prickelnd.

Und damit begann der Eiertanz. Eigentlich wusste ich immer ganz genau, was mich faszinierte, aber da war auch die Abhängigkeit von der Meinung der Menschen in meiner Umgebung. Und ich begann mir selbst untreu zu werden. Ich wollte ja schließlich auch Anerkennung und Wertschätzung.

Habe ich die erhalten? Nein!

Das Einzige was blieb, war meine Untreue mir selbst gegenüber. Und ich habe beschlossen, dass ich das letzte Drittel des Jahres 2013 unter das Motto stelle:

„Ich räume den Schutt von meinen Träumen herunter!“

Ich möchte sie wieder finden und endlich erleben, wie es ist, wenn man sich selbst treu bleibt.

Wer macht mit?