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Was bin ich (mir) wert?

Da dieses Thema mit dem Wert gerade durch eine Freundin in mein Leben getreten ist – und ich merke, dass ich das auch für mich nicht ganz beantwortet habe – möchte ich meine Reihe der Geschäftsidee für einen Tag unterbrechen und darüber schreiben.

Was kann ich für meine Leistungen verlangen?

Diese Frage steht sehr im Zusammenhang, für wie wertvoll man sich selbst hält und ob man guten Gewissens den passenden Preis verlangen kann.

Was kostet meine Stunde?

Eine Stunde ist eine Stunde ist eine Stunde. Zuerst ist sie einmal eine Stunde Lebenszeit. Was man in einer Stunde vermitteln kann, hängt davon ab, wie sehr man sich auf diese Stunde vorbereitet hat. Wenn ich mal schnell ein Buch gelesen habe und diese Weisheit nun weitergebe, habe ich mich offensichtlich nicht sehr lange vorbereitet.

Wenn in dem, was ich zu sagen habe, aber Jahre oder Jahrzehnte des Lernens der Arbeit und Erfahrung drin stecken, hat diese Stunden einen ganz anderen Wert. Oder nicht?  Was bringt diese Stunde einem anderen Menschen?  Wie gut habe ich das, was ich gelernt habe, verinnerlicht und reflektiert? Wie gut kann ich es weitergeben? Kann der andere Mensch damit etwas Werthaltiges anfangen? Und nicht zuletzt: Was sind die Gesetze des Marktes, in dem ich mich bewege? Gibt es überhaupt „Gesetze des Marktes“? Und wenn ja, was geschieht mit den Gesetzesbrechern?

Welcher Preis ist gerecht?

Immer wieder hört man, dass es unmoralisch ist, dass J.K. Rowling so viel Geld mit „Harry Potter“ verdient hat. Ist das unmoralisch? Trug sie nicht das Risiko niemals Geld damit zu verdienen als sie den ersten Band schrieb? Müsste sie das Geld eigentlich zurückweisen um integer zu bleiben?

Sind Manager-Gehälter unmoralisch?

Wie viel ist es wert, dass jemand Verantwortung für eine Menge Entscheidungen trägt. Darf das höher honoriert werden als die eigentliche Arbeit? Bis wohin wäre es moralisch, ab wo ist es unmoralisch?

Ist es auch unmoralisch, weniger zu verlangen als andere?

Zerstört man damit nicht womöglich das Preisgefüge der Anderen. Ist man dann ein Kollegenschwein oder ein Innovator?

Ist Wohlstand an sich nicht sogar unmoralisch?

Schließlich lebt ein großer Teil der Menschen weit unter der Armutsgrenze. Wie darf es dann sein, dass andere Menschen in Wohlstand oder gar Luxus leben? Ist das gerecht? Ist das moralisch?

Aber kann ein armer Mensch anderen armen Menschen helfen?

Ist diese Frage gerechtfertigt? Darf man das so sehen? Muss man nicht ein Leben anstreben wie Mutter Theresa es geführt hat? Als Arme unter Armen? Aber war Mutter Theresa wirklich arm? Hatte sie nicht die ganze, reiche, katholische Kirche hinter sich?

Fragen über Fragen

Und ich fürchte, diese Fragen bringen uns alle nicht an den eigentlichen Punkt.

Was ist mein Wert?

Wie wertvoll bin ich für die Welt?

Was darf ich verlangen?

Was darf ich mir gönnen?

Wo wird es zu viel?

Woran erkenne ich es?

Das ist Stoff für die nächsten Jahre. Ich würde mich über Kommentare zu diesem Thema sehr freuen.

Nachdenkliche Grüße und einen schönen Tag

Wie wird man denn nun Mompreneur?

Inspiriert durch Leo Baubauters aktuellen Beitrag auf seinem Blog Zenhabits schreibe ich heute eine kurze Zusammenfassung, worauf es wirklich ankommt, wenn man ein Entrepreneur sein will. Ich habe den Originaltext übersetzt und ein wenig modifiziert. Leos Texte inspirieren mich immer wieder. Wer möchte, kann den Originaltext gerne hier nachlesen: Zenhabits

 

Zuerst einmal: Die meisten angehenden Entrepreneure straucheln an den ersten drei Herausforderungen:

1. Sie wissen nicht, womit sie beginnen sollen

2. Sie wissen nicht, was für eine Art von Business sie starten sollen

3. Sie haben Angst vor Misserfolg und Fehlern

Kommt Dir das bekannt vor?

Welches sind die richtigen Schritte, wenn man sich entschlossen hat ein Entrepreneur zu werden?

1. Sieh Dich nach Geschäftsmöglichkeiten um

Halte Deine Augen offen für Geschäftsmöglichkeiten, die sich Dir überall zeigen. Welche Probleme haben die Menschen um Dich herum? Kannst Du ihnen helfen? Wie kannst Du das Leben der anderen Menschen komfortabler, besser machen?

2. Wenn Du es nicht abwarten kannst, zu beginnen, bist Du auf der richtigen Fährte

Wenn man eine gute Idee hat, ergreift einen Aufregung. Man erzählt sie Anderen. Man steht nachts auf und denkt darüber nach (oder man liegt denkend im Bett). Das ist ein gutes Zeichen. Bleib am Ball!

3. Fange klein an

Oftmals glaubt man, dass man zuerst eine Menge investieren und dann mit einem gewaltigen Launch an die Öffentlichkeit gehen muss. Aber das ist falsch. Fang so klein an wie möglich, zeige Deinen Freunden eine kleine Auswahl an brauchbaren Produkten oder Dienstleistungen und lasse sie testen. Dann suche weitere Menschen aus, denen Du Deine Idee vorstellen willst.

4. Nicht zu beginnen ist der größte Fehler

Wenn Du klein beginnst und es klappt nicht, dann ist nichts passiert. Du hast eine Menge Erfahrungen gesammelt und denkst Dir etwas Neues aus oder Du veränderst Deine Idee so lange, bis sie funktioniert. Wenn Du nicht beginnst, hast Du auf jeden Fall Deine Chance vertan.

5. Starte ein Blog

Das ist kostengünstig und für jeden machbar. Schenke den Menschen Information. Zeige, dass Du wertvolles Wissen hast, hilf Menschen kostenlos und sie wollen mehr von Dir.

6. Vergiss Werbung

Werbung bringt Deinen Kunden nichts. Zeige Deinen Wert. Dann vermarktest Du Dich ganz von alleine.

7. Sei stattdessen super-wertvoll

Mache etwas Großartiges, etwas das den Menschen hilft. Dann wirst Du genügend Mundpropaganda erfahren. Gib soviel Du kannst und die Menschen werden Dich lieben und Du brauchst Dich nicht mit ausgefeilten Marketing-Strategien beschäftigen.

8. Starte günstig

Es ist möglich mit ganz geringen, oder gar keinen Kosten etwas aufzubauen. Schau Dich im Web nach kostenlosen Services für Homepage, Blog etc. um. Beauftrage erst Spezialisten, wenn Du schon genügend Geld verdient hast. Mach so schnell wie möglich Umsätze, indem Du wertvolle Leistungen verkaufst.

9. Vergiss Zahlen

Eine Million Besucher auf der Webseite, zehntausend Followers auf Twitter, eine halbe Million Kommentare…. Das ist unwichtig und sagt nichts über Deinen Erfolg aus. Kümmere Dich stattdessen darum, wie sehr Du Deinen Kunden helfen kannst. Wie viel Wert lieferst Du ihnen? Bringst Du sie zum Lächeln? Versuche Dich darauf zu konzentrieren.

10. Das Glück kommt NICHT später

Viele Menschen jagen Ziele in der Hoffnung, dass mit dem Erreichen der Ziele die Zufriedenheit und das Glück kommt. Sie hoffen, dass das Erreichen des Zieles ihr Leben verändert. Dann haben sie es erreicht und das Leben ist immer noch gleich. Sie jagen das nächste Ziel. Das Glück ist jetzt da. In dem Moment, in dem ich etwas plane, das mich begeistert, bin ich im Glück.

11. Vergiss Perfektion

Viel zu viele Menschen machen den Fehler, dass sie versuchen ein Produkt, eine Dienstleistung, eine Webseite, einen Blog, einen Launch perfekt zu machen. Es wird niemals perfekt sein! Perfektion hält Dich vom Handeln ab. Stattdessen, tu was Du kannst und bring es unter die Menschen, erhalte Feedback und verändere und entwickel Dich weiter.

12. Lass den Business-Plan beiseite

Planung, wie Perfektion ist nutzlos und steht Dir im Weg. Sicher, Du magst Dinge weiterdenken. Aber Planung basiert auf falscher Information. Du kannst die Zukunft nicht kennen. Experimentiere stattdessen. Fang an. Handle. Und dann schau, was passiert und passe an. Flexibilität ist viel mehr wert als ein Business-Plan.

13. Starte von zu Hause und starte mit Freunden

Für die meisten Ideen brauchst Du keine speziellen Geschäftsräume. Zumindest am Anfang nicht. Fange ohne Geld an in der wenigen Zeit, die Du hast. Aber fange an. Lass Deine Freunde die ersten Kunden sein und bitte sie um brutal ehrliches Feedback. Begeistere sie und bitte sie, es wiederum ihren Freunden zu erzählen.

14. Konzentriere Dich auf die wichtigen Dinge

Viel zu oft verlieren sich Menschen in Plänen, Statistiken, sozialen Netzwerken und einer Menge anderen Dingen, die keine echte Rolle spielen. Konzentriere Dich stattdessen darauf, was wichtig ist. Bringe eine tolle Dienstleistung, ein tolles Produkt unter die Menschen, das wirklich von Wert ist.

15. Umgib Dich mit interessanten Menschen

Freunde zu haben, die faszinierende Dinge tun, ist inspirierend. Und gerade diese Menschen können Dir gute Tipps und Feedback geben. Die Menschen um Dich herum, und und ihre positive und inspirierende Einstellung, sind wichtig.

16. Lerne Dich gut zu fühlen, auch wenn Du nicht alles weißt

Du wirst nicht wissen, wie sich Dein Business entwickelt. Die Welt verändert sich ständig. Dein Business wird sich verändern. Du wirst Dich verändern. Du weißt gar nichts. Wirklich. Und das ist in Ordnung so.