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Die Angst zum Freund machen

Manchmal tritt etwas in unser Leben, vor dem wir uns fürchten. Oftmals handeln wir dann aus dem gewohnheitsmäßigen Fluchtreflex heraus. Wir verdrängen oder flüchten vor der Situation.

Dabei ist die Angst ein sehr kraftvolles Potenzial.

Wenn wir es schaffen, nicht sofort unseren Reflexen zu verfallen, kann uns die Angst dahin geleiten, wohin wir schon immer wollten, aber aus Trägheit nicht gegangen sind.

Was passiert, wenn wir Angst haben?

Unser Körper schüttet eine Menge Adrenalin aus. Normalerweise verwenden wir dieses dann, um die Beine unter die Arme zu nehmen und zu rennen. Das ist in akut bedrohlichen Situationen auch oft eine gute Wahl.

Aber die wenigsten Situationen in unserem Leben sind so akut bedrohlich, dass wir sofort wegrennen müssen.

Wenn wir kurz innehalten und schauen, was die Alternative sein könnte, dann kommen wir schnell an den Punkt, dass diese Angst ein riesiges Potenzial in uns frei legt.

Wie können wir also vorgehen?

1. Stellen wir uns der Angst

2. Entwerfen wir eine Strategie. Wie können wir die Angst nicht nur für dieses Mal besiegen, sondern uns für die Zukunft unglaublich viel stärker machen? Was braucht es dazu?

3. Suchen wir uns einen Mentor. Wer könnte uns auf diesem Weg helfen? Wen kennen wir, der uns begleiten kann?

4. Gehen wir diesen Weg. Auch und gerade dann, wenn er unbequem ist. Die bequemen Wege führen uns nirgendwo hin. (Doch auf die Couch, aber da ändert sich selten was!)

5. Starren wir nicht auf das Ende des Weges wie das Kaninchen auf die Schlange, sondern gehen wir jeden Schritt voll bewusst.

6. Achten wir darauf, was uns im Verlauf dieses Weges noch begegnet.

Idealerweise geht man einen Weg sowohl körperlich als auch spirituell. Wenn wir alle unsere Kräfte bündeln, sind wir zu ungewöhnlichen Taten fähig.

Leider bietet der Alltag uns meist wenig Anregung diesen Weg zu gehen. Solange alles irgendwie funktioniert, sehen wir keine Notwendigkeit. Wir wachsen nicht über uns hinaus.

Daher ist es gut, wenn wir Ausnahmesituationen sehen als das was sie sind: Wege zum Wachstum, zur Veränderung.

Übrigens: Nicht nur Angst, auch Wut, Verzweiflung etc. können gute Motivatoren sein.

 

 

Heute den ersten Schritt wagen

erster Schritt in ein neues Leben

Ich habe heute Morgen darüber nachgedacht, wie viele Menschen heute Morgen zur Arbeit gehen und gar keine Lust dazu haben.

In wie vielen Betten wurde heute Morgen verzweifelt darüber nachgedacht, dass wieder eine ganze Woche vor der Tür steht und bewältigt werden muss.

Und ich bin sicher, dass ganz viele Menschen heute Morgen gewünscht haben, dass sie doch etwas Anderes tun könnten, um damit ihren Lebensunterhalt zu finanzieren.

Warum also nicht heute den ersten Schritt machen?

Denken wir mal darüber nach, was der erste Schritt sein könnte:

Es könnte eine Recherche sein, zu dem Beruf, den man viel lieber ausüben würde

Es könnte eine Recherche nach einem anderen Job sein

Es könnte die erste Recherche zu einer erträumten Selbstständigkeit sein.

Eine Menge kleiner Schritte gibt nach einiger Zeit ein großes Ergebnis

Es geht nicht darum, sofort alles über den Haufen zu werfen. Aber wenn wir jeden Tag ein paar Minuten oder eine Stunde an unserem Ziel arbeiten, haben wir zwangsläufig in ein paar Monaten ein Ergebnis.

Wenn wir nichts tun, bleibt alles so wie es ist

Es wird niemand an der Tür läuten und wird uns eine Lösung unseres Problems auf dem Silbertablett servieren, aber es kann passieren, dass wir durch die Summe der kleinen Schritte schon sehr bald vor einer neuen, besseren Situation stehen.

Nehmen wir doch den heutigen Tag, den Montag, als den ersten Tag eines neuen Lebens an und beginnen wir mit dem ersten winzigen Schritt.

Welcher wird Dein erster Schritt sein?

Die Philosophie des Kaizen

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Ich mag die japanische Philosophie des Kaizen. Das bedeutet, dass man jeden Tag ein wenig an sich arbeitet, jeden Tag sich selbst und seine Umgebung ein wenig verbessert. Das klingt einfach und ist es auch.

Kaizen ist der Weg zu dauerhafter Zufriedenheit

Während wir, hier im Westen, uns gerne umwerfende Veränderungen vornehmen, die möglichst rasch zu erfolgen haben, haben die Japaner nach dem Weltkrieg Kaizen entwickelt. Es wird sowohl in Unternehmen als auch im Alltag eingesetzt. Durch tägliche kleine Schritte kommt es im Lauf der Zeit zu großen Veränderungen. Man braucht dazu nur etwas Geduld und muss dranbleiben. Dann kann man auf diesem Weg sehr Großes bewirken.

Kaizen gegen die Angst vor Veränderung

Wenn wir uns große Veränderungen vornehmen, kann es durchaus sein, dass unser Bewusstsein das gut heißt. Aber wir wissen oft nicht, dass unter Unterbewusstsein diese Bemühung sabotiert.

Wächterfunktion des Unterbewusstseins

Unser Unterbewusstsein mag keine Veränderungen, denn die signalisiert Gefahr. Wenn wir uns zu viel auf einmal vornehmen, arbeitet unser Unterbewusstsein meist gegen uns, weil es uns vor dem Ungewissen beschützen will.

Wenn wir hingegen Kaizen praktizieren, nehmen wir dem Unterbewusstsein die Unsicherheit. Es merkt, dass nichts Gefährliches geschieht. Und somit wird es uns ab einem bestimmten Zeitpunkt auch unterstützen. Aus der anfänglichen Bemühung werden Gewohnheiten.

Kaizen als Weg durch den Advent

Wenn wir im Rückblick auf das – nahezu vergangene – Jahr feststellen, dass es in unserem Leben Verbesserungspotenzial gibt, dann können wir die allseits beliebten Neujahrsvorsätze heran ziehen, nach denen wir spätestens bis Ende Januar Riesenveränderungen eingeleitet haben, oder wir können bereits die Adventszeit nützen, uns in der Kunst der kleinen Schritte zu üben.

Wir können jeden Tag etwas aufräumen, jeden Tag an unserer beruflichen Vision arbeiten, jeden Tag ein paar Kalorien weniger zu uns nehmen, jeden Tag ein paar Wörter an unserem Buch schreiben. Jeden Tag ein wenig bringt im Lauf des Jahres ein großes Ergebnis.

Auf diesem Weg wird die Wahrscheinlichkeit des Gelingens sehr viel größer. 

Jedes Jahr stellen wir fest, wie schnell ein Jahr vergangen ist. Das ist unglaublich. Kaum war Silvestern, ist es schon wieder Advent.

Wenn wir jeden Tag des alten und des kommenden Jahres nützen, an unserem Ziel zu arbeiten, können wir nächstes Jahr auf etliche Erfolge zurück blicken – sehr viel wahrscheinlicher, als wenn wir uns kurzfristige und unrealistische Ziele setzen.