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Teilzeit – Mompreneurs Teil 1

Wir leben hier in unseren Breiten die Praxis, dass wir unser Leben um den Job herum bauen müssen. Aber in Wahrheit sollte es so sein, dass der Job sich um das Leben herum schmiegt. Dann wäre die Prioritätensetzung richtig.

Ich finde es sehr ungünstig, dass mehrere Menschen ihre Bedürfnisse um fixe Arbeitszeiten herum legen müssen. Das ist einer der Gründe, warum eine Selbständigkeit auf den ersten Blick familienfreundlicher ist.

Ist Selbstständigkeit wirklich familienfreundlicher?

Das hängt von verschiedenen Faktoren ab.

  1. Ist die Selbständigkeit meine einzige Einkommensquelle?
  2. Muss ich jeden Kundenwunsch erfüllen?
  3. Habe ich finanzielle Sorgen?

Wenn die Selbständigkeit die einzige Einkommensquelle ist, kann sie unter Umständen ebenso belastend und vereinnahmend sein, wie ein angestellter Job. Manchmal sogar noch schlimmer. Dann wird oft bis in die Nacht gearbeitet und der nächste Tag völlig übermüdet gestartet.

Wenn ich komplett abhängig bin, muss ich auch viel öfter jeden Kundenwunsch erfüllen. Manche Kunden spüren sehr gut, wie weit sie ihren Dienstleister in die Enge treiben können. Wenn man die Freiheit hat, NEIN sagen zu können, lebt man als Selbständiger entspannter.

Und dann kommen noch die Geldsorgen und finanziellen Probleme Selbständiger hinzu. Während man in einem Dienstverhältnis sein sicheres Einkommen  – meist soger 13 oder 14 Mal im Jahr – erhält, leben viele Selbständige von der Hand in den Mund. Dadurch wird man nicht zwingend entspannter. Nur wenn die Auftragslage über einen bestimmten Zeitraum gesichert ist, kann man seine Selbständigkeit wirklich genießen.

Was ist dann also die Lösung?

Ich persönlich komme immer mehr auf den Punkt, dass Teilzeit-Mompreneurs – zumindest für eine bestimmte Zeit – die besten Voraussetzungen haben. Es gibt ein Basiseinkommen über ein Angestelltenverhältnis und die Selbständigkeit kann langsam aufgebaut werden.

Teilzeit-Mompreneurs – wie kann das gehen?

Wenn man, sagen wir, 20 Stunden in einem Dienstverhältnis arbeitet, hat man eine Menge freier Zeit für die Familie. Die Teilzeit-Selbständigkeit wird dann in den Stunden ausgeführt, in der die Kinder entweder schlafen, anderweitig betreut sind oder an den Wochenenden. Je nachdem, welche Art von Unternehmen man betreibt, ist das leicht möglich. Auf diese Weise kann man sehr gut herausfinden, wieviel Zeit man für seine Selbständigkeit wirklich braucht, wie gut sich Kunden akquirieren lassen und wie viel man pro Stunde verdienen kann.

In den nächsten Artikeln möchte ich noch näher auf mögliche Kombinationen eingehen.