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Die Vision sehr genau ausarbeiten

Immer wieder erkenne ich auch bei mir Verhaltensmuster, dass ich einen Gedanke andenke und dann verfolge, obwohl ich die Idee noch gar nicht ganz zu Ende gedacht habe. Das ist fatal, denn wenn ich bereits Wochen oder Monate an einem Projekt gearbeitet habe und mir dann erst auffällt, dass es mir eigentlich so gar nicht liegt, nicht gefällt, oder dass es einfach nicht umsetzbar ist, fühle ich mich wie ein Versager.

Daher für die Schnellen unter uns: Ideen gehören zu allererst zu Ende gedacht!

Ich weiß, es gibt auch die Menschen, die vor lauter Denken nicht ins Tun kommen, aber das ist ein anderes Problem. Ich schreibe jetzt für die, die sich so leicht von ihrer Begeisterung mitreißen lassen.

Wie kann man Fehlschläge vermeiden?

1. Die Idee in Ruhe bis zum Ende durchdenken.

a) Wie sieht die Tätigkeit im Alltag aus – auch wenn ich sie schon tausend Mal gemacht habe? Macht sie dann immer noch Freude?

b) Gibt es einen reellen Markt für meine Idee?

c) Habe ich eine Chance meine Zielgruppe zu erreichen?

d) Hat diese Idee Entwicklungspotential?

Ich finde den letzten Punkt am wichtigsten. Wenn ich eine Idee verfolge, die keinerlei Entwicklungspotential hat, dann kann es (und wird es auch) passieren, dass mir die Sache schon sehr bald langweilig wird. Und wenn das Entwicklungspotential für mich keine Herausforderung darstellt, dann passiert dies auch.

Ich will es an einem einfachen Beispiel verdeutlichen:

Angenommen, ich bin eine wahnsinnig gute Strickerin und ich stricke tolle Socken und verkaufe die bei Ebay, Dawanda, Etsy…etc. Wenn ich das tausendste Paar Socken gestrickt habe, wird es langweilig werden, selbst wenn sich dieses Produkt gut und lukrativ verkauft. Wenn nun das einzige Entwicklungspotential darin liegt, dass ich mir LohnstrickerInnen suche, die mehr von diesen Socken stricken, wird meine Aufgabe bald nur noch in der Verwaltung, dem Marketing und der Abwicklung liegen. Es könnte Menschen geben, für die dies passt. Aber bei den meisten wird es nun problematisch, weil sie ja doch stricken wollen.

Wenn aber das Potential darin liegt, dass ich nicht nur Socken, sondern auch Röcke, Pullover, Mützen stricke, dann kann das wesentlich motivierender sein. Dann wird in mir ein inneres Potential geweckt, das mir ermöglicht an der Aufgabe zu wachsen.

Das meine ich mit dem Entwicklungspotential.

Darüber muss ich mir im Vorfeld Gedanken machen, wenn ich beabsichtige, dieser Idee eine längere Zeit nachzugehen.

Das Problem, das sich bei den meisten Ideen findet ist nämlich das: Wenn ein Unternehmen größer wird, dann wird der Gründer sehr häufig vom Innovator zum Bewahrer und das ist aus meiner Sicht der Grund, warum das oft schief geht.

Daher macht es Sinn, wenn ich meine Idee nicht nur im Hinblick auf möglichen Misserfolg, sondern auch im Hinblick auf möglichen Erfolg durchleuchte.

Ideen, die noch in den Kinderschuhen stecken

Ideen in Kinderschuhen

Wenn wir unsere Ideen begraben, bevor wir ihnen eine Chance gegeben haben, ist das ein Verrat an uns selbst und am Universum.

Wenn eine Idee auftaucht, ist sie wie ein Baby

Und sie braucht häufig viel Zeit, bis sie reif genug sind, um der Welt präsentiert werden zu können. Wir dagegen denken, Ideen müssen sofort wie eine Art Blaupause eines Business-Plans vor uns stehen und sofort umsetzungsreif sein. Aber das ist nicht so so.

Ideen müssen wachsen

Um eine Idee wachsen zu lassen, müssen wir sie hegen und pflegen wie ein Kind. Wir geben ihr ein sicheres Umfeld, lassen sie ruhen, füttern sie mit Information, gehen mit ihr spazieren und eines Tages ziehen wir ihr Schuhe an und lassen sie selbst die ersten Schritte gehen.

Wenn wir Ideen zu früh aufgeben

ist es, als würden wir ein Kind nicht mehr versorgen. Wir entziehen ihr all das, was sie zum Wachsen braucht. Wir umsorgen sie nicht mehr und lassen sie nicht reifen. Das ist schade und auch unheimlich traurig.

Das Umfeld ist oft schnell dabei, die Idee vom Tisch zu wischen

Aber was würden wir tun, wenn jemand so abfällig über eines unserer Kinder spricht? Wir würden denjenigen aus dem Haus schmeißen und wären empört. Aber wenn jemand eine Idee abfällig behandelt, sind wir nur allzu schnell dabei, diesem Menschen Glauben zu schenken und lieber unsere Idee zu opfern, anstatt sie wie eine Löwenmutter zu verteidigen.

Meine eigene, zu Grabe getragene, Idee

Ich hatte vor 30 Jahren eine Idee, die ich vor ungefähr sieben Jahren weiter verfolgt habe. Es handelt sich dabei um ein Outdoor Spielgerät für Kinder. Ich habe Funktionsskizzen anfertigen und einen Prototypen bauen lassen. Die Kinder haben es geliebt und ich war glücklich. Aber ich hatte nicht das Kapital, die Idee weiter zu verfolgen und mehrere Menschen aus meinem Umfeld haben diese Idee enorm abfällig bewertet. Sie nannten sie sogar „Rohrkrepierer“ – was für ein hässliches Wort! Und irgendwann habe ich aufgegeben, mich darum zu kümmern. Vor einigen Tagen habe ich sie wieder ausgegraben, habe sie unvoreingenommenen Menschen gezeigt und durchwegs positives Feedback erhalten Ich bin überzeugt, dass diese Idee ein immenses Potential hat und habe gespürt, wie traurig es mich gemacht hat, diese Idee scheinbar vergessen zu müssen. Und ich bin unsagbar wütend auf diese Menschen, die so selbstherrlich über mein Gedankengut geurteilt haben und ich war wütend auf mich, weil ich auf sie gehört hatte. Aber jetzt bin ich glücklich, dass sie wieder aufgetaucht ist.

Aus meiner Sicht gibt es dazu einen tieferen, spirituellen Aspekt, den ich auf meinem anderen Blog, Helfende Kräfte heute näher ausführen werde.

Vielleicht mögt ihr mal nachdenken, welche Ideen Ihr schon geopfert habt. Vielleicht sind sie ja ebenfalls noch da.

30 Unternehmensidee Teil 6

In den letzten Tagen habe ich wieder in Linda Thomas`Buch „Putzen?! Lästige Notwendigkeit oder eine Liebeserklärung an die Gegenwart?“ gelesen.

Darin schildert Linda Thomas, wie sie damals ihre ökologische Reinigungsfirma gegründet hat.

Erstens finde ich die Idee, eine ökologische Reinigungsfirma zu gründen, fabelhaft. Mich persönlich stört es sehr, dass alle Menschen die professionell putzen, einen schlimmen Hang zu stinkender Chemie haben. Was gäbe ich darum, wenn ich jemanden finden könnte, der nicht die Nase rümpft, wenn ich ihm Almawin Orangenölreiniger und Ecover Putzzeug hinstelle.

Also: Einerseits die Anregung sich einmal mit dem Gedanken an eine ökologische Reinigungsfirma zu beschäftigen 

Und in weiterer Folge hat mich aber etwas ganz anderes fasziniert. Als Linda Thomas mit ihrem Unternehmen begann, waren ihre Kinder noch sehr klein. Und sie hatte eine Menge Freundinnen, die ebenfalls Geld verdienen wollten und kleine Kinder hatten.

Diese Frauen haben eine tolle Lösung gefunden. Alle Freundinnen, bis auf eine, haben in der ökologischen Reinigungsfirma gearbeitet und immer eine hat sich in der Zeit um die Kinder von allen Beteiligten gekümmert. Diese erhielt das gleiche Gehalt wie die anderen. Diese Aufgabenteilung wechselte ständig. So konnte sich jede der Frauen eine Zeit lang um die Kinder kümmern, und die anderen haben geputzt. Und alle haben das Gleiche verdient.

Ich fand diesen Gedanken großartig, weil er erstens von Solidarität unter Müttern zeugt und weil es die Beaufsichtigung und Versorgung von Kindern nicht geringer wertet, als die Arbeit beim Kunden.

Wer jetzt bei dem Gedanken an eine Reinigungsfirma die Nase gerümpft hat, dem möchte ich noch sagen, dass Linda Thomas mittlerweile weltberühmt ist und im Goetheanum in Dornach die Putzfachtagungen leitet.

Heute putzt sie nicht mehr, sondern sie jettet um die Welt und hält Vorträge.

Ihr Buch ist in jeder Hinsicht sehr inspirierend und ich kann es jedem empfehlen, der hin und wieder mit Unlustgefühlen dem Putzen gegenüber kämpft – also eigentlich jedem 🙂

Es gibt schon einen Grund, warum ich dieses Buch immer wieder lese.

Wer vom Ziel nichts weiß

Das innere Sehnen nach der wahren Berufung

Wer kennt es nicht, dass immer aktuelle Gedicht von Christian Morgenstern:

Wer vom Ziel nichts weiß,

kann den Weg nicht haben.

Wird im selben Kreis

all sein Leben traben.

Kommt am Ende hin,

wo er hergerückt.

Hat der Menge Sinn

nur noch mehr zerstückt….

Schon diese erste Strophe zeigt, dass die Suche nach dem Ziel kein Phänomen unserer Zeit ist. Morgenstern hat dieses Gedicht Ende des 19. Jahrhunderts geschrieben.

Das Ziel finden – die Berufung finden

Das Ziel zu finden, in unserem Sinne die Berufung zu finden, ist ein zutiefst menschliches Verlangen. Egal ob man sich zu spirituellen Themen hingezogen fühlt oder nicht, immer gibt es eine leise Stimme die daran erinnert, dass es einen Grund hat, warum wir auf dieser Welt sind.

Jeder Mensch hat einzigartige Fähigkeiten. Es kommt darauf an, dass man diese erkennt und sein Leben so gestaltet, dass diese Raum zur Entfaltung erhalten.

Woher kommt der Raum zur Entfaltung?

Die leise Stimme braucht Ruhe, damit man sie nicht überhört. Ich habe schon mehrfach darüber geschrieben, dass der all-tägliche Wahnsinn nicht gut geeignet ist, um seine leise Stimme zu hören. Wer den Tag mit lauter Musik, mit der kostenlosen Tageszeitung mit ihren Horrormeldungen, mit gewohnheitsmäßigen Telefonaten und Plaudereien beginnt, wird wenig Möglichkeiten haben, die innere Stimme zu hören.Wie anders beginnt ein Tag mit Stille, mit Meditation, mit einem guten Buch.

Was würde sich verändern, wenn man die Berufung, das innere Ziel, gefunden hätte?

Szenario 1 

Du wachst morgens auf, versuchst Dich zu erinnern, welcher Tag heute ist und je weiter es Richtung Wochenende geht, desto besser fühlst Du Dich. Wehe, es ist Montag. Du gehst zur Arbeit und sehnst ab diesem Moment den Feierabend herbei, weil erst dann Dein richtiges Leben beginnt. So verbringst Du Tag um Tag, Woche um Woche, Monat um Monat…..Dein Leben findet in den Zeit nach der Arbeit und am Wochenende statt. Deinen Job machst Du, damit Du die freie Zeit gut genießen und Deine Rechnungen bezahlen kannst.

Szenario 2:

Du wachst auf und denkst daran, was Du heute wieder bewirken und bewegen wirst. Du freust Dich auf den Tag und beginnst ihn mit frohem Herzen. Arbeit und Freizeit sind kaum unterschiedlich. Du kannst immer Du selbst sein und Dich mit den Menschen umgeben, mit denen Du gerne umgeben sein möchtest. Du kannst Dich den Themen widmen, die wirklich Dein Herz und Deine Seele berühren. Der Feierabend kommt oft viel zu schnell, weil Du noch so viel machen wolltest. Aber Du tröstest Dich damit, dass morgen auch noch ein Tag ist.

Das ist Spinnerei?

Nein, das klingt nur nach Spinnerei, weil wir so sehr daran gewohnt sind, dass Arbeit Frust und Entbehrung ist. Wir glauben, dass unsere Arbeit zwingend nichts mit uns zu tun hat. Und so ist auch die Qualität unserer Arbeit.

Wenn Du nur im geringsten daran glauben kannst, dass es möglich ist, seine Arbeit zu lieben und etwas wirklich Sinnvolles zu tun, und Du weißt nicht, was es sein könnte, kann ich Dir meinen E-Mail Workshop „Ideenfindung“ empfehlen.

Buch_Ideenfindung

Jeder Einkaufsbummel kann Dir hunderte Ideen liefern

DIE Geschäftsidee

Denkst Du manchmal darüber nach, dass Du gerne DIE Idee für ein Unternehmen hättest? Durchforstest Du das Internet nach lukrativen Geschäftsideen?

Mach es einmal anders. Mach einen Einkaufsbummel oder einen Spaziergang und denke darüber nach, was Du Dir auf diesem Weg wünschen würdest?

Wäre es Kinderbetreuung während des Einkaufs?

Nachhilfe für das Kind, die Spaß macht?

Eine andere Eissorte?

Tolle Klamotten in großen Größen?

Unverwüstliche Jeans fürs Kind?

Ein Friseur, der versteht, was man von ihm will?

Ein genialer Sprachkurs, bei dem man Sprachen wie von selbst lernt?

Bessere Taschen fürs Fahrrad?

Es gibt ungezählte  Produkte und Dienstleistungen, die die Welt ein wenig besser, schöner oder praktischer machen würden. Wenn Du (ohne innere Zensur) ein paar Tage mit diesem Blick durch die Welt gehst, kannst Du Dich wahrscheinlich gar nicht mehr entscheiden, welche der super Ideen Du nun umsetzen sollst.

Probier es aus!