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Zeit zum Schenken

Gerade führe ich einen sehr intensiven Mailwechsel mit ein paar Menschen, die alle auf dem Sprung sind, sich mit ihrem Wissen und Können selbständig zu machen. Und bei allen läuft es darauf hinaus, dass es sehr schwer ist, einen Anfang zu finden. Und ich denke, dass es jetzt, wo wir sowieso in Riesenschritten auf Weihnachten zugehen, doch einen Versuch wert wäre, einfach das eigene Wissen und das Können für ein paar Wochen kostenlos zugänglich zu machen.

Ich tue das seit mittlerweile mehr als einem Jahr auf meinen beiden Blogs. Und ich habe dadurch eine Menge wunderbarer Menschen aus vielen verschiedenen Ländern kennengelernt. Menschen, denen ich sonst nie begegnet wäre. Und bei einem Projekt, das ich in den nächsten zwölf Monaten umsetzen möchte, brauche ich drei dieser Menschen, die mir nun im Gegenzug ihr Wissen zur Verfügung stellen. Und das sind nicht irgendwelche Menschen, sondern genau die Spezialisten, die ich brauche und die ich mir ansonsten wahrscheinlich nicht leisten würde und könnte. Ich finde das ganz großartig.

Eine Schenk-Kultur einführen 

Ich glaube, dass wir einen Umschwung in unserem Wirtschaftssystem nur dann erreichen können, wenn wir uns immer intensiver mit der Schenk-Kultur beschäftigen. Ob dies nun unser Wissen oder Können ist, unsere Arbeitskraft, Dinge die wir nicht brauchen oder einfach auch nur unsere Zeit. Wir sollten uns dies gegenseitig schenken oder zu einem wirklich symbolischen Preis zur Verfügung stellen. Je mehr Menschen sich dieser Bewegung anschließen, umso spannender wird es und umso mehr kann entstehen.

Möglichkeiten werden erst durch Schenk-Kultur geschaffen

Erst wenn wir bereit sind, in echte Vorleistung zu treten und anderen Menschen auf ihrem Weg weiterhelfen, schaffen wir umfassende Voraussetzungen dafür, dass eine Menge neuer Ideen und Projekte das Licht der Welt erblicken. Was nützt einem Menschen eine gute Idee, wenn er Beratung oder Leistungen bräuchte, die er nicht bezahlen kann. Und was nützt diese Idee dann der Welt?

Das bedeutet ja nun nicht, dass wir alles verschenken müssen. Aber wenn wir z.B. 10% unserer Zeit kostenlos zur Verfügung stellen würden, wäre das ein toller Anfang.

Vor allen Dingen ist hierbei natürlich die Freude am Schenken gefragt. Wenn man diesen Weg antritt mit der drängenden Hoffnung, dass sich dies nun bald bezahlt machen müsste, verfehlt es seinen Sinn.

Für die, die gerne schenken kann es einfach das Ausleben ihrer Freude sein.

Für die, die nicht gerne schenken, kann es eine neue Erfahrung, eine Persönlichkeitsentwicklung sein. Ein risikoarmes, preiswertes Abenteuer.

Vielleicht mögt Ihr ja mal darüber nachdenken, was Ihr zu verschenken habt.

Liebe Grüße zum Wochenanfang

Manuela

Tue, was du liebst

Wir alle wissen es mehr oder weniger: Wir sollten das im Leben tun, was wir lieben.

Aber handeln wir auch entsprechend? 

Mir ging es viele Jahre so, dass ich einerseits meine berufliche Liebe kannte, aber andererseits nicht so richtig wusste, wie ich es umsetzen sollte. Das Einzige, das funktioniert hat, war: Einfach anzufangen.

Wir haben gelernt, dass wir Business-Pläne machen müssen. Wir müssen genau wissen, wann wir welches Ziel erreicht haben. Wir müssen ein klares Bild vor uns haben. Das ist die Idealvoraussetzung.

Aber manchmal verhindern unsere Blockaden diese genaue Vorstellung

Da hilft nur eines: Anfangen! Einfach jeden Tag das zu tun was man liebt. Und wenn es nur für eine Stunde oder zwei ist. Die wenigsten von uns sind in der Lage einfach alles hinzuschmeißen und ausschließlich das zu tun, was man liebt.

Aber jeder von uns ist in der Lage eine gewisse Zeit am Tag das zu tun, was wir lieben. Und mit der Zeit schwinden die Blockaden von ganz alleine. Wir wachsen quasi in unsere Vision hinein.

Wenn du es liebst zu schreiben, dann warte nicht auf das wild-romantische Haus in Cornwall, das dir ermöglicht in absoluter Einsamkeit 15 Stunden am Tag zu schreiben – sondern schreibe eine Stunde an deinem Küchentisch.

Wenn du es liebst zu nähen, dann warte nicht auf den Tag an dem deine Kinder groß sind und du deinen Job hinschmeißen kannst – sondern nähe drei Mal pro Woche.

Wenn du es liebst Cupcakes zu backen, dann denke nicht über die rechtlichen Bestimmungen einer Cupcake-Manufaktur nach, sondern backe einfach Cupcakes für deine Freunde und Familie.

Wenn du es liebst zu helfen, dann träume nicht davon die Welt zu retten, sondern hilf all den Menschen, die dir begegnen.

Sobald man den ersten Schritt tut, folgen weitere. Der Nebel wirkt sehr dicht, wenn wir in die Ferne sehen. Die nächsten Meter sind aber gut erkennbar. Gehe die nächsten Meter.

Wenn du es schaffst, deine geliebte Tätigkeit in deinen Alltag einzubauen, wirst du einen Weg finden, deine geliebte Tätigkeit zu einem Beruf zu machen. Auch wenn dir der Weg noch gar nicht vor Augen steht.

Überleg dir, was du heute am liebsten tun würdest – und tu es einfach.