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Wie motiviere ich mich selbst?

Jeder, der ein Unternehmen oder ein Projekt beginnt, ist voller Motivation. Anfangs sind auch oft schnelle und große Erfolge zu verbuchen. Aber dann…..

Wenn die ersten Hürden und Herausforderungen auftauchen, und wenn sich diese zäher als gedacht zeigen, beginnt bei Vielen die Motivation zu bröckeln. Ich selbst kenne das auch.

Man sitzt tagein, tagaus an seinem Projekt und nichts geht weiter.

Hier sind Fragen, deren Antwort man nicht weiß. Dort sind Widerstände, von denen man nicht weiß, wie man sie überbrücken sollte. Und das Schlimmste ist: Keinen interessiert`s .

Diese Phase findet ja meist noch unter weitgehendem Ausschluss der Öffentlichkeit statt – und das ist auch gut so. Aber was tut man, wenn man am liebsten den Hut drauf werfen würde?

Ideen, die Motivation wieder zu beleben:

1. Nimm einen Tag (oder mehrere) Auszeit. Manche Probleme oder Widerstände sind nur deshalb so hartnäckig, weil man sich immer im gleichen Gedankenkreislauf bewegt. Beschäftige Dich ganz bewusst mit anderen Dingen und Du wirst sehen, das eine oder andere Problem löst sich von alleine oder verliert an Gewicht.

2. Lies motivierende Bücher. Ich finde, Unternehmerbiographien zu lesen gehört einfach zum Unternehmersein dazu. Ob es Richard Branson, Steve Jobs, James Dyson, Anita Roddick, Anthony Robbins, Byron Kathie oder sonstwer ist, ist ganz egal. Sie alle haben gekämpft.

3. Suche Gleichgesinnte. Es gibt mittlerweile eine Menge Plattformen, die sich mit dem Thema beschäftigen. Eine tolle Version davon bietet Esther Eisenhardt auf www.mompreneurs.de an. Dort findet man eine Menge Geschichten und Gleichgesinnte. Oder besuche das Blog von James Altucher www.jamesaltucher.com um auf andere Gedanken zu kommen. oder von Leo Babauter www.zenhabits.net, der auch mehrmals wöchentlich aufbauende Texte postet.

4. Fang wieder an zu träumen. Geh gedanklich einen Schritt weg von den Problemen und stell Dir vor, wie es sein wird, wenn Du das alles gemeistert hast. Auf welchen großartigen Erfahrungspool Du dann zurück blicken wirst.

5. Schreib auf, was Du schon alles geschafft hast. Halte Dir selbst vor Augen, welche Erfolge Du schon erlebt hast und wie weit Dein Projekt schon gediehen ist.

6.Denke in Ruhe nach, ob Du nicht vielleicht mit Deinem Projekt von der Ursprungsintention abgedriftet bist. Das kann passieren, wenn man darüber nachdenkt und daran arbeitet, wie man die Zielgruppe findet und das Angebot verkäuflich macht. Ehe man sich`s versieht, hat man das Projekt so verdreht, dass es mit der ursprünglichen Idee nicht mehr viel gemein hat. Wenn Dir das passiert ist, rudere zurück. Fang nochmal ganz von vorne an und überlege, wo Du den Pfad Deines Herzens verlassen hast. Und dann starte nochmal durch. Und mach Dir nichts draus. Das passiert fast Jedem im Prozess, vor allen Dingen, wenn man zum ersten Mal ein Projekt entwickelt.

7. Wenn das alles nichts hilft, gönne Dir ein Coaching.

All diese Möglichkeiten stehen Dir jederzeit offen. Du solltest auf keinen Fall das Handtuch werfen, bevor Du nicht all diese Möglichkeiten ausgelotet hast.

Ich wünsche Dir viel Freude und Motivation für Dein Projekt

Manuela

Die Vision sehr genau ausarbeiten

Immer wieder erkenne ich auch bei mir Verhaltensmuster, dass ich einen Gedanke andenke und dann verfolge, obwohl ich die Idee noch gar nicht ganz zu Ende gedacht habe. Das ist fatal, denn wenn ich bereits Wochen oder Monate an einem Projekt gearbeitet habe und mir dann erst auffällt, dass es mir eigentlich so gar nicht liegt, nicht gefällt, oder dass es einfach nicht umsetzbar ist, fühle ich mich wie ein Versager.

Daher für die Schnellen unter uns: Ideen gehören zu allererst zu Ende gedacht!

Ich weiß, es gibt auch die Menschen, die vor lauter Denken nicht ins Tun kommen, aber das ist ein anderes Problem. Ich schreibe jetzt für die, die sich so leicht von ihrer Begeisterung mitreißen lassen.

Wie kann man Fehlschläge vermeiden?

1. Die Idee in Ruhe bis zum Ende durchdenken.

a) Wie sieht die Tätigkeit im Alltag aus – auch wenn ich sie schon tausend Mal gemacht habe? Macht sie dann immer noch Freude?

b) Gibt es einen reellen Markt für meine Idee?

c) Habe ich eine Chance meine Zielgruppe zu erreichen?

d) Hat diese Idee Entwicklungspotential?

Ich finde den letzten Punkt am wichtigsten. Wenn ich eine Idee verfolge, die keinerlei Entwicklungspotential hat, dann kann es (und wird es auch) passieren, dass mir die Sache schon sehr bald langweilig wird. Und wenn das Entwicklungspotential für mich keine Herausforderung darstellt, dann passiert dies auch.

Ich will es an einem einfachen Beispiel verdeutlichen:

Angenommen, ich bin eine wahnsinnig gute Strickerin und ich stricke tolle Socken und verkaufe die bei Ebay, Dawanda, Etsy…etc. Wenn ich das tausendste Paar Socken gestrickt habe, wird es langweilig werden, selbst wenn sich dieses Produkt gut und lukrativ verkauft. Wenn nun das einzige Entwicklungspotential darin liegt, dass ich mir LohnstrickerInnen suche, die mehr von diesen Socken stricken, wird meine Aufgabe bald nur noch in der Verwaltung, dem Marketing und der Abwicklung liegen. Es könnte Menschen geben, für die dies passt. Aber bei den meisten wird es nun problematisch, weil sie ja doch stricken wollen.

Wenn aber das Potential darin liegt, dass ich nicht nur Socken, sondern auch Röcke, Pullover, Mützen stricke, dann kann das wesentlich motivierender sein. Dann wird in mir ein inneres Potential geweckt, das mir ermöglicht an der Aufgabe zu wachsen.

Das meine ich mit dem Entwicklungspotential.

Darüber muss ich mir im Vorfeld Gedanken machen, wenn ich beabsichtige, dieser Idee eine längere Zeit nachzugehen.

Das Problem, das sich bei den meisten Ideen findet ist nämlich das: Wenn ein Unternehmen größer wird, dann wird der Gründer sehr häufig vom Innovator zum Bewahrer und das ist aus meiner Sicht der Grund, warum das oft schief geht.

Daher macht es Sinn, wenn ich meine Idee nicht nur im Hinblick auf möglichen Misserfolg, sondern auch im Hinblick auf möglichen Erfolg durchleuchte.

Demotivation als Anschubkraft

Ja, richtig gelesen.

Demotivation als Anschubkraft ist nur ein scheinbarer Widerspruch. Denn wo sich heute Demotivation breit macht, muss ja irgendwann einmal Motivation gewesen sein.

Sich dem Gefühl der Demotivation stellen

Gerade jetzt, wenn die Sonne wieder scheint (okay, heute nicht), haben viele Menschen das Gefühl, vollkommen demotiviert zu sein, das zu tun, was sie zum Broterwerb tun müssen. Viel lieber würde man doch mit den Kindern ins Schwimmbad gehen. Stattdessen fährt man in Büros, die geprägt sind von schweißtreibenden Gemeinheiten von Architekten (ich meine Glasfronten), die teilweise nicht einmal zu verdunkeln sind.

Man versucht, trotz des gleisenden Sonnenlichts die Buchstaben auf dem Bildschirm zu entziffern und übt sich darin, die Hitze möglichst zu ignorieren.

Wenn man nicht gerade zur Berufsgruppe der Lehrer gehört, kommt zusätzlich noch das Betreuungsproblem für die Kinder auf einen zu.

Was hat das nun mit Demotivation als Anschubkraft zu tun?

Das möchte ich gerne weiter ausführen. Diese Momente, in denen einen bewusst wird, dass man eigentlich wie ein Lemming dem tagtäglichen Trott folgt, sind wunderbare Momente, sich zu überlegen, ob man nicht aus dem Strom ausscheren möchte.

Ja, und viele denken jetzt: „Ach, das ist einfacher gesagt, als getan.“ Genau! Das stimmt! Natürlich ist es einfacher gesagt (der geschrieben) als getan. Aber am Anfang steht der Wunsch. Dem Wunsch folgt der Gedanke. Dem Gedanken folgt die Vision, Der Vision folgt der Plan. Dem Plan folgt die Handlung.

Ein Schritt nach dem anderen

Es geht nicht darum, heute oder morgen, oder spätestens am Montag das Handtuch zu werfen. Sondern es geht darum, das leidige Gefühl der Demotivation, das Gefühl des Ausgeliefertseins einmal bewusst wahrzunehmen. Daraufhin kann man träumen, dann kann man noch mehr träumen, dann kann man Ideen sammeln, dann kann man Pläne schmieden….Und vielleicht, eines Tages, geht man zur Umsetzung.

Sein Leben neu zu denken ist ein Prozess

Wenn man beginnt sein Leben neu zu denken, setzt man Prozesse in Gang. Sobald man einmal die nagende Stimme im Inneren erhört, ihr Raum und Zeit zugestanden hat, passiert etwas. Plötzlich kommt ein Puzzleteil nach dem anderen ins Spiel und Möglichkeiten tun sich auf.

Sein berufliches Leben zu verändern ist kein Spaziergang

Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Wenn man sich entschlossen hat, niemals mehr etwas zu tun, was man nicht mit ganzem Herzen tun möchte, kommt nicht unbedingt zuerst der große Durchbruch. Das passiert nur ganz wenigen Menschen. Ich kennen keinen. Was zuerst kommt, ist ein Herumeiern, ein Suchen, ein Ausprobieren, ein Scheitern, ein neuer Versuch, ein kleiner Erfolg, dann lange nichts, dann wieder ein kleiner Erfolg, dann wieder ein Rückschlag….usw.

Aber das ist normal. Und wenn man sich die Erfolgsgeschichten vieler großer Menschen anschaut, dann hat diese Phase oft zehn oder noch mehr Jahre gedauert. Für die Öffentlichkeit wirkte es dann oft wie ein Erfolg über Nacht. Die lange Zeit davor hat ja niemand wahrgenommen.

Was haben erfolgreiche Menschen gemeinsam?

Erfolgreiche Menschen haben eines gemeinsam: Sie haben ein Ziel, eine Vision. Sie hatten eines Tages den Mut, den ersten Schritt zu tun um dieses Ziel zu verfolgen. Sie haben sich nicht von Misserfolgen, Rückschritten und Schwierigkeiten aufhalten lassen. Sie sind ihrem Ziel gefolgt, auch wenn es unbequem war. Sie sind ihren Weg gegangen, auch wenn sie oft Hohn und Spott ihrer Umgebung ertragen mussten.

Und eines Tages kam der Durchbruch

Eines Tages wurde das Manuskript von einem Verlag veröffentlicht und wurde zum Bestseller. Eines Tages haben sie einen Weg gefunden, ihre Erfindung zu produzieren. Eines Tages wurde ihre Methode erfolgreich. Eines Tages…….

Demotivation als erster Schritt

Aber bis dieser lang ersehnte erste Tag gekommen war, waren viele kleine Einzelschritte notwendig. Erfolgreiche Menschen waren auch eines Tages an dem Punkt, an dem sie die Entscheidung treffen mussten, sich ihrem Ziel zu widmen. Oftmals haben sie das neben ihrem Brotberuf gemacht. Die meisten Schriftsteller waren Vollzeit erwerbstätig, während sie ihre ersten Romane geschrieben haben. Aber sie haben ihre freie Zeit geopfert und haben sich auf ihren Hintern gesetzt und geschrieben. Wieder Andere nahmen bittere Armut in Kauf, um ihr Projekt weiter zu verfolgen. Aber immer war Unzufriedenheit mit dem Status quo der Antrieb, sich zu verändern.

Wo liegt Deine Demotivation?

Und wo liegt die Motivation begraben? Wenn Du Dich heute demotiviert fühlst, was könnte Dich motivieren? Welches Projekt wartet darauf, dass Du Dich ihm mit voller Motivation widmest.

Sei kein Opfer der Umstände

Viele Menschen sind der Meinung, dass sie Opfer ihrer Umstände sind. Dass sie nichts verändern können, weil….. (hier jede Ausrede einsetzen, die auch Du schon einmal gebraucht und die Du von anderen gehört hast).

Aber wenn nicht jetzt, wann dann?

Eines kann ich mit Nachdruck behaupten: Auf dem Sterbebett ist es zu spät. Zehn Jahre Arbeit mit Sterbenden haben mir gezeigt: Die meisten Menschen bereuen nicht, was sie getan, sondern die Dinge, die sich unterlassen haben. Aber in dem Moment, in dem diese Erkenntnis dann reift, auf dem Sterbett, ist es (zumindest für dieses Leben) definitiv zu spät.

Ich gehe sogar so weit, dass ich Properz zitieren möchte:

„In magnis et voluisse sat est!“ (In den großen Dingen genügt es auch, gewollt zu haben)

Es ist nämlich immer noch besser, es probiert zu haben, auch wenn es schlussendlich nicht erfolg war. Aber es nicht einmal probiert zu haben, ist das Schlimmste.

 

 

Die Philosophie des Kaizen

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Ich mag die japanische Philosophie des Kaizen. Das bedeutet, dass man jeden Tag ein wenig an sich arbeitet, jeden Tag sich selbst und seine Umgebung ein wenig verbessert. Das klingt einfach und ist es auch.

Kaizen ist der Weg zu dauerhafter Zufriedenheit

Während wir, hier im Westen, uns gerne umwerfende Veränderungen vornehmen, die möglichst rasch zu erfolgen haben, haben die Japaner nach dem Weltkrieg Kaizen entwickelt. Es wird sowohl in Unternehmen als auch im Alltag eingesetzt. Durch tägliche kleine Schritte kommt es im Lauf der Zeit zu großen Veränderungen. Man braucht dazu nur etwas Geduld und muss dranbleiben. Dann kann man auf diesem Weg sehr Großes bewirken.

Kaizen gegen die Angst vor Veränderung

Wenn wir uns große Veränderungen vornehmen, kann es durchaus sein, dass unser Bewusstsein das gut heißt. Aber wir wissen oft nicht, dass unter Unterbewusstsein diese Bemühung sabotiert.

Wächterfunktion des Unterbewusstseins

Unser Unterbewusstsein mag keine Veränderungen, denn die signalisiert Gefahr. Wenn wir uns zu viel auf einmal vornehmen, arbeitet unser Unterbewusstsein meist gegen uns, weil es uns vor dem Ungewissen beschützen will.

Wenn wir hingegen Kaizen praktizieren, nehmen wir dem Unterbewusstsein die Unsicherheit. Es merkt, dass nichts Gefährliches geschieht. Und somit wird es uns ab einem bestimmten Zeitpunkt auch unterstützen. Aus der anfänglichen Bemühung werden Gewohnheiten.

Kaizen als Weg durch den Advent

Wenn wir im Rückblick auf das – nahezu vergangene – Jahr feststellen, dass es in unserem Leben Verbesserungspotenzial gibt, dann können wir die allseits beliebten Neujahrsvorsätze heran ziehen, nach denen wir spätestens bis Ende Januar Riesenveränderungen eingeleitet haben, oder wir können bereits die Adventszeit nützen, uns in der Kunst der kleinen Schritte zu üben.

Wir können jeden Tag etwas aufräumen, jeden Tag an unserer beruflichen Vision arbeiten, jeden Tag ein paar Kalorien weniger zu uns nehmen, jeden Tag ein paar Wörter an unserem Buch schreiben. Jeden Tag ein wenig bringt im Lauf des Jahres ein großes Ergebnis.

Auf diesem Weg wird die Wahrscheinlichkeit des Gelingens sehr viel größer. 

Jedes Jahr stellen wir fest, wie schnell ein Jahr vergangen ist. Das ist unglaublich. Kaum war Silvestern, ist es schon wieder Advent.

Wenn wir jeden Tag des alten und des kommenden Jahres nützen, an unserem Ziel zu arbeiten, können wir nächstes Jahr auf etliche Erfolge zurück blicken – sehr viel wahrscheinlicher, als wenn wir uns kurzfristige und unrealistische Ziele setzen.

Tag 10 der Challenge und letzter Tag

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Obwohl diese erste Challenge von vielen Unterbrechungen und Ablenkungen begleitet war, hat sie mir doch sehr viel Nachdenkenswertes geliefert. Alleine die Tatsache, dass ich mich für einige Tage einer einzigen Fragestellung unterzogen habe, hat Klarheit geschaffen.

Meine Erfolgsdefinition, die ich mir gestern noch als Frage gestellt habe, muss ich mehrschichtig beantworten:

Erfolg auf der materiellen Ebene bedeutet für mich: 

Einkommen erzielen durch die Dinge, die ich tue. Das klingt einfacher als es ist. Tief in mir ist ein Glaubenssatz verankert, der mir das (eigentlich) verbietet. Der alt-katholische Satz: „Du sollst dein Brot im Schweiße deines Angesichts essen“, steckt auch in mir. Und ich denke, dass ich an diesem Thema noch arbeiten muss. Meine Herzens-Themen treiben keinen Schweiß. Sie sind anregend und inspirierend. Nun muss ich mir nur noch selbst die Erlaubnis aussprechen, dass sie auch lukrativ sein dürfen. Da tut sich also gleich das nächste Arbeitsfeld auf.

Erfolg auf der seelischen Ebene bedeutet für mich:

Dinge zu bearbeiten, die mir von Herzen wichtig sind. Und hier kommt der nächste Knackpunkt. Das sind oftmals Themen, die gar nicht so populär sind. Themen, vor denen andere Menschen oftmals lieber weglaufen und weghören. Wie zum Beispiel die vielen Missstände auf dieser Welt. Aber sie sind mir wichtig und ich empfinde es als Erfolg, wenn ich das Gefühl habe, die Welt ein kleines bisschen besser zu machen. Oder auch nur, ein paar anderen Menschen Nachdenk-Impulse zu liefern, die sich vielleicht irgendwann zu Handlungs-Impulsen verdichten. Das ist für mich Erfolg auf der seelischen Ebene.

Erfolg auf der kognitiven Ebene bedeutet für mich:

Die Freiheit und die Zeit zu haben, Anregendes zu lesen, Informationen zu sammeln und mich intensiv mit Themen zu beschäftigen, die mich interessieren und berühren. Wenn ich dies in einer Tätigkeit umsetzen kann, die auch noch die beiden oberen Bereiche erfüllt, dann bin ich als ganzer Mensch erfolgreich. Dies ist ein großes und erstrebenswertes Ziel für mich und ich bin dankbar, dass es nun so klar vor mir steht.

Neue Challenge im August

Da sich nun aus der Challenge aber noch viele weitere Fragen entwickelt haben, möchte ich den ganzen August darauf verwenden, mich den oben aufgetauchten Fragen zu widmen. Und vielleicht tauchen in den Tagen bis dahin noch weitere Fragen auf, die es sich anzuschauen lohnt.

Die Frage, wie man im Alltag mutiger sein kann, hat mich bewegt und vor allen Dingen habe ich Zusammenhänge erkannt, die mir vorher nicht so klar vor Augen standen.

Was nun noch aufgetaucht ist:

Mehr Mut im Alltag bedeutet auch, mehr Zivilcourage!

Und dabei meine ich nicht nur (aber auch) Zivilcourage im Sinne, sich für die Rechte Anderer stark zu machen. Für mich ist als Thema aufgetaucht, mich für meine eigenen Grenzen stark zu machen. Ich erlebe immer wieder Situationen der Grenzüberschreitung von Mitmenschen. Dem angemessen entgegen zu treten, ist eine der Aufgaben für den August.

In diesem Sinne wünsche ich Allen einen schönen Tag.

 

Tag 8 und 9 der Challenge

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Ein weiterer wichtiger Punkt, der mir in den letzten Tagen bewusst geworden ist:

Es ist wichtig, aufzupassen, dass man sich nicht vom eigentlichen Ziel ablenken lässt!

Gerade als Freiberufler unterliegt man immer wieder der Gefahr der „Gelegenheiten“. Wenn ich mein Ziel gerade mal fokussiert habe, kommt mit ziemlicher Sicherheit etwas herein, das mir näher, greifbarer als mein eigentliches Ziel erscheint. Das führt dann regelmäßig dazu, dass ich mich ablenken lasse. „Schließlich bin ich ja sowieso noch so weit von meinem eigentlichen Ziel entfernt, dann kann ich auch noch einen kleinen Umweg einlegen“, denke ich mir dann. Aber aus diesem kleinen Umweg wird nicht selten ein kleiner Irrweg und ich brauche sehr lange, bis ich wieder zu meinem Ziel zurück gefunden habe. Dann schaue ich erstaunt auf die letzten Wochen und frage mich, wie das passieren konnte, dass ich so lange nicht an meinen eigentlichen Dingen gearbeitet habe.

Deshalb schreibe ich mein Ziel nun mehrmals die Woche auf. In meinem Fall lautet das: Ich werde in diesem Jahr zwei Bücher fertig schreiben und bei Amazon einstellen.

Wie sieht es mit Deinen Zielen aus?

Bist Du auf dem Weg dahin, oder hast Du Dich auch von der „Falle der günstigen Gelegenheiten“ ablenken lassen?

Bei seinen Zielen zu bleiben, erfordert Mut

Für mich ist der größte Verhinderungsfaktor, meine verdammt Angst vor Misserfolg. Dabei habe ich schon viele Misserfolge erlebt und vor allen Dingen auch überlebt. Aber gerade bei meinen Herzens-Zielen steht mir diese Angst vehement im Weg. Was, wenn ich die Dinge, die mir so unglaublich wichtig sind, nicht schaffe? Das weckt in mir ein wenig das Gefühl, als hätte ich dann mein ganzes Leben vergeigt.

Aber ist es in Wahrheit nicht so, dass man sein Leben nur dann vergeigt, wenn man nicht versucht hat, das zu tun, was man immer tun wollte? Der heimliche Gedanke, dass man an seinem Traum festhalten kann, wenn man sich nicht in die Gefahr des Misserfolgs begibt, ist bei genauer Betrachtung ein schwacher Trost. Aber genau diese Motivation spüre ich. Wenn ich so weitermache wie bisher, kann ich mein ganzes Leben lang denken, dass ich eigentlich eine begnadete Schriftstellerin gewesen wäre, wenn ich es denn getan hätte. Wenn ich es wirklich tue, muss ich vielleicht eines Tages feststellen, dass ich gar nicht das Zeug dazu habe.

Da wären wir wieder beim Realitäts-Check. Meine Zielsetzung ist nun, wirklich der Realität ins Auge zu schauen und mich zu stellen. In erster Linie muss ich mich dabei mir selbst stellen. Niemand wird mich so sehr verurteilen, wie ich es selbst tun würde.

Die Frage, die sich mir jetzt stellt, ist: Wie definiere ich Erfolg (in meinem Fall in der Schriftstellerei) wirklich?

Wird er sich an der Anzahl der fertigen Bücher messen? An den Verkaufszahlen? Bislang bin ich da etwas schwammig geblieben. Auch ein Trick des Unterbewusstseins, um mir noch eine Hintertür zu lassen. Aber so funktioniert das nicht.

Meine Aufgabe für den heutigen und morgigen Tag ist: Wie definiere ich Erfolg ganz konkret im Hinblick auf meine Herzens-Ziele?

Wie definierst Du Deinen ganz persönlichen Erfolg?

Tag 4-7 der Challenge

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Auch wenn ich nicht täglich darüber geschrieben habe, hat sich auf meinem Weg durch die Challenge Einiges für mich verändert. Erst dachte ich, ich mache einfach nur Commitments mit mir selbst, damit ich etwas zu berichten habe.

Aber im Lauf der letzten Tage hat sich allerhand Neues heraus kristallisiert. Ich schreibe ja schon seit vielen Jahren. Aber meist nur die ersten zwei Drittel eines Buches. Dann breche ich ab und fange ein Neues an. Warum? Ich habe in den letzten Tagen intensiv darüber nachgedacht. Wahrscheinlich, weil ich den Realititäts-Check fürchte. Meine Anforderungen als Viel-Leser sind immens hoch. Und immer wieder komme, bzw. kam ich an einen Punkt, wo ich mein Geschriebenes so sehr in Frage stellte, dass ich lieber abgebrochen habe, statt einfach zu Ende zu schreiben.Damit ist jetzt Schluss!

Die Quintessenz aus meiner (noch nicht beendeten) Challenge lautet:

Ich schreibe jetzt eines nach dem anderen dieser Bücher fertig. Ich nutze das Amazon KDP Programm und stelle sie einfach ins Netz. Dazu habe ich mir in den letzten drei Tagen einen detaillierten Plan ausgearbeitet.

Ich muss täglich 1500 Wörter schreiben

Ich darf kein neues Buch beginnen, bevor nicht eines der alten fertig ist.

Ich akzeptiere auch Misserfolge

Ich nehme mir nicht vor, den zweiten Harry Potter zu schreiben, sondern akzeptiere, dass jedes fertige Buch bereits ein Erfolg ist. Wenn es dann noch der eine oder andere lesen möchte, umso besser.

Die Krux mit den hohen Erwartungen an sich selbst

Ich vermute, dass das die Hauptblockade ist: Wir stellen zu hohe Erwartungen an uns selbst. Es gibt immer einen, der unser geplantes Projekt schon viel besser gemacht hat.

Aber wenn wir nicht dran bleiben, dann werden wir auch nie richtig gut werden. Diejenigen, die Riesenerfolge eingefahren haben, mussten ebenso an sich arbeiten. Sind auch durch die Täler der Selbstzweifel und Misserfolge gegangen. Und eines Tages – meist als sie gar nicht mehr damit gerechnet haben – kam der Erfolg.

Erfolg ist das Ergebnis von Arbeit und Inspiration

Es träumt sich so schön vom Erfolg über Nacht. Aber bei genauer Betrachtung hatte niemand wirklich Erfolg von heute auf morgen. Weil ich das Beispiel Harry Potter oben schon genannt habe. J.K. Rowling hat Jahre einsam vor sich hingeschrieben. Sie hat Unmengen Absagen von Verlagen und Agenten erhalten. Aber sie ist dran geblieben. Das waren harte, entbehrungsreiche Jahre.

Was uns von den Medien immer wieder erzählt wird, ist die Geschichte, wie J.K. Rowling im Zug saß und plötzlich die ganze Story vor ihrem geistigen Auge erschien. Das glaube ich gerne. Was aber öfter nicht erwähnt wird, ist die Zeit zwischen diesem Moment und dem Moment des Erfolgs, der ja erst nach dem Erscheinen des dritten Bandes so richtig in Erscheinung trat. Dazwischen lag Arbeit: Wort für Wort, Korrektur für Korrektur….

Das ist bisher die Quintessenz meiner Challenge: Ich werde schreiben. Tag für Tag, Wort für Wort. Und wenn es nur ist, damit ich mit eines Tages nicht den Vorwurf machen muss, dass ich es nicht einmal ernsthaft versucht habe.

Ich wünsche Euch weiterhin einen schönen Sommer und melde mich spätestens am Mittwoch, dem zehnten und letzten Tag meiner Challenge wieder.

 

Warum es nichts bringt, so zu sein wie andere Menschen uns gerne haben wollen

Mittelmaß ist keine gute Erfolgsstrategie

Die meisten Menschen beurteilen ihre Mitmenschen dahingehend, dass sie diese mit sich selbst vergleichen. Je ähnlicher man ihnen ist, desto besser schneidet man in ihrem Beurteilungsraster ab.

Wenn man davon ausgeht, dass jeder Mensch auf seiner Insel lebt, deren Bestandteile seine individuellen Erfahrungen, Werte, Eigenschaften sind, dann können viele Menschen  andere Menschen nur dann sympathisch finden,  wenn deren Insel aus ganz ähnlichen Bestandteilen besteht.

Das ist der Stoff, aus dem das Mittelmaß gewebt wird.

Aus diesen Bewertungsrastern kann man ausbrechen, in dem man bei sich selbst beginnt, die Insel der Anderen wertfrei zu betrachten und Interesse zu entwickeln.

Die Meinung der Anderen kritisch sehen

Die Meinung unserer Mitmenschen kann wertvolle Inspiration erhalten.  Aber bevor man diese Meinung für bare Münze nimmt, sollte man darauf schauen, was die Motivation zur Meinungsäußerung ist.

Wenn das Gegenüber zur Gruppe der Bewahrer gehört, versucht er/sie natürlich auch andere Menschen davon abzuhalten etwas Neues zu tun. Dann ist es besser, man bleibt in guter Distanz zu dieser Meinungsäußerung. Speziell dann, wenn man beabsichtigt in seinem Leben etwas zu ändern.

Bewahrer erkennt man daran, dass sie schon viele Jahre das Gleiche tun, selbst wenn sie damit gar nicht glücklich sind. Aber es ist sicher, deshalb gibt man es nicht auf.

Es sind auch die Menschen, die davon sprechen, dass man dies oder jenes einfach so macht, weil man es immer so gemacht hat.

Der Widerstand, wenn Du Dich veränderst

Bewahrer wollen nicht,  dass Du Dich veränderst. Sie kommentieren jede Deiner Anstrengungen negativ oder ignorieren sie. Diese Menschen werden Dich auf Deinem Weg keinen Schritt weiter bringen. Sie hängen sich wie Anker an Deinen Rockzipfel und versuchen Dich davon abzuhalten, Dein altes Leben zu verlassen.

Das liegt daran, dass Du Ihnen mit Deiner Aktivität Schmerz bereitest. Denn wenn Du einen Schritt weiter gehst, zeigst Du Ihnen ihren eigenen Stillstand erst auf. Sie sehen, dass Du Dich entwickelst und müssten eigentlich zugeben, dass sich Dein Leben verändert, während ihres stagniert. Und weil das zu schmerzlich wäre und auch nicht in ihr Weltbild passt, erklären sie Dich und Deine Pläne für verrückt oder undurchführbar. Sie versuchen Dich von der Veränderung abzuhalten, indem sie Dir Angst machen und Dich verunsichern. Das erspart ihnen (vermeintlich) den Schmerz der Erkenntnis. Auf lange Sicht gesehen funktioniert das natürlich nicht, aber es fühlt sich für diese Menschen einfacher an.

Sie meinen es nicht böse, aber sie wissen es nicht besser.

Menschen, die Dich fördern suchen, die anderen hinter Dir lassen

Schau die Menschen in Deiner Umgebung an. Wer hat ein offenes Ohr für Dich? Wem kannst Du Deine Ideen anvertrauen, ohne dass er/sie Dich bei der nächsten Gelegenheit bloß stellt und verrät? Wer baut Dich auf? Mit wem führst Du wohltuende, aufbauende Gespräche? Wer hilft Dir, Deine Gedanken weiter zu spinnen?

Wenn Du Dich entschieden hast, in Deinem Leben etwas zu verändern, dann solltest Du auch Dein Umfeld einer kritischen Prüfung unterziehen. Manchmal ist das ein guter Moment, um destruktive Kontakte abzubrechen und konstruktive Beziehungen aufzubauen. Unterschätze nicht den Einfluss der Menschen, die Dich umgeben.