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Die Blockade der unerledigten Dinge

Manchmal stellt sich die Frage, warum man in einem bestimmten Bereich (gedanklich) nicht weiter kommt. Wenn man dann genauer hinschaut, findet man eine Menge unerledigter Dinge, die ständig im Hinterkopf sitzen, und sich auf unangenehme Art bemerkbar machen.

Das können vollgestopfte Schränke oder nicht beantwortete Briefe sein. Bei anderen ist es die Buchhaltung, die schon vor Tagen fertig sein sollte, oder Auftragsarbeiten, deren Abgabefrist längst überschritten ist.

Was macht das mit uns?

Aus meiner Sicht ist jedes einzelne Ding davon eine Blockade. Während man über neue, spannende Aufgaben nachdenkt, schieben sich die unerledigten Dinge in den Vordergrund und machen sofort ein schlechtes Gewissen. Und die Reaktion darauf ist dann, dass man sich vornimmt, zuerst das Unerledigte zu erledigen, bevor man mit den neuen Dingen beginnt. Das wäre grundsätzlich ein vernünftiger Ansatz, funktioniert bei den meisten Menschen nur nicht, weil es meist damit endet, dass weder das Unerledigte noch das Neue in Angriff genommen wird. Und dann ist sie da:

Die Blockade

Blockaden entstehen sehr oft aus unerledigtem Kram, der unseren Kopf verstopft. Selbst wenn man sich dessen nicht bewusst ist, ist es da, das schlechte Gewissen.

Was kann man dagegen tun?

Mir hilft es sehr, wenn ich trotz Unerledigtem das Neue starte, wenn es in meinen Kopf kommt. Und aus diesem Flow heraus dann ganz schnell noch ein paar unerledigte Dinge mitmache. Für mich ist das Schlimmste, das bleierne Gefühl dass gar nichts weitergeht.

Daher versuche ich, möglichst beides in jeden Tag hinein zu packen. Zuerst das Neue, das Spaß macht, dann zwischendrin immer wieder einen Teil des Unerledigten. Und manches Mal mache ich große Erledigungs-Tage, an denen ich ganz viele Altlasten erledige.

Das Schöne an den unerledigten Dingen ist das befreite Gefühl, wenn man es dann doch noch geschafft hat, sie zu bewältigen. Man fühlt sich stark und organisiert. Das gibt so viel Auftrieb, dass man sich danach jedes Mal fragt, warum man das nicht schon viel früher gemacht hat?

Ganz schlecht ist, wenn man vor lauter schlechtem Gewissen über die Altlasten, die gegenwärtigen Dinge vernachlässigt, weil man sich (bewusst oder unbewusst) selbst bestraft. Man erlaubt sich nicht, die Gegenwart zu leben, weil aus der Vergangenheit noch so viel Arbeit wartet. Das ist der Stoff, aus dem depressive Verstimmungen sind.

Der erste Schritt ist, sich diesen Mechanismus bewusst zu machen. Dann gilt es, das Unerledigte ins Bewusstsein zu rufen, es aufzuschreiben und sich zu verzeihen, dass man es noch nicht erledigt hat.

Wenn man das geschafft hat, ist schon viel gewonnen. Und dann kommt der Schritt, dass man sich trotzdem erlauben muss, die Gegenwart zu leben und zu genießen. Aus dem wächst dann die Kraft, die Altlasten zu erledigen. Dann kommt Flow, dann darf auch wieder Freude sein und nicht nur ein Wust aus Scham und schlechtem Gewissen.

 

 

 

Tag 4-7 der Challenge

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Auch wenn ich nicht täglich darüber geschrieben habe, hat sich auf meinem Weg durch die Challenge Einiges für mich verändert. Erst dachte ich, ich mache einfach nur Commitments mit mir selbst, damit ich etwas zu berichten habe.

Aber im Lauf der letzten Tage hat sich allerhand Neues heraus kristallisiert. Ich schreibe ja schon seit vielen Jahren. Aber meist nur die ersten zwei Drittel eines Buches. Dann breche ich ab und fange ein Neues an. Warum? Ich habe in den letzten Tagen intensiv darüber nachgedacht. Wahrscheinlich, weil ich den Realititäts-Check fürchte. Meine Anforderungen als Viel-Leser sind immens hoch. Und immer wieder komme, bzw. kam ich an einen Punkt, wo ich mein Geschriebenes so sehr in Frage stellte, dass ich lieber abgebrochen habe, statt einfach zu Ende zu schreiben.Damit ist jetzt Schluss!

Die Quintessenz aus meiner (noch nicht beendeten) Challenge lautet:

Ich schreibe jetzt eines nach dem anderen dieser Bücher fertig. Ich nutze das Amazon KDP Programm und stelle sie einfach ins Netz. Dazu habe ich mir in den letzten drei Tagen einen detaillierten Plan ausgearbeitet.

Ich muss täglich 1500 Wörter schreiben

Ich darf kein neues Buch beginnen, bevor nicht eines der alten fertig ist.

Ich akzeptiere auch Misserfolge

Ich nehme mir nicht vor, den zweiten Harry Potter zu schreiben, sondern akzeptiere, dass jedes fertige Buch bereits ein Erfolg ist. Wenn es dann noch der eine oder andere lesen möchte, umso besser.

Die Krux mit den hohen Erwartungen an sich selbst

Ich vermute, dass das die Hauptblockade ist: Wir stellen zu hohe Erwartungen an uns selbst. Es gibt immer einen, der unser geplantes Projekt schon viel besser gemacht hat.

Aber wenn wir nicht dran bleiben, dann werden wir auch nie richtig gut werden. Diejenigen, die Riesenerfolge eingefahren haben, mussten ebenso an sich arbeiten. Sind auch durch die Täler der Selbstzweifel und Misserfolge gegangen. Und eines Tages – meist als sie gar nicht mehr damit gerechnet haben – kam der Erfolg.

Erfolg ist das Ergebnis von Arbeit und Inspiration

Es träumt sich so schön vom Erfolg über Nacht. Aber bei genauer Betrachtung hatte niemand wirklich Erfolg von heute auf morgen. Weil ich das Beispiel Harry Potter oben schon genannt habe. J.K. Rowling hat Jahre einsam vor sich hingeschrieben. Sie hat Unmengen Absagen von Verlagen und Agenten erhalten. Aber sie ist dran geblieben. Das waren harte, entbehrungsreiche Jahre.

Was uns von den Medien immer wieder erzählt wird, ist die Geschichte, wie J.K. Rowling im Zug saß und plötzlich die ganze Story vor ihrem geistigen Auge erschien. Das glaube ich gerne. Was aber öfter nicht erwähnt wird, ist die Zeit zwischen diesem Moment und dem Moment des Erfolgs, der ja erst nach dem Erscheinen des dritten Bandes so richtig in Erscheinung trat. Dazwischen lag Arbeit: Wort für Wort, Korrektur für Korrektur….

Das ist bisher die Quintessenz meiner Challenge: Ich werde schreiben. Tag für Tag, Wort für Wort. Und wenn es nur ist, damit ich mit eines Tages nicht den Vorwurf machen muss, dass ich es nicht einmal ernsthaft versucht habe.

Ich wünsche Euch weiterhin einen schönen Sommer und melde mich spätestens am Mittwoch, dem zehnten und letzten Tag meiner Challenge wieder.

 

Was würdest Du tun, wenn Du nichts tun müsstest?

Die Kraft der Dinge aus der Freiwilligkeit

Wenn Dir absolut keine Geschäftsidee einfallen möchte hilft,  wenn Du Dir vorstellst, dass Du gar nichts tun müsstest

.Was würdest Du dann mit Deinem Leben anfangen? Okay, mal am Strand in der Sonne liegen. Ist klar. Zwei Wochen oder zwei Monate glaube ich Dir, aber danach?

Wenn man sich fragt, womit man sein Geld verdienen will, ist das Hirn oft blockiert. Kaum kommt ein Gedanke aus dem Nebel aufgestiegen, schreit das Hirn: „Das ist doch keine Geschäftsidee! Damit kann man kein Geld verdienen! Das braucht doch keiner!

Viel leichter fällt die Ideenflut, wenn man sich erst einmal keinen wirtschaftlichen Überlegungen hingibt, sondern den Kern der Sache bearbeitet: Was möchte ich gerne tun? Manchmal wissen wir, was wir gerne sein würden, aber nicht was wir gerne TUN würden.

Womit würdest Du Deine Tage füllen?

Also angenommen, Du müsstest Dir um Geld keine Gedanken machen.

Würdest Du Dich für soziale Zwecken einsetzen? Oder etwas Künstlerisches tun? Würdest Du endlich das Buch schreiben, das Du schon so lange im Kopf hast? Oder würdest Du reisen und darüber schreiben?

Egal, was Dir hierzu einfällt, es ist ein guter Wegweiser auch zu Deiner Geschäftsidee. Nur die Dinge, die wir aus dem Herzen tun, zählen. Nur die haben die Kraft, Dich auch über schwierige Zeiten zu tragen. Es ist das Herz, das die Antwort weiß.