Noch einmal Kaizen

Kaizen ist eigentlich ein japanisches Management-Tool. Aber man kann es genau so gut für seinen Alltag anwenden. Da muss man nicht einmal bis ins letzte Detail der Kaizen Philosophie gehen. Im Grundsatz ist es nämlich ganz einfach:

Kaizen bedeutet: Stetige Verbesserung

Wir alle haben unsere Träume und Visionen (hoffentlich!) und befinden uns im Normalfall sehr weit weg vom Idealzustand. Bei vielen Menschen führt das dazu, dass sie im Träumen steckenbleiben, weil sie sich nicht vorstellen können, wie sie sich jederzeit so sehr verändern können, wie es notwendig wäre, um den Idealzustand zu erreichen. Es wirkt frustrierend und entmutigend.

Kaizen bietet die Lösung hierzu

Wenn wir uns überlegen, welcher kleine Schritt und täglich unserem Ziel ein kleines bisschen näher bringt, sind wir weiter wie fast alle unserer Mitmenschen. Die Zeit vergeht ja sowieso, ob wir uns in der Zeit positiv verändern oder noch träger, noch lustloser, noch mutloser werden, hängt ganz von uns ab.

Ein beliebtes Beispiel ist für mich die „Morgen-Diät“. Das ist die drastische Gewichtsreduktion, die ganz bestimmt morgen beginnt. Morgen wird alles anders sein. Wir werden morgen keinen Heißhunger auf Schokolade haben, wir werden uns morgen sicher nicht mit einem Berg Spaghetti vollstopfen. Das ist natürlich Quatsch. Wieso sollte morgen irgendetwas anders sein. Das Prinzip Kaizen macht Schluss mit diesen irrationalen Hoffnungen, sondern bringt uns in die Gegenwart.

Was kann ich heute tun?

Gehe ich heute mal 30 Minuten spazieren? Gehe ich vielleicht ab heute jeden Tag 30 Minuten spazieren? Und erhöhe ich nach ein paar Wochen auf 45 Minuten? Nehme ich mir heute nur die halbe Tafel Schokolade und die halbe Portion Spaghetti? All diese Entscheidungen werden über einen längeren Zeitraum Früchte tragen. Wir müssen nur die Hoffnung aufgeben, dass wir uns über Nacht verändern werden. Diese Hoffnung führt nämlich dazu, dass wir uns nie verändern.

Auch all die Menschen, die mit ihrem Haushalt auf Kriegsfuß stehen, profitieren von Kaizen. Räumen wir doch jeden Tag einen sehr kleinen Bereich auf. Aber wir tun es konsequent – jeden Tag. Nach ein paar Wochen oder Monaten ist es dann getan. Dann ist alles aufgeräumt und man fängt wieder von vorne an. Das alles passiert ohne Hauruck-Aktionen, ohne totale Erschöpfung.

Noch ein Beispiel: Der Schriftsteller der immer von seinem Roman träumt. Egal wie lange er davon träumt, so wird der Roman niemals ins Bücherregal kommen. Aber wenn der Schriftsteller jeden Tag auch nur 500 Worte schreibt, wird er nach ungefähr einem halben Jahr fertig sein.

Kleine Schritte, konsequent durchgeführt, führen zu großen Veränderungen

 

Die Entscheidung

Nach meiner Rückkehr aus dem Urlaub in Kroatien ist mir bewusst geworden, dass es sehr wichtig ist, mit sich selbst eine Vereinbarung zu treffen.

Ich gehöre ja bekanntlich zu den Menschen, die jeden Tag eine neue Idee produzieren können, aber sehr schnell auch wieder ihre Begeisterung verlieren. Das nervt mich (und leider auch meine Mitmenschen) nicht selten sehr. Denn oft passiert mir, dass ich die Begeisterung des einen Tages für ein Projekt zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr nachvollziehen kann.

Da ich im Urlaub die Morgendämmerung immer sehr gerne alleine am Strand verbringen, kann ich diese Zeit auch sehr gut nützen, um mir Gedanken über mein Leben zu machen. Das habe ich auch in Kroatien getan.

Und es war interessant, welch kraftvolle Impulse da aufgetreten sind. Unter anderem habe ich mir Gedanken über den roten Faden in meinen vielen verschiedenen Projekten gemacht. Gerade kurz vor dem Urlaub hatte ich nämlich bemerkt, dass ich wieder einmal zu viele Dinge gleichzeitig angefangen hatte.

Und wenn ich nun genau hinschaue, wo meine roten Fäden sind, dann gibt es zwei Punkte, die ich bevorzugt weiter verfolgen möchte. Ich habe das auch an bestimmten Hinweisen fest gemacht.

1. Ich schreibe gerne. Und ich werde meine Buch-Projekte (derer gibt es auch viele Unvollendete) nun strukturierter verfolgen. Vor allen Dingen werde ich die Themen bevorzugt behandeln, die mir wirklich ein Herzensanliegen sind. Bücher sind meine Welt und es ist doch ein schöner Hinweis, dass der Welttag des Buches genau an meinem Geburtstag ist.

2. Werde ich, so lange ich denken kann, „Manu“ gerufen. Die lateinische Bedeutung von „Manu“ ist „Hand“. Und ich träume schon so lange davon, dass ich etwas Kunsthandwerkliches machen möchte. Aber tief in mir sitzt, oder besser gesagt saß, ein Glaubenssatz, den mir meine Oma eingeimpft hat: Du hast zwei linke Hände und bist viel zu schlampig zum Handarbeiten. Diesen Glaubenssatz möchte ich nun ein für alle Mal überwinden. Und ich weiß auch bereits, was ich machen möchte, aber darüber werde ich erst berichten, wenn ich es in die Tat umgesetzt habe.

Und ich habe nun mit mir die unbedingte Vereinbarung getroffen, dass alles andere hinten anstehen muss und dass ich diese beiden Projekte für die Dauer von einem Jahr priorisiert verfolgen möchte. Wenn ich nach einem Jahr merke, dass es andere Projekte gibt, die mich mehr interessieren, dann darf ich mich wieder umentscheiden. Aber vorher nicht.

Warum schreibe ich das alles hier? Naja, zuerst einmal, um meiner Vereinbarung mit mir noch etwas mehr Gewicht zu geben, indem ich sie öffentlich mache. Und andererseits, weil ich mir vorstellen kann, dass es einigen von Euch vielleicht ganz ähnlich geht.

Es gibt einerseits die Menschen, die gerne etwas unternehmen würden, aber denen die Idee dazu fehlt. Die sind schon schlimm dran. Aber dann gibt es noch die Menschen, die am liebsten jeden Tag etwas anderes unternehmen möchten (zu denen ich leider gehöre) und die sind noch viel schlimmer dran.

Auch wenn man die Bücher von Barbara Sher gelesen hat und weiß, dass man mit dieser Veranlagung nicht alleine ist, dass es tausende Menschen mit noch mehr angefangenen Projekten gibt, ist es doch frustrierend, wenn man zwischenzeitlich das Gefühl hat, dass man vor lauter Angefangenem gar nicht mehr weiß, wo man nun weitermachen soll.

Tja, das ist mal mein Fazit dieser kurzen Auszeit in Kroatien. Ich werde Euch auf dem Laufenden halten. Natürlich werde ich meine Blogs weiterhin mit Artikeln füllen.

Ganz liebe Grüße und Euch allen einen schönen restlichen Sommer

Manu

 

Ferienzeit

Ich dachte eigentlich, dass ich es schaffen werde, auch in der Ferienzeit regelmäßig etwas zu schreiben, aber das gelingt mir nicht.

Aber genau das ist ja das Schöne am Mompreneur-Sein. Ich kann mir meine Zeit einteilen und jetzt einfach einmal die Ferien mit meinen Kindern genießen.

Ich hoffe, Ihr genießt die Ferien auch und wünsche Euch einen wunderschönen Sommer!

Manuela

Jede Tätigkeit kann beseelt werden

Wenn wir etwas mechanistisch tun, ist es nicht dasselbe, wie wenn wir es mit Hingabe und Liebe tun. Egal ob wir kochen, putzen oder im Garten arbeiten. Wenn wir dies widerwillig tun, werden wir niemals das gleiche Ergebnis erlangen, wie wenn wir unser Tun beseelen.

Oft haben gerade wir Mütter das Gefühl, dass wir uns im Kreis drehen. Gerade haben wir einen Riesenberg Wäsche gewaschen, getrocknet, gebügelt, aufgeräumt, schon liegt ein gleich großer Berg Wäsche erneut im Bad.

Mit dem Putzen ist es ganz ähnlich. War gestern alles sauber und ordentlich, herrscht heute ein großes Chaos. Wer will uns verübeln, wenn wir diese Aufgaben nur noch widerwillig angehen?

Widerwille blockiert uns 

Aber im Prinzip schaden wir uns mit dem Widerwillen nur selbst. Alles, was wir widerwillig tun, kostet uns viel mehr Energie, als Dinge, die wir gerne und mit Leichtigkeit tun.

Wie kann man Widerwillen in Hingabe verwandeln?

Manchmal gelingt es mir, die Arbeit, die rund um die Familie zu tun ist, als Liebesdienst an der Familie zu sehen. Dazu braucht es einen Willensimpuls. Ich muss ganz willentlich bereit sein, für meine Familie etwas zu tun. Und ich muss mir ganz willentlich vor Augen halten, wie viel mir meine Familie bedeutet.

Und immer wieder geht mir dabei der Abschnitt über die Arbeit aus „Der Prophet“ von Khalil Gibran durch den Kopf:

Über die Arbeit

Ein Landmann sagte: Sprich uns von der Arbeit.
Und er antwortet und sagte: Ihr arbeitet, um mit der Erde und der Seele der Erde Schritt zu halten. Denn müßig sein heißt, den Jahreszeiten fremd zu werden und auszuscheren aus dem Lauf des Lebens, das in Würde und stolzer Umgebung der Unendlichkeit entgegenschreitet. Wenn ihr arbeitet, seid ihr eine Flöte, durch deren Herz sich das Flüstern der Stunden in Musik verwandelt. Wer von euch wäre gern ein Rohr, stumm und still, wenn alles andere im Einklang singt?
Es ist euch immer gesagt worden, Arbeit sei ein Fluch und Mühsal ein Unglück. Aber ich sage euch, wenn ihr arbeitet, erfüllt ihr einen Teil des umfassendsten Traums der Erde, der euch bei der Geburt dieses Traums zugeteilt worden ist. Und wenn ihr Mühsal auf euch nehmt, liebt ihr das Leben wahrhaft, und das Leben durch Mühsal zu lieben, heißt mit dem innersten Geheimnis des Lebens vertraut zu sein. Aber wenn ihr in eurem Schmerz die Geburt ein Leid nennt und die Erhaltung des Fleisches einen Fluch, der euch auf die Stirn geschrieben steht, dann erwidere ich, dass nur der Schweiß auf eurer Stirn das wegwaschen wird, was geschrieben steht.
Es ist euch auch gesagt worden, das Leben sei Dunkelheit, und in eurer Erschöpfung gebt ihr wieder, was die Erschöpften sagten. Und ich sage, das Leben ist in der Tat Dunkelheit, wenn der Trieb fehlt, und aller Trieb ist blind, wenn das Wissen fehlt. Und alles Wissen ist vergeblich, wenn die Arbeit fehlt. Und alle Arbeit ist leer, wenn die Liebe fehlt. Und wenn ihr mit Liebe arbeitet, bindet ihr euch an euch selber und an einander und an Gott. Und was heißt, mit Liebe arbeiten?
Es heißt, das Tuch mit Fäden weben, die aus euren Herzen gezogen sind, als solle euer Geliebter dieses Tuch tragen. Es heißt, ein Haus mit Zuneigung bauen, als solle eure Geliebte in dem Haus wohnen. Es heißt, den Samen mit Zärtlichkeit säen und die Ernte mit Freude einbringen, als solle euer Geliebter die Frucht essen. Es heißt, allen Dingen, die ihr macht, einen Hauch eures Geistes einflößen. Und zu wissen, dass die selig Verstorbenen um euch stehen und zusehen.
Oft habe ich euch sagen hören, als sprächet ihr im Schlaf: „Der mit Marmor arbeitet und im Stein die Gestalt seiner Seele wiederfindet, ist edler als der, der den Boden pflügt. Und der den Regenbogen ergreift, um ihn auf einer Leinwand zum Ebenbild des Menschen zu machen, ist mehr als der, der die Sandalen für unsere Füße macht.“ Aber ich sage nicht im Schlaf, sondern in der Überwachheit der Mittagsstunde, dass der Wind zu den riesigen Eichen nicht süßer spricht als zum geringsten aller Grashalme. Und der allein ist groß, der die Stimme des Windes in ein Lied verwandelt, das durch seine Liebe noch süßer wird.
Arbeit ist sichtbar gemachte Liebe. Und wenn ihr nicht mit Liebe, sondern nur mit Widerwillen arbeiten könnt, lasst besser eure Arbeit und setzt euch ans Tor des Tempels und nehmt Almosen von denen, die mit Freude arbeiten. Denn wenn ihr mit Gleichgültigkeit Brot backt, backt ihr ein bitteres Brot, das nicht einmal den halben Hunger des Menschen stillt. Und wenn ihr die Trauben mit Widerwillen keltert, träufelt eure Abneigung ein Gift in den Wein. Und auch wenn ihr wie Engel singt und das Singen nicht liebt, macht ihr die Ohren der Menschen taub für die Stimmen des Tages und die Stimmen der Nacht

Coaching in Wandlungsphasen

Meine neue Seite http://manuelapusker.com ist online. Es geht um Coaching in Wandlungsphasen.

Hier ein kleiner Ausschnitt:

Immer wieder kommen wir als Menschen in Phasen unseres Lebens, in der die alten Muster und Gewohnheiten keinen Bestand mehr haben. Wir werden mit Krisen und Veränderungen konfrontiert, in denen wir uns erst zurecht finden und unseren Standpunkt neu definieren müssen.

„Coaching in Wandlungsphasen“  hilft Ihnen, den Zusammenhang der aktuellen Situation mit ihrer Biographie zu sehen. Oftmals versteht man Entwicklungen erst dann, wenn man sie im Gesamtzusammenhang betrachtet. Aus dieser Sicht heraus, erscheinen dann neue Handlungsmöglichkeiten und Entscheidungen können getroffen werden.

Seit 15 Jahren arbeite ich mit Menschen, die sich in Umbruchssituationen befinden und habe auch selbst mehrere Umbrüche gemeistert. Meine Arbeit konzentriert sich darauf, das innere Potenzial zu aktivieren.

Alle Menschen verfügen über ein breites Spektrum an Handlungsmöglichkeiten und inneren Ressourcen. Durch Routinen und Alltagstrott sind diese Ressourcen jedoch bei vielen Menschen in einem Schlummerzustand. Mein Anliegen ist, Ihnen zu helfen, diese Potenziale wieder nutzbar zu machen.

Meine besonderen Schwerpunktthemen sind:

–          (Wieder-) Eintritt ins Berufsleben – Wie finde ich meine Berufung?

–          Wechseljahre – Der Neubeginn in der Lebensmitte

–          Woher komme ich – wohin gehe ich? Biographiearbeit in schwierigen Zeiten

–          Spiritualität im Alltag

–          Die mythische Heldenreise in der Biographie

Sie können mich gerne kontaktieren unter: +43 (0) 664/3807434 oder manuela@pusker.at

oder über dieses Kontaktformular

Der Irrtum der Gründungsberatung

Wenn jemand sich auf den Weg in die Selbständigkeit macht, kommt oftmals die Gründungsberatung ins Spiel.

Ich behaupte: Die Gründungsberatung demotiviert junge Gründer mehr, als sie nützt.

1. Die Fachleute in der Gründungsberatung sind in den seltensten Fällen selbst Unternehmer. Das sind Leute, die Gründer und deren Ideen nach einer bestimmten Liste abarbeiten.

2. Wird der Unternehmensidee meist viel zu wenig Beachtung geschenkt. Die jungen Gründungswilligen werden darauf hingewiesen, dass sie nun eine Reihe von Aufgaben zu erledigen haben. Sie sollen einen Businessplan schreiben, der möglichst fünf Jahre in die Zukunft reicht.

3. Spätestens wenn die Leute der Gründungsberatung dem jungen Visionär klar machen, dass er sich in Zukunft um solche Dinge wie Buchhaltung, Bilanzen, Steuern und Recht kümmern muss, wird diesem der letzte Zahn gezogen.

Wo liegt der Grund für diese Diskrepanz?

Menschen mit einer Idee wollen ihre Idee umsetzen, sie der Welt nutzbar machen. Diese Idee ist aber oftmals noch gar nicht ausgereift. Der erste Schritt wäre, sich um die Ausarbeitung dieses Ideenfundaments zu kümmern. Aber dafür sind die Leute in der Gründungsberatung nicht geschult. Aber wenn man die Idee nicht zu Ende denkt, nicht schaut, wie man sie optimieren kann, dann ist es so, wie wenn man ein Haus baut und auf Keller und Erdgeschoss verzichtet.

Die Berater sind darauf geschult gründungswilligen Menschen die Verwaltung ihres (noch nicht bestehenden) Unternehmens beizubringen. Aber dies käme eigentlich erst viel später dran. Und darüber hinaus kann das alles ausgelagert werden. Niemand muss seine Steuererklärung selbst machen. Dafür gibt es sehr viele sehr gut ausgebildete Steuerberater. Gründer sollten sich darauf konzentrieren, dass ihre Idee gut ausgereift ist.

Der Begriff Entrepreneuer im Englischen bezeichnet diesen Gründertypus. Ein Entrepreneur ist ein Mensch, der sich einer Idee verschrieben hat und diese in ein Unternehmen verwandeln möchte. Ein Unternehmer im deutschen Sprachgebrauch ist ein Manager, einer der das Unternehmen hauptberuflich verwaltet.

Das sind zwei grundverschiedene Dinge.

So lange die Gründerberatung in diesem Geist arbeitet, wird sie wahrscheinlich Gründungen eher verhindern als fördern.

Ideen und Inspirationen aus dem Urlaub

Urlaub ist eine wunderbare Zeit, neue Inspirationen zu sammeln. Während man durch fremde Gassen bummelt, macht es Sinn, die Augen zu öffnen und zu schauen: Was gibt es hier, was es bei uns nicht gibt?

Produkte und Dienstleistungen finden

Immer wieder kann man auf Produkte und Dienstleistungen stoßen, die man zu Hause vielleicht ebenfalls gerne hätte. Das können die wunderbaren Speisen sein, oder ein besonderer Service, den man zu Hause vermisst.

Vielleicht taucht auch die eine oder andere DIY Idee auf. Es ist wunderbar inspirierend, unbekannte Wege zu gehen.

Ebenso kann man einfach mal die Seele baumeln lassen und darüber nachdenken, ob man wirklich auf dem richtigen Weg ist. Niemals ist der Zeitpunkt günstiger, als fernab vom Alltag und seinen Routinen.

Aus der Distanz wirkt alles klarer

Im Leben ist man eigentlich immer weitsichtig. Je näher etwas ist, desto verschwommener wirkt es. Erst wenn man es weit genug von sich weghält, kann man die Konturen scharf erkennen. Dazu ist der Urlaub die optimale Zeit.

Bloß keinen Freizeitstress im Urlaub

Wer seinen Urlaub so vollstopft mit Aktivitäten, dass für den scharfen Blick gar keine Zeit bleibt, nimmt sich viel. Aktivitäten sind toll. Sie aktivieren Areale des Gehirns, die im Alltag vielleicht brach liegen. Aber dazwischen darf es den Raum für die Gedanken geben,

Raum zwischen den Gedanken

Und dann ist da noch der Raum zwischen den Gedanken. Das ist eigentlich der kostbarste Raum. Es sind die kurzen Momente, in denen der Geist ganz frei ist. Ausgebrochen aus seinem Gehege, schwebt er über den Dingen und erkennt.

Wer es schafft, dieses magischen Momentes gewahr zu werden, darf sich gesegnet fühlen. Aus den Tiefen des Universums spricht etwas zu ihm.

Die leise Stimme der Inspiration

Was da spricht, ist die leise Stimme der Inspiration. Die kurzen Momente, in denen man reines Bewusstsein ist. Im Hintergrund nur das monotone Rauschen des Meeres oder das Zwitschern der Vögel. Der Kopf frei von Sorgen und Alltagslast. Und plötzlich ist er da: Der Moment der Erkenntnis! Diesen Moment zu erkennen und sich ganz durchdringen zu lassen ist eine wunderbare Erfahrung. Ich wünsche sie Euch allen, in diesem gerade beginnenden Sommer 2014.

 

 

Demotivation als Anschubkraft

Ja, richtig gelesen.

Demotivation als Anschubkraft ist nur ein scheinbarer Widerspruch. Denn wo sich heute Demotivation breit macht, muss ja irgendwann einmal Motivation gewesen sein.

Sich dem Gefühl der Demotivation stellen

Gerade jetzt, wenn die Sonne wieder scheint (okay, heute nicht), haben viele Menschen das Gefühl, vollkommen demotiviert zu sein, das zu tun, was sie zum Broterwerb tun müssen. Viel lieber würde man doch mit den Kindern ins Schwimmbad gehen. Stattdessen fährt man in Büros, die geprägt sind von schweißtreibenden Gemeinheiten von Architekten (ich meine Glasfronten), die teilweise nicht einmal zu verdunkeln sind.

Man versucht, trotz des gleisenden Sonnenlichts die Buchstaben auf dem Bildschirm zu entziffern und übt sich darin, die Hitze möglichst zu ignorieren.

Wenn man nicht gerade zur Berufsgruppe der Lehrer gehört, kommt zusätzlich noch das Betreuungsproblem für die Kinder auf einen zu.

Was hat das nun mit Demotivation als Anschubkraft zu tun?

Das möchte ich gerne weiter ausführen. Diese Momente, in denen einen bewusst wird, dass man eigentlich wie ein Lemming dem tagtäglichen Trott folgt, sind wunderbare Momente, sich zu überlegen, ob man nicht aus dem Strom ausscheren möchte.

Ja, und viele denken jetzt: „Ach, das ist einfacher gesagt, als getan.“ Genau! Das stimmt! Natürlich ist es einfacher gesagt (der geschrieben) als getan. Aber am Anfang steht der Wunsch. Dem Wunsch folgt der Gedanke. Dem Gedanken folgt die Vision, Der Vision folgt der Plan. Dem Plan folgt die Handlung.

Ein Schritt nach dem anderen

Es geht nicht darum, heute oder morgen, oder spätestens am Montag das Handtuch zu werfen. Sondern es geht darum, das leidige Gefühl der Demotivation, das Gefühl des Ausgeliefertseins einmal bewusst wahrzunehmen. Daraufhin kann man träumen, dann kann man noch mehr träumen, dann kann man Ideen sammeln, dann kann man Pläne schmieden….Und vielleicht, eines Tages, geht man zur Umsetzung.

Sein Leben neu zu denken ist ein Prozess

Wenn man beginnt sein Leben neu zu denken, setzt man Prozesse in Gang. Sobald man einmal die nagende Stimme im Inneren erhört, ihr Raum und Zeit zugestanden hat, passiert etwas. Plötzlich kommt ein Puzzleteil nach dem anderen ins Spiel und Möglichkeiten tun sich auf.

Sein berufliches Leben zu verändern ist kein Spaziergang

Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Wenn man sich entschlossen hat, niemals mehr etwas zu tun, was man nicht mit ganzem Herzen tun möchte, kommt nicht unbedingt zuerst der große Durchbruch. Das passiert nur ganz wenigen Menschen. Ich kennen keinen. Was zuerst kommt, ist ein Herumeiern, ein Suchen, ein Ausprobieren, ein Scheitern, ein neuer Versuch, ein kleiner Erfolg, dann lange nichts, dann wieder ein kleiner Erfolg, dann wieder ein Rückschlag….usw.

Aber das ist normal. Und wenn man sich die Erfolgsgeschichten vieler großer Menschen anschaut, dann hat diese Phase oft zehn oder noch mehr Jahre gedauert. Für die Öffentlichkeit wirkte es dann oft wie ein Erfolg über Nacht. Die lange Zeit davor hat ja niemand wahrgenommen.

Was haben erfolgreiche Menschen gemeinsam?

Erfolgreiche Menschen haben eines gemeinsam: Sie haben ein Ziel, eine Vision. Sie hatten eines Tages den Mut, den ersten Schritt zu tun um dieses Ziel zu verfolgen. Sie haben sich nicht von Misserfolgen, Rückschritten und Schwierigkeiten aufhalten lassen. Sie sind ihrem Ziel gefolgt, auch wenn es unbequem war. Sie sind ihren Weg gegangen, auch wenn sie oft Hohn und Spott ihrer Umgebung ertragen mussten.

Und eines Tages kam der Durchbruch

Eines Tages wurde das Manuskript von einem Verlag veröffentlicht und wurde zum Bestseller. Eines Tages haben sie einen Weg gefunden, ihre Erfindung zu produzieren. Eines Tages wurde ihre Methode erfolgreich. Eines Tages…….

Demotivation als erster Schritt

Aber bis dieser lang ersehnte erste Tag gekommen war, waren viele kleine Einzelschritte notwendig. Erfolgreiche Menschen waren auch eines Tages an dem Punkt, an dem sie die Entscheidung treffen mussten, sich ihrem Ziel zu widmen. Oftmals haben sie das neben ihrem Brotberuf gemacht. Die meisten Schriftsteller waren Vollzeit erwerbstätig, während sie ihre ersten Romane geschrieben haben. Aber sie haben ihre freie Zeit geopfert und haben sich auf ihren Hintern gesetzt und geschrieben. Wieder Andere nahmen bittere Armut in Kauf, um ihr Projekt weiter zu verfolgen. Aber immer war Unzufriedenheit mit dem Status quo der Antrieb, sich zu verändern.

Wo liegt Deine Demotivation?

Und wo liegt die Motivation begraben? Wenn Du Dich heute demotiviert fühlst, was könnte Dich motivieren? Welches Projekt wartet darauf, dass Du Dich ihm mit voller Motivation widmest.

Sei kein Opfer der Umstände

Viele Menschen sind der Meinung, dass sie Opfer ihrer Umstände sind. Dass sie nichts verändern können, weil….. (hier jede Ausrede einsetzen, die auch Du schon einmal gebraucht und die Du von anderen gehört hast).

Aber wenn nicht jetzt, wann dann?

Eines kann ich mit Nachdruck behaupten: Auf dem Sterbebett ist es zu spät. Zehn Jahre Arbeit mit Sterbenden haben mir gezeigt: Die meisten Menschen bereuen nicht, was sie getan, sondern die Dinge, die sich unterlassen haben. Aber in dem Moment, in dem diese Erkenntnis dann reift, auf dem Sterbett, ist es (zumindest für dieses Leben) definitiv zu spät.

Ich gehe sogar so weit, dass ich Properz zitieren möchte:

„In magnis et voluisse sat est!“ (In den großen Dingen genügt es auch, gewollt zu haben)

Es ist nämlich immer noch besser, es probiert zu haben, auch wenn es schlussendlich nicht erfolg war. Aber es nicht einmal probiert zu haben, ist das Schlimmste.

 

 

Die Bedeutung der Nische

Die meisten von uns können sehr viel – viel zu viel.

Wenn wir mit einer Idee auf den Markt gehen und uns dort einen Platz schaffen wollen, dann gibt es nur eines: Wählen wir eine Nische!

Die Bedeutung der unternehmerischen Nische

In einer Nische – und mag sie noch so klein sein – können wir uns mit geschicktem Marketing sehr rasch in eine Expertenposition begeben. Es gibt von jedem Gebiet tausend Untergebiete. Eines davon ist unsere Nische.

Ein paar Beispiel für Nischen und Nischenmarketing

Angenommen, Du bist Friseurin. Wenn Du alles anbietest von der Färbung bis zur Dauerwelle, dem modischen Kurzhaarschnitt….etc. bist Du eine Friseurin von vielen. Und Du bist austauschbar. Das Ende vom Lied ist, dass Du Dich über den Preis vermarkten musst. Viel Friseurleistung für wenig Geld. Das kann nicht Dein Ziel sein. Wenn Du Dich aber auf ein Problem oder einen Wunsch Deiner Kunden spezialisierst, kannst Du Dir einen Namen machen. Vor Kurzem habe ich einen Bericht über einen Friseursalon gesehen, der sich aufs Blondieren spezialisiert hat. DAS ist eine Nische. Oder die Behandlung von Schuppen ist eine Nische. Eine spezielle Schnitttechnik kann auch eine Nische sein…..und, und, und. Und Nischenmarketing ist viel, viel leichter als Du denkst. Da kannst Du praktisch sofort auf die Mundpropaganda setzen. So etwas spricht sich herum und Artikel in den Medien sind Dir umso gewisser, umso ausgefallener und spezieller Deine Nische ist.

Oder wenn Du einen Buchladen hast

Dann kannst Du das tun, was 99% aller Buchläden tun. Du führst von jedem Themengebiet ein paar Bücher, hast noch ein paar Non-Book-Produkte im Angebot und bist somit einer von vielen Buchläden. Austauschbar! Wenn Du Dich stattdessen auf alle Arten von Kinder- und Jugendbüchern oder auf Kochbücher (und vielleicht noch stylische Accessoires aus dem Non-Book-Bereich), oder (echte!) erotische Literatur, oder Esoterik, oder…oder…. spezialisierst, dann kannst Du Dir damit eine Nische schaffen, die tausend Mal lukrativer sein kann. Dann bist Du auch nicht gegen Amazon austauschbar, die blöderweise ein viel größeres Sortiment haben. Denn Du kennst Dich in Deiner Nische aus wie kein anderer. Bei Dir findet man die abgefahrensten Werke, die man ansonsten nie finden würde.

Oder wenn Du Therapeutin bist

Dann kannst Du alles therapieren. Vom Umgang mit der doofen Schwiegermutter über Ehekrisen bis zur schweren Psychopathologie. So wie alle anderen Therapeutinnen auch. Oder Du spezialisierst Dich auf einen Bereich und bietest hier Lösungswege an, die man bei keinem anderen Therapeuten in der Bandbreite finden kann.

Das sind nur drei von ungefähr drei Milliarden Beispielen (okay, vielleicht übertrieben – aber Du weißt, was ich meine).

Schau Dir Deine Branche mal an und überlege Dir, wo genau Du eine Nische finden kannst, in der Du Dir so viel Spezialwissen aneignen kannst, dass Dir niemand
Anderer das Wasser reichen kann.

Und hab keine Angst, dass die Nische zu klein ist. Aus meiner Sicht gibt es keine Nische, die auch nur annähernd zu klein ist um einen Anbieter auszulasten.

Was tun wir Bedeutsames?

Gestern habe ich einen sehr interessanten Artikel im Newsletter von Förster und Kreuz gelesen, in dem es darum ging, welche von den Dingen, die wir tun, denn wirklich bedeutsam sind.Der Artikel steht hier: Link zum Artikel

Mir hat das sehr zu denken gegeben. Machen wir nicht alle hin und wieder einfach mehr, statt dass wir etwas Bedeutsames machen? Ist nicht ein großer Teil der Aktivität darauf ausgelegt, am Ende des Tages lediglich produktiv gewesen zu sein?

Je länger ich darüber nachgedacht habe, desto mehr habe ich mich ertappt gefühlt. Auch mir fällt es oftmals leichter mehr, als etwas ganz Anderes – vielleicht Wichtigeres – zu tun.

Denn wenn man sich fragt, was es sein könnte, das die eigene Arbeit bedeutsam macht, kommt man (oder zumindest ich) in eine große Schleife des Nachdenkens.

Was ist bedeutsam?

Aus meiner Sicht es etwas dann bedeutsam, wenn es mir oder anderen Menschen wirklich hilft. Das kann ein Produkt, eine Erkenntnis, ein Mantra…whatever…sein.

Parameter der Bedeutsamkeit

Folgende Parameter der Bedeutsamkeit habe ich für mich persönlich erstellt:

Hilft das, was ich der Welt gebe….

…auch nur einem Menschen, um glücklicher zu sein?

…der Umwelt auch nur ein bisschen?

…um die eine oder andere Träne zu trocknen?

…jemandem, eine für ihn wichtige, Erkenntnis zu finden?

…jemandem, seine Sorgen für einen Moment zu vergessen?

Sicher fallen Dir noch viel mehr Parameter ein.

Und trotz meiner uneingeschränkten Hinwendung zum Thema Bedeutsamkeit, sehe ich auch eine kleine Falle in dem Thema.

Bedeutsamkeit als Falle

Wenn ich jede Idee, jeden Gedanken damit beschwere, dass er bedeutsam sein muss, dann bremse ich mich unter Umständen selbst ein. Manche Gedanken kommen nämlich zuerst einmal ganz bescheiden und unbedeutend daher. Erst wenn man sie weiter denkt, ausfeilt, in einen größeren Kontext stellt, werden sie bedeutsam.

Daher ist mein Fazit:

Ruhig auch mal scheinbar wenig Bedeutsames denken. Aber immer wieder prüfen, wo man in den Morast der Produktivität um ihrer selbst Willen abgeglitten ist.

Monatliche Zäsur

Ich finde es spannend, wenn man seine eigene Tätigkeit und Produktivität monatlich einer Zäsur unterzieht. Wo geht man ohne große Motivation die ausgetretenen Pfade, weil es bequem ist? Wo könnte man mit ein wenig Veränderung der Sache Bedeutung verleihen? Wo könnte man vielleicht sogar einen ganz neuen Gedanken zulassen?