Eigenschaften von Mompreneurs

Was ist ein Mompreneur?

Das Wort setzt sich zusammen aus Mom für Mutter und Entrepreneur für Unternehmerin. Schon die Reihenfolge im Wort selbst zeigt auf, worauf es Mompreneurs ankommt: Sie sind zuerst Mütter und in weiterer Folge Unternehmerin.

Kreative Mompreneurs basteln den Kindern einen Computer 🙂Computer_basteln

Woran erkennt man Mompreneurs?

Das ist eine Mutter, die mit Spuckwindel auf der Schulter und Nutella-verschmiertem T-Shirt ernsthafte Telefonate führt, während sie mit dem linken Fuß Legosteine zur Seite schiebt und mit dem rechten Fuß die Babywippe in Bewegung hält.

Quatsch, das stimmt gar nicht. So kann es sein, muss aber nicht.

Mompreneurs in der kritischen Phase einer Besprechung 🙂
Besprechung

Klischees engen ein

Und doch erweisen sie sich manchmal als richtig. Im Gegensatz zu Unternehmerinnen, die morgens mit gestärkter Bluse das Haus in Richtung Hightech-Büro verlassen, erledigen Mompreneurs einen Teil ihrer Arbeit von zu Hause aus. Sie bauen sich ihre Selbständigkeit um die Familie herum auf.

Kind und Job vereinen

Selbständigkeit von zu Hause aus ist manchmal klasse, weil es viele Freiheiten lässt und manchmal lästig, weil ein Teil der (Haus-)Arbeit oft unerledigt bleibt. Ich will nicht Schönmalen. Auch Mompreneur zu sein, hat seine Schattenseiten.
Aber wenn man Flexibilität sucht, überwiegen die Vorteile.
Wenn ein Kind krank ist, verschiebt man eben ein paar Termine oder macht die Arbeit am Abend. Und selbst wenn sich ein Termin mal nicht verschieben lässt, ist man meist nur zwei Stunden außer Haus und nicht acht oder zehn.

Auch eine Möglichkeit: Strenge Mompreneurs stecken ihre Kinder in eine Kiste 🙂
Kinder_in_Kiste

Was ist denn nun das Besondere?

Ich denke, das Besondere an Mompreneurs ist, dass sie ihre Entscheidung pro Familie getroffen haben. Sie sehen sich ebenso, wie sie sich als Unternehmerinnen sehen, in ihrer Rolle als Mütter und Haushaltsmanagerinnen. Sie möchten ihre Kinder nicht den ganzen Tag von anderen Menschen betreut wissen, sondern sie möchten mehr Zeit für ihre Familie, Wohnung oder Haus und Garten haben.

Klappt das denn?

Nicht immer. Und nicht zu allen Zeiten. Mompreneur ist auch ein Job. Und der fordert teilweise auch seinen Tribut. An manchen Tagen werden die Kinder trotzdem ganztags betreut sein. An anderen eben nicht.

Und was ist der große Unterschied zum Angestelltenverhältnis?

Die Flexibilität.

Und wie sieht es mit dem Verdienst aus?

Während man in einem Angestelltenverhältnis weiß, was man jeden Monat verdient (zumindest, solange der Arbteitgeber liquide ist), wissen das Mompreneurs oft nicht. Manchmal verdienen sie gut und manchmal nichts.

Das soll ein Vorteil sein?

So, wie ich es beschrieben habe, natürlich nicht. Aber man kann es durchaus auch positiv sehen: Während man in einem Angestelltenverhältnis nie mehr verdient, als im Dienstvertrag steht, kann es sein, dass unternehmerisch tätige Menschen weit mehr verdienen als sie sich zu träumen wagten.
Trotzdem muss man realistisch bleiben und als erstes Ziel setzen, dass man ein planbares Einkommen schafft, das sich in etwa in der Höhe eines Angestelltengehaltes bewegt. Das ist schon eine reife Leistung. Wenn man diesen ersten Schritt geschafft hat, kann man weitere Pläne schmieden. Nach oben ist alles offen.

Ist das nicht schrecklich zermürbend, wenn der Verdienst nicht gesichert ist?

Für manche Menschen ja. Darum muss man sich gut überlegen, wie das eigene Wertesystem aussieht. Wenn ganz oben auf der persönlichen Werteskala das Wort „Sicherheit“ steht, ist es wahrscheinlich besser, in einem Angestelltenverhältnis glücklich zu werden. Wenn dort oben aber „Flexibilität“ oder „Herausforderung“, oder Vereinbarung von Kind und Job steht, dann sollte man dem Gedanken doch einmal in Ruhe näher treten.

Entscheidung für das Leben als Mompreneur

Die Entscheidung für ein Leben als Mompreneur ist eine sehr persönliche. Es macht auch einen großen Unterschied, ob frau das Leben für die Familie ganz alleine bestreiten muss, oder ob es ein weiteres Familieneinkommen gibt. Es gibt eine Menge Mompreneurs, die das ganze Familieneinkommen verdienen. Aber je abhängiger die Familie von diesem Einkommen ist, desto besser muss geplant werden.
Da das Thema Geld so wichtig ist, gibt es dazu einen eigenen Punkt.
Weiter Informationen dazu findest Du unter dem Punkt: Geld, Geld, Geld

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