Frauengedanken

Wenn die Welt nicht in Ordnung scheint

Es gibt Tage, da ist meine Welt einfach nicht in Ordnung, zumindest fühlt es sich so an. Ich fühle mich dick und unattraktiv, ich habe das Gefühl, den Anforderungen des Tages nicht gewachsen zu sein oder ich bin einfach nicht da, wo ich gerne sein möchte.

Ganz oft habe ich auch das Gefühl, einfach nicht gesehen zu werden.

Das Gefühl nicht gesehen zu werden

Ich weiß nicht, ob das außer mir noch jemand kennt. Ich fühle mich oft so, als ob die ganze Welt nur meine Defizit wahrnimmt, nicht aber das, was mich ausmacht.

Das fühlt sich einsam und traurig an.

Aber ist dies wirklich so? Sieht die Welt nur meine Defizite, oder ist es eher so, dass ich selbst nur meine Defizite sehe und die anderen reagieren auf meine Sicht?

Ich weiß es nicht genau.

Die Welt der perfekten Frauen

Uns wird stets eine Welt gezeigt, in der Frauen immer strahlen, immer gut aussehen, immer erfolgreich sind und vor allen Dingen immer alles im Griff haben.

Ich gehöre da nicht dazu. Ich sehe oft scheiße aus, bin mürrisch, komme mit meiner Arbeit nicht weiter und habe genau gar nichts im Griff.

Dann fühle ich mich so, als ob ich einfach nicht dazu gehöre. Wie ein Alien.

Dann ziehe ich mich gerne in meine Kammer des Selbstmitleids zurück und bedauere meine Schicksal.

Sobald der Kopf wieder klar ist

Sobald der Kopf wieder klar ist, trete ich wieder vor die Tür meiner Kammer und schließe sie entschlossen. Gehe durch den Garten, schnuppere an den Rosen, erkenne was gut ist in meinem Leben und bin dankbar.

Anerkennen der eigenen Individualität

Und wenn ich dann sogar wieder eine Verbindung zu meinem Herzen aufnehmen kann, dann kann ich mich auch wieder mögen. Mit all meinen kruden Gedanken, mit meinem Hang zur Träumerei, mit meinem Chaos, das ich regelmäßig verursache.

So bin ich, irgendwie einzigartig, unkonventionell, nicht in ein Schema passend.

Nicht ins Schema passen

Und wenn mein Kopf klar ist, meine Verbindung zum Herzen aktiv und mein Blick wieder liebevoll, dann sehe ich, dass gerade die Menschen, die nicht ins Schema passen, gebraucht werden.

Die, die noch träumen

Die, die noch daran glauben, dass die Welt ein besserer Ort sein kann

Die, die noch alles hinterfragen

Die, die sich Geschichten ausdenken

Die, die nicht immer funktionieren, sondern auch mal innehalten und genauer hinsehen

Die, die Ecken und Kanten haben

Ich wünsche Euch allen da draußen, dass auch Ihr manchmal die Momente erleben könnt, an denen Ihr Euch annehmen könnt. Anerkennen, dass jeder Mensch wertvoll ist, dass jeder Mensch sein Stärken und Schwächen hat und dass genau dies die Eckpfeiler der Vielfalt sind.

Und wenn wieder Tage kommen, an denen Ihr glaubt, dass alle Anderen bessere Menschen sind, perfekter, leistungsfähiger, geduldiger, klüger….. erinnert Euch daran, was Eure Stärken und Eure liebenswerten Seiten sind.

Liebe Grüße

Manuela

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