Archiv der Kategorie: Uncategorized

Teilzeit – Mompreneurs Teil 1

Wir leben hier in unseren Breiten die Praxis, dass wir unser Leben um den Job herum bauen müssen. Aber in Wahrheit sollte es so sein, dass der Job sich um das Leben herum schmiegt. Dann wäre die Prioritätensetzung richtig.

Ich finde es sehr ungünstig, dass mehrere Menschen ihre Bedürfnisse um fixe Arbeitszeiten herum legen müssen. Das ist einer der Gründe, warum eine Selbständigkeit auf den ersten Blick familienfreundlicher ist.

Ist Selbstständigkeit wirklich familienfreundlicher?

Das hängt von verschiedenen Faktoren ab.

  1. Ist die Selbständigkeit meine einzige Einkommensquelle?
  2. Muss ich jeden Kundenwunsch erfüllen?
  3. Habe ich finanzielle Sorgen?

Wenn die Selbständigkeit die einzige Einkommensquelle ist, kann sie unter Umständen ebenso belastend und vereinnahmend sein, wie ein angestellter Job. Manchmal sogar noch schlimmer. Dann wird oft bis in die Nacht gearbeitet und der nächste Tag völlig übermüdet gestartet.

Wenn ich komplett abhängig bin, muss ich auch viel öfter jeden Kundenwunsch erfüllen. Manche Kunden spüren sehr gut, wie weit sie ihren Dienstleister in die Enge treiben können. Wenn man die Freiheit hat, NEIN sagen zu können, lebt man als Selbständiger entspannter.

Und dann kommen noch die Geldsorgen und finanziellen Probleme Selbständiger hinzu. Während man in einem Dienstverhältnis sein sicheres Einkommen  – meist soger 13 oder 14 Mal im Jahr – erhält, leben viele Selbständige von der Hand in den Mund. Dadurch wird man nicht zwingend entspannter. Nur wenn die Auftragslage über einen bestimmten Zeitraum gesichert ist, kann man seine Selbständigkeit wirklich genießen.

Was ist dann also die Lösung?

Ich persönlich komme immer mehr auf den Punkt, dass Teilzeit-Mompreneurs – zumindest für eine bestimmte Zeit – die besten Voraussetzungen haben. Es gibt ein Basiseinkommen über ein Angestelltenverhältnis und die Selbständigkeit kann langsam aufgebaut werden.

Teilzeit-Mompreneurs – wie kann das gehen?

Wenn man, sagen wir, 20 Stunden in einem Dienstverhältnis arbeitet, hat man eine Menge freier Zeit für die Familie. Die Teilzeit-Selbständigkeit wird dann in den Stunden ausgeführt, in der die Kinder entweder schlafen, anderweitig betreut sind oder an den Wochenenden. Je nachdem, welche Art von Unternehmen man betreibt, ist das leicht möglich. Auf diese Weise kann man sehr gut herausfinden, wieviel Zeit man für seine Selbständigkeit wirklich braucht, wie gut sich Kunden akquirieren lassen und wie viel man pro Stunde verdienen kann.

In den nächsten Artikeln möchte ich noch näher auf mögliche Kombinationen eingehen.

 

 

Hilfe, das Blog verwaist!

Mit Erschrecken musste ich feststellen, dass dieses Blog langsam aber sicher schon fast Staub ansetzt. Viel zu lange bin ich gar nicht dazu gekommen, hier wieder etwas zu schreiben. Das liegt daran, dass ich mit anderen Menschen gemeinsam ein neues und spannendes Projekt umgesetzt habe. Und zwar dieses hier: www.alteschuleedlach.com

Bei diesem Projekt geht es darum, komplementäres Lernen – als Ergänzung zum staatlichen Schulsystem – anzubieten und immer weiter zu entwickeln.

Statt sich darüber zu beklagen, dass Kinder nicht (mehr) gerne lernen, sich immer mehr hinter ihren diversen Monitoren verschanzen und keinerlei Interesse mehr am Leben und an der Welt haben, wollen wir mit unserem Projekt der Alten Schule Edlach in Kindern und auch Erwachsenen die Lust und die Freude am Lernen wecken. Noch sind wir in den Anfängen, aber ganz viele weitere Inhalte sind geplant und es lässt sich gut an. Eine Menge Menschen interessieren sich dafür und die ersten Angebote sind gut besucht.

Und da sind wir wieder beim Thema Mompreneur sein heißt ja nicht nur, Kinder zu haben und unternehmerisch zu arbeiten. Es kann ja auch heißen Unternehmen zu gründen, die unseren Kindern sogar einen großen Nutzen bringen.

In diesem Sinne findet man mich, wenn ich mich hier auch zeitweise rar mache, drüben auf dem Blog der Alten Schule Edlach. 

Mompreneurs, vereinigt Euch….

Ganz in diesem Sinne haben wir Mompreneurs uns nun zusammengeschlossen um gemeinsam Müttern, die den Start in die Selbstständigkeit wagen wollen, eine Plattform und Hilfestellung zu bieten. Den Bereich D-A-CH können wir schon weiträumig abdecken.

Esther Eisenhardt aus Berlin hat diesen Zusammenschluss möglich gemacht und uns alle miteinander vernetzt. Das Ergebnis ist großartig und Ihr könnt es finden unter www.mompreneurs.de.

Nun bekommt das Mompreneurs-Projekt eine viel größere Dynamik und wir können eine Menge Mütter erreichen und Hilfen anbieten.

Es ist eine großartige Sache und ich freue mich, unter diesem Dach ab Januar die ersten Meetups in Wien durchzuführen. Und wenn das Interesse groß ist, werden Graz, Eisenstadt und St. Pölten folgen.

Freud und Leid des Freiberuflers

Freiberufler sein hat seine Vor- und Nachteile.

Ich fange mal mit den Nachteilen an, damit ich bis zum Mittagessen fertig bin 🙂

Naja, der größte Nachteil ist: Man weiß nie, wie viel man verdient (und ob überhaupt!)

Der nächste Punkt ist: Man ist manchmal ziemlich einsam. Wen interessiert es schon, was man Tag für Tag in seinem stillen Kämmerlein so macht. Die meisten vermuten sowieso: Schlafen….oder anderes….ich will`s gar nicht sooo genau wissen… 🙂

Tja und dann gibt es auch gewissen Vorteile

Man kann arbeiten, wo immer man sich befindet. Ob das nun im Kaffeehaus gegenüber der Schule des Kindes oder im Urlaub auf dem Campingplatz oder dem Hotel ist. Es ist einfach ganz egal. Dies ist ein unglaublicher Freiheitsfaktor, den ich nicht mehr gerne hergeben möchte.

Ebenso kann ich in einer schlaflosen Nacht aufstehen, mein Laptop einschalten und arbeiten, statt mich unruhig von einer Seite auf die andere zu wälzen. Und wenn ich dann um zehn Uhr müde werde, kann ich mich ein Stündchen aufs Ohr hauen.

All diese Punkte bringen mich dazu, nicht aufzugeben. Immer weiter daran zu arbeiten, dass meine Arbeit besser und besser wird. Denn für mich ist eines klar: Ich kann mir als Mutter nicht vorstellen, dass ich abends abgehetzt nach Hause komme und kaum noch in der Lage bin, zuzuhören, wenn meine Kinder mir etwas erzählen wollen.

Deshalb nehme ich die Nachteile in Kauf und arbeite an mir und versuche, trotz zeitweiliger Misserfolgen und Fehlschlägen den Glauben an mich und meine Arbeit nicht zu verlieren.

Und ich wünsche vielen Müttern, dass sie für sich einen guten Weg finden, wie sie Kind und Job gemeistert bekommen.

Noch einmal Kaizen

Kaizen ist eigentlich ein japanisches Management-Tool. Aber man kann es genau so gut für seinen Alltag anwenden. Da muss man nicht einmal bis ins letzte Detail der Kaizen Philosophie gehen. Im Grundsatz ist es nämlich ganz einfach:

Kaizen bedeutet: Stetige Verbesserung

Wir alle haben unsere Träume und Visionen (hoffentlich!) und befinden uns im Normalfall sehr weit weg vom Idealzustand. Bei vielen Menschen führt das dazu, dass sie im Träumen steckenbleiben, weil sie sich nicht vorstellen können, wie sie sich jederzeit so sehr verändern können, wie es notwendig wäre, um den Idealzustand zu erreichen. Es wirkt frustrierend und entmutigend.

Kaizen bietet die Lösung hierzu

Wenn wir uns überlegen, welcher kleine Schritt und täglich unserem Ziel ein kleines bisschen näher bringt, sind wir weiter wie fast alle unserer Mitmenschen. Die Zeit vergeht ja sowieso, ob wir uns in der Zeit positiv verändern oder noch träger, noch lustloser, noch mutloser werden, hängt ganz von uns ab.

Ein beliebtes Beispiel ist für mich die „Morgen-Diät“. Das ist die drastische Gewichtsreduktion, die ganz bestimmt morgen beginnt. Morgen wird alles anders sein. Wir werden morgen keinen Heißhunger auf Schokolade haben, wir werden uns morgen sicher nicht mit einem Berg Spaghetti vollstopfen. Das ist natürlich Quatsch. Wieso sollte morgen irgendetwas anders sein. Das Prinzip Kaizen macht Schluss mit diesen irrationalen Hoffnungen, sondern bringt uns in die Gegenwart.

Was kann ich heute tun?

Gehe ich heute mal 30 Minuten spazieren? Gehe ich vielleicht ab heute jeden Tag 30 Minuten spazieren? Und erhöhe ich nach ein paar Wochen auf 45 Minuten? Nehme ich mir heute nur die halbe Tafel Schokolade und die halbe Portion Spaghetti? All diese Entscheidungen werden über einen längeren Zeitraum Früchte tragen. Wir müssen nur die Hoffnung aufgeben, dass wir uns über Nacht verändern werden. Diese Hoffnung führt nämlich dazu, dass wir uns nie verändern.

Auch all die Menschen, die mit ihrem Haushalt auf Kriegsfuß stehen, profitieren von Kaizen. Räumen wir doch jeden Tag einen sehr kleinen Bereich auf. Aber wir tun es konsequent – jeden Tag. Nach ein paar Wochen oder Monaten ist es dann getan. Dann ist alles aufgeräumt und man fängt wieder von vorne an. Das alles passiert ohne Hauruck-Aktionen, ohne totale Erschöpfung.

Noch ein Beispiel: Der Schriftsteller der immer von seinem Roman träumt. Egal wie lange er davon träumt, so wird der Roman niemals ins Bücherregal kommen. Aber wenn der Schriftsteller jeden Tag auch nur 500 Worte schreibt, wird er nach ungefähr einem halben Jahr fertig sein.

Kleine Schritte, konsequent durchgeführt, führen zu großen Veränderungen

 

Die Entscheidung

Nach meiner Rückkehr aus dem Urlaub in Kroatien ist mir bewusst geworden, dass es sehr wichtig ist, mit sich selbst eine Vereinbarung zu treffen.

Ich gehöre ja bekanntlich zu den Menschen, die jeden Tag eine neue Idee produzieren können, aber sehr schnell auch wieder ihre Begeisterung verlieren. Das nervt mich (und leider auch meine Mitmenschen) nicht selten sehr. Denn oft passiert mir, dass ich die Begeisterung des einen Tages für ein Projekt zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr nachvollziehen kann.

Da ich im Urlaub die Morgendämmerung immer sehr gerne alleine am Strand verbringen, kann ich diese Zeit auch sehr gut nützen, um mir Gedanken über mein Leben zu machen. Das habe ich auch in Kroatien getan.

Und es war interessant, welch kraftvolle Impulse da aufgetreten sind. Unter anderem habe ich mir Gedanken über den roten Faden in meinen vielen verschiedenen Projekten gemacht. Gerade kurz vor dem Urlaub hatte ich nämlich bemerkt, dass ich wieder einmal zu viele Dinge gleichzeitig angefangen hatte.

Und wenn ich nun genau hinschaue, wo meine roten Fäden sind, dann gibt es zwei Punkte, die ich bevorzugt weiter verfolgen möchte. Ich habe das auch an bestimmten Hinweisen fest gemacht.

1. Ich schreibe gerne. Und ich werde meine Buch-Projekte (derer gibt es auch viele Unvollendete) nun strukturierter verfolgen. Vor allen Dingen werde ich die Themen bevorzugt behandeln, die mir wirklich ein Herzensanliegen sind. Bücher sind meine Welt und es ist doch ein schöner Hinweis, dass der Welttag des Buches genau an meinem Geburtstag ist.

2. Werde ich, so lange ich denken kann, „Manu“ gerufen. Die lateinische Bedeutung von „Manu“ ist „Hand“. Und ich träume schon so lange davon, dass ich etwas Kunsthandwerkliches machen möchte. Aber tief in mir sitzt, oder besser gesagt saß, ein Glaubenssatz, den mir meine Oma eingeimpft hat: Du hast zwei linke Hände und bist viel zu schlampig zum Handarbeiten. Diesen Glaubenssatz möchte ich nun ein für alle Mal überwinden. Und ich weiß auch bereits, was ich machen möchte, aber darüber werde ich erst berichten, wenn ich es in die Tat umgesetzt habe.

Und ich habe nun mit mir die unbedingte Vereinbarung getroffen, dass alles andere hinten anstehen muss und dass ich diese beiden Projekte für die Dauer von einem Jahr priorisiert verfolgen möchte. Wenn ich nach einem Jahr merke, dass es andere Projekte gibt, die mich mehr interessieren, dann darf ich mich wieder umentscheiden. Aber vorher nicht.

Warum schreibe ich das alles hier? Naja, zuerst einmal, um meiner Vereinbarung mit mir noch etwas mehr Gewicht zu geben, indem ich sie öffentlich mache. Und andererseits, weil ich mir vorstellen kann, dass es einigen von Euch vielleicht ganz ähnlich geht.

Es gibt einerseits die Menschen, die gerne etwas unternehmen würden, aber denen die Idee dazu fehlt. Die sind schon schlimm dran. Aber dann gibt es noch die Menschen, die am liebsten jeden Tag etwas anderes unternehmen möchten (zu denen ich leider gehöre) und die sind noch viel schlimmer dran.

Auch wenn man die Bücher von Barbara Sher gelesen hat und weiß, dass man mit dieser Veranlagung nicht alleine ist, dass es tausende Menschen mit noch mehr angefangenen Projekten gibt, ist es doch frustrierend, wenn man zwischenzeitlich das Gefühl hat, dass man vor lauter Angefangenem gar nicht mehr weiß, wo man nun weitermachen soll.

Tja, das ist mal mein Fazit dieser kurzen Auszeit in Kroatien. Ich werde Euch auf dem Laufenden halten. Natürlich werde ich meine Blogs weiterhin mit Artikeln füllen.

Ganz liebe Grüße und Euch allen einen schönen restlichen Sommer

Manu

 

Ferienzeit

Ich dachte eigentlich, dass ich es schaffen werde, auch in der Ferienzeit regelmäßig etwas zu schreiben, aber das gelingt mir nicht.

Aber genau das ist ja das Schöne am Mompreneur-Sein. Ich kann mir meine Zeit einteilen und jetzt einfach einmal die Ferien mit meinen Kindern genießen.

Ich hoffe, Ihr genießt die Ferien auch und wünsche Euch einen wunderschönen Sommer!

Manuela

Die Angst zum Freund machen

Manchmal tritt etwas in unser Leben, vor dem wir uns fürchten. Oftmals handeln wir dann aus dem gewohnheitsmäßigen Fluchtreflex heraus. Wir verdrängen oder flüchten vor der Situation.

Dabei ist die Angst ein sehr kraftvolles Potenzial.

Wenn wir es schaffen, nicht sofort unseren Reflexen zu verfallen, kann uns die Angst dahin geleiten, wohin wir schon immer wollten, aber aus Trägheit nicht gegangen sind.

Was passiert, wenn wir Angst haben?

Unser Körper schüttet eine Menge Adrenalin aus. Normalerweise verwenden wir dieses dann, um die Beine unter die Arme zu nehmen und zu rennen. Das ist in akut bedrohlichen Situationen auch oft eine gute Wahl.

Aber die wenigsten Situationen in unserem Leben sind so akut bedrohlich, dass wir sofort wegrennen müssen.

Wenn wir kurz innehalten und schauen, was die Alternative sein könnte, dann kommen wir schnell an den Punkt, dass diese Angst ein riesiges Potenzial in uns frei legt.

Wie können wir also vorgehen?

1. Stellen wir uns der Angst

2. Entwerfen wir eine Strategie. Wie können wir die Angst nicht nur für dieses Mal besiegen, sondern uns für die Zukunft unglaublich viel stärker machen? Was braucht es dazu?

3. Suchen wir uns einen Mentor. Wer könnte uns auf diesem Weg helfen? Wen kennen wir, der uns begleiten kann?

4. Gehen wir diesen Weg. Auch und gerade dann, wenn er unbequem ist. Die bequemen Wege führen uns nirgendwo hin. (Doch auf die Couch, aber da ändert sich selten was!)

5. Starren wir nicht auf das Ende des Weges wie das Kaninchen auf die Schlange, sondern gehen wir jeden Schritt voll bewusst.

6. Achten wir darauf, was uns im Verlauf dieses Weges noch begegnet.

Idealerweise geht man einen Weg sowohl körperlich als auch spirituell. Wenn wir alle unsere Kräfte bündeln, sind wir zu ungewöhnlichen Taten fähig.

Leider bietet der Alltag uns meist wenig Anregung diesen Weg zu gehen. Solange alles irgendwie funktioniert, sehen wir keine Notwendigkeit. Wir wachsen nicht über uns hinaus.

Daher ist es gut, wenn wir Ausnahmesituationen sehen als das was sie sind: Wege zum Wachstum, zur Veränderung.

Übrigens: Nicht nur Angst, auch Wut, Verzweiflung etc. können gute Motivatoren sein.

 

 

Liebster-Award

liebster-award

So, nun komme ich endlich dazu, die Fragen von Peggy www.mum02.com , die sie im Rahmen des „Liebster Awards“ gestellt hat, zu beantworten.

Der „Liebster Award“ funktioniert so:

•    Verlinke die Person, die Dich verlinkt hat.
•    Beantworte die elf Fragen dieser Person.
•    Finde elf Blogger mit weniger als 200 Followern (wie auch immer das gemeint ist, oft ja gar nicht ersichtlich)
•    Denk dir elf neue Fragen für diese Blogger aus.

Peggys Fragen und meine Antworten

1. Hand aufs Herz – wieso bloggst du?

Ich blogge, weil ich gerne schreibe und weil es so viele Dinge gibt, die mir ständig durch den Kopf gehen und über die ich mich gerne austauschen möchte.

2. Woher nimmst Du die Zeit dafür?

Ich sehe bloggen als Teil meines Berufes als Mitglied der schreibenden Zunft. Daher blogge ich in meiner Arbeitszeit als Freiberuflerin.

3. Für die Mamas und Papas: Gibt es Dinge in puncto Vereinbarkeit, die Du gerne von anderen Ländern und Kulturen nach Deutschland (in meinem Fall nach Österreich) importieren würdest?

Nein, ich sehe weder die skandinavischen Länder noch andere Länder, deren Situation ich kenne, als optimal an. Am meisten haben mich allerdings die amerikanischen Mompreneurs inspiriert. Ich finde, dass jeder Mensch seinen eigenen Weg finden muss, um Kind und Job unter einen Hut zu bringen. Der Weg, den ich bevorzuge, ist das Leben in der beruflichen Selbständigkeit. Das ist zwar nicht jederfraus Sache, aber für die, die es interessiert, stelle ich auf meinem Blog Informationen und Inspirationen zur Verfügung.

4. Ein Blick in die Zukunft: Wird es in 10 Jahren in Deutschland (oder Österreich) einfacher sein, Familie und Job zu vereinbaren?

Das wird an uns selbst liegen. Ich denke, wir haben so viele Freiheiten, dass jeder von uns sein Modell finden und leben kann. Einfacher wird es dann, wenn Mütter (und Väter) nicht nach vorgegebenen Lösungen suchen, sondern sich ihre individuellen Lösungen selbst kreieren. Dazu gehört allerdings, dass man die Verantwortung für sein Leben nicht der Politik oder der Wirtschaft übergibt, sondern dass man als freier Bürger seinen eigenen Lebensweg sucht und findet. Daher kann ich nicht prognostizieren, wie sich die Situation generell verändert. Ich glaube daran, dass immer mehr Familien erkennen, dass sie wesentlich mehr Handlungsfreiraum haben, als sie bisher genutzt haben.

5. Wie sieht Deiner Meinung nach die ideale Arbeitswelt aus?

Meiner Meinung nach sieht, die die ideale Arbeitswelt so aus, dass die Menschen sich noch viel mehr fragen, wo sie ihre Qualitäten und Ressourcen haben und diese kreativ einsetzen. Eine ideale Arbeitswelt sehe ich auf jeden Fall nicht da, wo man einen 9 to 5 Job machen muss, ohne die Bedürfnisse der Familie zu beachten. Wir können es uns erlauben, viel freier zu selbstbestimmter zu agieren, als wir das bisher tun. Ich glaube, dass das Sicherheitsdenken ein großer Hemmschuh ist, um die ideale Arbeitswelt für sich zu schaffen. Die Herausforderung wird sein, dass jeder für sich eine Ausgewogenheit herstellen muss, zwischen einem gesunden Streben nach Sicherheit und größtmöglicher Freiheit. Das können nur individuelle Lösungen sein, da jeder Mensch anders ist und andere Rahmenbedingungen braucht. Vorgefertigte Lösungen können immer nur einen Teil der Menschen zufrieden stellen.

6. Bist Du/wärst Du lieber angestellt oder selbständig

Ich bin seit 18 Jahren selbständig – mit allen Höhen und Tiefen – und für mich ist das ideal. Allerdings kann ich die Unsicherheiten, die die Selbständigkeit mit sich bringt, auch gut aushalten. Wie oben schon bemerkt, sind wir alle sehr unterschiedlich. In meinem Wertesystem steht ganz oben: Freiheit, Unabhängigkeit, Flexibilität.

7. Stadt oder Land

Ich lebe auf dem Land und möchte keinesfalls wieder in die Stadt ziehen. Ich brauche die unberührte Natur um meinen Geist zu beruhigen. Der Lärm und der Trubel der Stadt sind mir zu anstrengend. Ich gehe lieber durch den Wald als durch die Fußgängerzone.

8. All Inclusive oder Abenteuerurlaub?

Für mich ist Urlaub eine Möglichkeit Länder und Menschen kennen zu lernen. Es muss kein Abenteuer-Urlaub sein, aber ich nehme gerne Stimmungen und Qualitäten des Urlaubslandes auf. Dazu gehört genügend Zeit um sich unter die Menschen zu mischen. Das ist mit Kindern nicht ganz einfach. Daher muss ich derzeit diesbezüglich Kompromisse machen.

9. Dein Lieblingsbuch

Dazu könnte ich ein eigenes Blog füllen. Ich bin leidenschaftliche Leserin und habe mehrere tausend Bücher. Derzeit lese ich gerade von Stephen Kind „Vom Leben und vom Schreiben“ und finde es sehr gut. Ich lese alle möglichen Genre: Thriller, Chick-Lit, Sachbücher, Krimi…… Für mich ist es spannend, zu erfahren, wie die Autoren ticken.

10. Körper – Geist – Seele – Was ist Dein Rezept um mit Dir selbst in Einklang zu kommen?

Meine geistige Heimat ist die Anthroposophie, aber ich beschäftige mich auch mit Lehren aus dem Buddhismus und anderen Richtungen. Für mich ist die Erkenntnis elementar, dass die sichtbare Welt nur einen Bruchteil dessen ist, was um uns herum webt und wirkt. Das lässt die Sorgen des Alltags auf ein erträgliches Maß schrumpfen und öffnet den Blick für größere Zusammenhänge.

11. Angenommen, eine Fee gewährt Dir drei Wünsche: Was möchtest Du sein oder haben?

1. Ich würde gerne (noch mehr) die Möglichkeit haben, Menschen zu helfen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens geboren sind.

2. Ich würde mir wünschen, dass wir aufhören, Menschen, Tiere und die ganze Natur zu versklaven.

3. Ich wünsche mir, eines Tages einen Bestseller zu schreiben.

So, nun meine Fragen an Euch:

1. Wer ist Dein Vorbild?

2. Welches Land fasziniert Dich am meisten, und warum?

3. Welche Erfahrung wünschst Du Dir für Dein Kind/Deine Kinder?

4. Welche Erfahrung möchtest Du Deinem Kind/Deinen Kindern auf jeden Fall ersparen?

5. Was ist Dein größtes Talent?

6. Was ist Deine größte Schwäche?

7. Wie könntest Du Deine größte Schwäche als Ressource nutzen?

8. Was möchtest Du der Welt hinterlassen?

9.Warum ist es gut, dass Du auf der Welt bist?

10. Welche drei Werte sind Dir am wichtigsten?

11. Wie sieht Dein ideales Leben aus?

Und hier meine nominierten Blogs:

http://www.fraunilsson.blogspot.co.at/

http://www.family-travel-planner.com/

http://www.michalogie.de/

http://miriamcovi.de/blog/

http://merlanne.wordpress.com/

http://kristineliest.blogspot.de/

http://www.meincomputerkind.de/

http://ournewcleanhabits.blogspot.de/

http://juttawilke.blogspot.co.at/

http://www.juramama.de/

http://www.elkepeetz.de/

http://mama-im-job.de/

http://opas-blog.de/

http://wienmitkind.at

Mama braucht Mut

Gerade bin ich in den letzten Zügen zu meinem zweiten Ebook. Es heißt: „Mama braucht Mut – sich zu verändern“.

Und je länger ich gestern und heute über die Einleitung nachdachte, desto mehr wurde mir klar, dass wir Mütter den größten Mut bereits bewiesen haben, indem wir Mütter wurden.

Was soll so eine Selbständigkeit schon anrichten? Nichts auf der Welt wird unser Leben noch einmal so durcheinander wirbeln wie unser erstes (und zweites und drittes, viertes) Kind. Keine Entscheidung hat mehr Konsequenzen für unser Leben.

Als wir das erste Mal schwanger wurden, wussten wir nicht im Geringsten, was uns erwarten würde. Ich zumindest nicht. Und nicht nur das, ich war bei jedem weiteren Kind wieder völlig überrascht, was sich NOCH alles verändern kann.

Mittlerweile habe ich vier davon und wahrscheinlich habe ich mehr Katastrophen überstanden als mancher Vorstandsvorsitzende eines Dreibuchstabenunternehmens und mehr Menschenleben gerettet als mancher Unfallchirurg. Und da mache ich mir Gedanken, wie ich mich vermarkten will?

Und doch, auch die Selbständigkeit ist wie ein Baby. Mit dem einen Unterschied, dass sie nicht einfach in unserem Bauch wächst. Wir müssen sie TUN.

Deshalb habe ich dieses zweite Buch geschrieben, und werde es noch vor Ostern veröffentlichen. Versprochen!

Hier das Cover zu „Mama braucht Mut“

Mama_braucht_Mut-01_Cover

Und hier ist das Cover und der Link zu „Mama macht Business“, das bereits seit einigen Wochen online ist:

Mama_macht_Business_cover

 

Und hier ein – zugegeben qualitativ schlechtes – Selfie von heute Morgen 🙂

20140409_095000-1