Archiv der Kategorie: Kinderwelt

Alles rund um die liebe Kleinen

Was tun wir Bedeutsames?

Gestern habe ich einen sehr interessanten Artikel im Newsletter von Förster und Kreuz gelesen, in dem es darum ging, welche von den Dingen, die wir tun, denn wirklich bedeutsam sind.Der Artikel steht hier: Link zum Artikel

Mir hat das sehr zu denken gegeben. Machen wir nicht alle hin und wieder einfach mehr, statt dass wir etwas Bedeutsames machen? Ist nicht ein großer Teil der Aktivität darauf ausgelegt, am Ende des Tages lediglich produktiv gewesen zu sein?

Je länger ich darüber nachgedacht habe, desto mehr habe ich mich ertappt gefühlt. Auch mir fällt es oftmals leichter mehr, als etwas ganz Anderes – vielleicht Wichtigeres – zu tun.

Denn wenn man sich fragt, was es sein könnte, das die eigene Arbeit bedeutsam macht, kommt man (oder zumindest ich) in eine große Schleife des Nachdenkens.

Was ist bedeutsam?

Aus meiner Sicht es etwas dann bedeutsam, wenn es mir oder anderen Menschen wirklich hilft. Das kann ein Produkt, eine Erkenntnis, ein Mantra…whatever…sein.

Parameter der Bedeutsamkeit

Folgende Parameter der Bedeutsamkeit habe ich für mich persönlich erstellt:

Hilft das, was ich der Welt gebe….

…auch nur einem Menschen, um glücklicher zu sein?

…der Umwelt auch nur ein bisschen?

…um die eine oder andere Träne zu trocknen?

…jemandem, eine für ihn wichtige, Erkenntnis zu finden?

…jemandem, seine Sorgen für einen Moment zu vergessen?

Sicher fallen Dir noch viel mehr Parameter ein.

Und trotz meiner uneingeschränkten Hinwendung zum Thema Bedeutsamkeit, sehe ich auch eine kleine Falle in dem Thema.

Bedeutsamkeit als Falle

Wenn ich jede Idee, jeden Gedanken damit beschwere, dass er bedeutsam sein muss, dann bremse ich mich unter Umständen selbst ein. Manche Gedanken kommen nämlich zuerst einmal ganz bescheiden und unbedeutend daher. Erst wenn man sie weiter denkt, ausfeilt, in einen größeren Kontext stellt, werden sie bedeutsam.

Daher ist mein Fazit:

Ruhig auch mal scheinbar wenig Bedeutsames denken. Aber immer wieder prüfen, wo man in den Morast der Produktivität um ihrer selbst Willen abgeglitten ist.

Monatliche Zäsur

Ich finde es spannend, wenn man seine eigene Tätigkeit und Produktivität monatlich einer Zäsur unterzieht. Wo geht man ohne große Motivation die ausgetretenen Pfade, weil es bequem ist? Wo könnte man mit ein wenig Veränderung der Sache Bedeutung verleihen? Wo könnte man vielleicht sogar einen ganz neuen Gedanken zulassen?

 

So einfach und doch so genial

Heute mal etwas, das ich unbedingt loswerden muss, denn ich könnte mir einen Haxen ausfreuen über diese einfache Lösung unseres lange gepflegten Problems.

Was ist das Problem?

Meine Kinder lieben frische, knusprige Semmeln, um sie als Pausenverpflegung mit in die Schule zu nehmen (Ja, ich weiß, sind aus Weißmehl…aber was soll ich machen, das gute Vollkornbrot bringen sie ungegessen wieder mit nach Hause). Jetzt gab es immer zwei Möglichkeiten:

1. Ich schwinge mich ins Auto und fahre zum Bäcker – das ist alles andere als umweltfreundlich

2. Ich kaufe diese Aufbackweckerln und schmeiße den Backofen an, um zwei Semmeln aufzubacken – das ist weder umweltfreundlich, noch ökonomisch. Außerdem misstraue ich diesen Aufbacksemmeln noch mehr, als den normalen Weißmehlsemmeln.

Die Lösung:

Ich kaufe ganz normale Semmeln, schneide sie durch und friere sie ein. Morgens lege ich sie raus, lasse sie kurz antauen um die Hälften voneinander zu lösen und stecke die beiden Hälften in den Toaster. Genial!

Die Semmeln sind frisch, schön knusprig und die Kinder sind im Glück.

Das ist schnell, umweltfreundlich und einfach.

Ich finde, Mütter sind deshalb so toll, weil sie so leicht zu unterhalten sind.  🙂

Urlaub mit Kindern – aber bitte stressfrei!

 

Urlaub_Kinder

Ein Gastbeitrag von Christine Müller

Elternteil gibt man es nur ungern zu – aber der lang erwartete Urlaub mit den Kindern ist manchmal mehr Stress als Erholung. Was lässt sich also tun, um die gemeinsame Zeit für alle Familienmitglieder möglichst schön zu gestalten?

Planen und entstressen

Eine Urlaubsreise ist nicht für Erwachsene, sondern auch für Kinder purer Stress: Hektische Eltern beim Packen, lange Fahrten und schier endloses Sitzen im Flieger, Zug oder Auto werden für die Kleinen mitunter zur Belastungsprobe. Mit einigen einfachen Tipps lässt sich der Auftakt zum Urlaub jedoch entstressen:

1. Checklisten darüber, was mit muss und was zuhause bleiben kann, erleichtern das Packen und vermeiden Panikausbrüche, wenn man sich fragt, ob man etwas vergessen hat. Außerdem setzt man sich durch eine Checkliste intensiver damit auseinander, was für den Urlaub wirklich notwendig ist: Zu viel, zu wenig oder falsch packen ist dann passé.

2. Eine gute Routenplanung macht die Anreise zu einem gemütlichen Familienausflug: Bei Zugfahrten gezielt nach direkten Fahrten ohne Umsteigen Ausschau halten und bei Anreise mit dem Auto die Route im Vorfeld so wählen, dass ausreichend Pausen an Raststätten oder auf Spielplätzen eingeplant werden können. Fahrten über Nacht bieten sich ebenfalls an, da die Kinder die Anreise so „verschlafen“ und ausgeruht ankommen.

3. Kinder wollen beschäftigt werden: Bücher, Spiele, Snacks, Getränke und das Lieblingskuscheltier sind daher ideale Reisebegleiter. Packen Sie alles Nötige für die Fahrt in einen separaten Koffer – damit entfällt unterwegs hektisches Suchen.

Ankommen und erholen

Im Urlaub angekommen, wollen alle möglichst viel Spaß und Entspannung. Das geht aber nur, wenn der Urlaubsort und das Urlaubsdomizil so gewählt werden, dass jedem Familienmitglied etwas geboten wird. So schön der gemeinsame Urlaub auch ist, sollten Eltern aber auch darauf Wert legen, Zeit zu zweit als Paar zu verbringen. Spezielle Familienhotels kommen Eltern und Kindern dabei entgegen: mit geräumigen und gut ausgestatteten Familienzimmern, Freizeit- und Wellnessangeboten für Groß und Klein, Kinderbetreuung und vor allem viel Raum für die Individualität jeder Familie und jedes Einzelnen.

Der wichtigste Tipp von allen lautet jedoch: Sehen Sie den Urlaub als das, was er ist – die Möglichkeit, kostbare Zeit und unbeschwerte Momente mit Ihren Lieben zu genießen!

sch***Handy, sch*** Laptop

Eigentlich schreibe ich ja dauernd Lobeshymnen über die Freiberuflichkeit.

Eigentlich meine ich das auch genau so, wie ich das schreibe.

Aber eigentlich habe ich das Gefühl, dass da auch ein gerüttelt Maß Selbstbetrug stattfindet.

Wenn ich die letzten Tage durchgehe, dann muss ich feststellen, dass ich dauernd entweder am Handy oder am Laptop war. Ja, ich hatte auch kurze Zeiten dazwischen, in denen ich mit meinen Kindern gesprochen habe – aber ich war geistig nicht wirklich anwesend. Meine Gedanken waren bei der Email, die ich dringend noch erwartete, waren bei den Texten, die ich wieder nicht zu Ende geschrieben hatte.

Ab heute werde ich da ändern. Wenn die Kinder da sind, ist der Rechner aus. Emails werden frühestens wieder gelesen, wenn die Kleinen im Bett sind. Was ist das für eine blöde Welt, in der Mütter sich hinter ihren elektronischen Kommunikationsmitteln verschanzen.

Montag war ich in Wien und habe in den Öffis eine Menge Mütter gesehen, die ihre Kinder keines Blickes gewürdigt haben – auch nicht bei Fragen. Ich war innerlich voller Empörung! Aber bin ich deshalb besser, weil ich nicht ein Handy- oder Online-Spiel spiele? Macht es für die Kinder einen Unterschied WARUM Mama schon wieder vor dem Ding sitzt? Ich fürchte, nein.

Deshalb werde ich heute ins Bett gehen und das wunderbare Buch „Hands Free Mama“ von Rachel Macy Stafford lesen, das ich mir zur Motivation herunter geladen habe. Bis dahin: Hände und Kopf frei für meine Kinder!

Ansprüche, die wir Mütter an uns stellen

Wir Mütter möchten am liebsten:

– Geld verdienen und autonom sein

– Zeit für unsere Lieben haben

– Ein schönes Zuhause schaffen

– Uns und unsere Talente verwirklichen

– Und nebenbei die Welt retten

Mütter

Schaffen wir das?

Ich glaube ja, wir schaffen das!

Aber nur, wenn wir zu akzeptieren lernen, dass wir einen Schritt nach dem anderen gehen müssen.

Wenn wir kleine Kinder haben

Je kleiner unsere Kinder sind, desto mehr brauchen sie uns. Natürlich brauchen die Kinder auch ihre Väter, aber ich beschäftige mich eben hauptsächlich mit den Müttern. Und wir retten die kleine Welt unserer Kinder, indem wir Zeit haben, indem wir auf ihre Sorgen und Nöte eingehen und indem wir ihnen ein funktionierendes Wertesystem vorleben. Das ist auch die Zeit, in der wir unsere eigenen Werte hinterfragen und Dinge ausprobieren können, die uns Spaß machen, und die eines Tages vielleicht unseren Lebensunterhalt sichern können. Ich spreche hier von den vielen Möglichkeiten und Unternehmensideen, die wir von zu Hause aus ausprobieren können. Gleichzeitig ist das eine Zeit, in der wir intensiv unser „Nest“ pflegen und unseren Kindern Behaglichkeit schaffen können.

Wenn unsere Kinder größer werden

erweitert sich auch unser Radius. Nun können wir größere Projekte in Angriff nehmen. Wir sind immer noch sehr gefragt in unserer Aufgabe als Mütter, aber wir müssen nicht mehr ständig präsent sein. Wir können mehr Stunden in die Selbstverwirklichung, in den Job investieren. Die Kinder haben vielleicht schon gelernt, dass sie mithelfen, das behagliche Nest zu pflegen.

Wenn unsere Kinder erwachsen sind

haben wir vielleicht einen Beitrag zur Weltrettung geleistet, indem unsere Kinder die sozialen und ethischen Werte verinnerlicht haben und diese auf ihre Art in die Welt tragen.

Ich bin seit genau 30 Jahren Mutter

und begleite insgesamt 4 Kinder im Alter von 30, 26, 9 und 7 Jahren in die Welt und ich sehe, wie meine großen Kinder bereits ihre eigenen sozialen und ethischen Werte in die Welt tragen.

Ich habe als junge Mutter viel mit mir gehadert und gerungen,

weil ich nicht immer einsehen wollte, dass alles im Leben seine Zeit hat. Wir können alles haben und tun, aber nicht immer gleichzeitig.

Und ich glaube, dass das der größte Irrglaube ist, den man uns Müttern immer wieder in den Kopf pflanzt:

Der größte Irrglaube ist, dass wir alles gleichzeitig schaffen müssen!

Gerade wenn wir junge Mütter sind, wird uns suggeriert, dass wir nur gut sind, wenn wir das alles gleichzeitig schaffen. Aber das geht nicht. Viel wichtiger ist, dass wir uns überlegen, was jetzt gerade Vorrang hat.

Prioritäten setzen ist das Geheimnis

Wenn wir denken, dass wir mit einem Baby auf dem Arm zusätzlich zu unseren Mutter- und Haushaltspflichten einen 60-Stunden-Job schaffen müssen und dabei immer noch gut auszusehen haben, dann sind wir in einer Idealvorstellung gefangen, die so einfach nicht existent sein kann. Wir werden dabei über kurz oder lang dadurch vor die Hunde gehen,

Wenn wir aber akzeptieren können, dass wir mit sehr kleinen Kindern auch einen sehr kleinen Aktionsradius haben, der sich aber mit jedem Jahr mehr vergrößern wird, dann können wir viel souveräner agieren und die Zeit mit unseren kleinen Kindern auch viel besser genießen.

In vielen Artikeln und Medienberichten wird ein Bild geschaffen, das uns Müttern einredet, dass die Zeit, die wir mit unseren Kindern verbringen, verlorene Zeit ist.

Wie perfide ist das denn? Die Zeit mit unseren Kindern ist sowohl für uns, als auch für unsere Kinder die wichtigste Zeit in unserem Leben. Berufliche Erfolge sind toll, und die sind auch für Mütter möglich, aber gleichzeitig die Zeit zu Hause so abgewertet zu bekommen, untergräbt in gewisser Weise das System der Familie.

Noch einmal: Natürlich kann man hier statt Mütter auch Väter einsetzen. Diese können das ebenso gut leisten, allerdings ist es in der Realität doch meist so, dass die Familienzeit den Müttern vorbehalten ist.

Ich finde das Bild der Mutter, die ihre gesamte Zukunftsperspektive opfert, wenn sie eine Zeit ihres Lebens der Familie widmet, gefährlich.

Natürlich gibt es Branchen, in denen man nach der Familienzeit nicht mehr gut Fuß fassen kann. Aber sind das die Rahmenbedingungen, die wir uns wünschen?

Was wird an unserem letzten Tag einmal mehr zählen?

Dass wir uns zerrissen haben, zwischen hunderttausend Verpflichtungen oder dass wir die verschiedenen Phasen unseres Lebens wirklich gelebt und genossen haben?

Das neue Jahr inspiriert beginnen

Freude am Beruf

Nach einer kreativen Schaffenspause auf dieser Seite, starte ich nun wieder inspiriert ins neue Jahr.

Ich habe mir über die Rauhnächte viele Gedanken gemacht, über den Sinn oder Nicht-Sinn des richtigen Berufes, der richtigen Tätigkeit.

Was vermitteln wir unseren Kindern über das Thema Beruf?

Ich denke, es ist auch ganz wichtig in der Art, wie wir mit dem Thema „Beruf“ umgehen, darauf zu achten, was wir hierzu unseren Kindern vermitteln.

Was ist unser Bild unserer Berufstätigkeit? Ist es ein Joch, das wir tragen? Halten wir dies für unveränderlich?

Oder sind wir glücklich, weil wir durch unsere Tätigkeit anderen Menschen oder der Welt dienen können?

Ich denke, es ist gar nicht so wichtig WAS wir tun, sondern es ist viel wichtiger, WIE wir es tun.

Sind wir freudig dabei, oder hegen wir einen Groll gegen Kollegen und Chef oder Geschäftspartner? Was hören unsere Kinder über unseren Beruf?

Eines ist sicher: Wir prägen unsere Kinder hinsichtlich ihrer Berufstätigkeit, indem sie hören, wie wir über unsere Berufstätigkeit sprechen!

Nichts prägt ein Kind mehr, als die ewig wiederkehrenden Sätze genervter Eltern. Wenn die Mutter oder der Vater nach Hause kommt und sich voller Wut und Hass über die „Trottel auf der Arbeit“ aufregen.

Wie angenehm sind hingegen Eltern, die Begeisterung und Leidenschaft für ihre Arbeit aufbringen können und diese auch zeigen.

Viele berühmte Menschen wurden durch die Begeisterung und die Leidenschaft ihrer Eltern überhaupt auf ihre Laufbahn vorbereitet. Und da ist es ganz egal WAS wir machen. Wenn wir es nur gerne tun.

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Die Bildung unserer Kinder

Ich habe am Wochenende den neuen Film von Erwin Wagenhofer, „alphabet“, gesehen. Nach „we feed the world“ und „let`s make money“ wieder ein Film, der auch den nachdenklichsten Menschen unter uns zum weiteren Nachdenken motiviert.

Wohl dem, der da gerade nicht vor der Wahl der weiterführenden Schule steht. Wir stehen gerade davor. Und wenn ich in den letzten Wochen und Monaten schon das Gefühl hatte, dass ich nicht die optimale Lösung finden kann, so habe ich jetzt das Gefühl, dass es überhaupt keine optimale Lösung gibt.

Im Film wird sehr deutlich, was unser Schulsystem in und mit Kindern anrichtet. Mir war das alles – teilweise – vorher schon klar. Nicht ohne Grund habe ich vor 25 Jahren eine Schulgründungsinitiative ins Leben gerufen. Aber nun stehe ich da, ich tumber Thor, und weiß beim besten Willen nicht, welche der Möglichkeiten, die mit dem kleinsten Zerstörungspotenzial ist,

Was will ich für mein Kind?

Ich will gute Bildung, aber noch viel lieber eine gute Kindheit.,

Ich will, dass mein Kind später gute berufliche Chancen hat, aber ich will noch viel mehr, dass es ein glücklicher Mensch wird.

Ich will, dass mein Kind sein Potenzial leben kann, aber ich will noch viel mehr, dass seine Potenziale nicht zerstört werden.

Welche Dinge werden meinem Kind rückblickend wichtig sein? Wird es mir einmal vorwerfen, dass seine ganze Kindheit nur aus Lernen bestand, oder wird es mir vorwerfen, dass ich es nicht genügend gefördert habe?

Wie kann ich sicher stellen, dass ich immer erkenne, wie es ihm gerade geht? Wann es zu viel wird? Wie kann ich ihm Erfahrungen ermöglichen und auch wieder abbrechen lassen, ohne ihm das Gefühl zu geben, gescheitert zu sein?

Ich habe heute keine Antwort auf meine Fragen. Ich weiß auch, dass ich die Entscheidung nicht meinem Kind aufbürden kann. Wie sollen wir, als Eltern, nun entscheiden, was für unser Kind das Beste ist?

Was können wir darüber hinaus tun, um unseren Kindern auch außerhalb der Schule, wichtige Wissensinhalte auf kindgerechte Weise zu vermitteln? Was können wir tun, dass unser Kind sich an eine erfüllte, fantasievolle Kindheit erinnern kann? Wo können wir Freiräume für Kreativität und selbstbestimmte Kindheit schaffen?

All diese Fragen geistern momentan durch meinen Kopf. Ich habe, in meiner mehr als zehnjährigen Tätigkeit im arbeitsmarktpolitischen Kontext, so viele Menschen erlebt, die nicht an sich glaubten, die nicht glaubten, dass sie auf der Welt sind um etwas Einzigartiges zu schaffen, die keine Ahnung hatten, wie sie ihr Leben zu einem Kunstwerk machen können.

Wie kann ich meine Kinder vor dieser Resignation bewahren?

Wer sich weiter darüber informieren möchte, findet die Details zum Film unter: www.alphabet-derfilm.at

Danke!

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Vergangenen Montag war ich mit den Kindern im Schreibwarengeschäft um die benötigten Dinge für den Schulanfang zu kaufen. Mit Blick aufs Budget schimpfte ich die Kinder mehrmals, wenn sie von Allem den Super-, Mega-, Doppelpack haben wollten und war auch insgesamt etwas unleidlich. Dieses Einkaufen für den Schulanfang überfordert mich jedes Jahr. In einem Geschäft fanden wir für meinen Sohn eine sehr preiswerte Jacke.

Etwas angesäuert fuhr ich danach mit den Kindern nach Wien um sie zum Kunstunterricht zu bringen. Mein Sohn kuschelte sich immer wieder in seine Jacke und sprach dauernd davon, wie gut und wie cool er sich damit fühlte. Wohl bemerkt, es war eine super-preiswerte Jacke aus dem Disconter. Meine Tochter war still und ich hing auch meinen Gedanken nach, während ich die Autobahnkilometer hinter mich brachte. Als wie die Wiener Stadtgrenze erreicht hatten, fragte mich meine Tochter: „Mama, warst du als Kind auch so reich und so froh?“

Ich antwortete: „Nein, das war ich nicht. Bist du denn reich und froh?“ Und sie sagte: „Ja, das bin ich. Ich darf alles machen, was ich möchte. Du fährst mich überall hin und wir haben alles, was wir uns wünschen.“

Ich wischte meine Tränen weg, die mittlerweile reichlich flossen, und mir wurde bewusst, dass sie absolut Recht hatte. Wir haben allen Grund uns reich und froh zu fühlen. Und es war ein unglaubliches Gefühl, mir bewusst zu werden, worüber ich alles dankbar sein konnte:

Über die Möglichkeit da zu wohnen, wo wir wohnen wollen,

über das Glück vier wunderbare, gesunde Kinder zu haben,

über die Weisheit kleiner Kinder,

über meinen Mann, der für uns sorgt,

darüber, dass wir alle gesund sind,

darüber, die Arbeit machen zu können, die ich gerne mache,

über viele liebe Freunde und Bekannte,

über die Sonne, die jeden Morgen aufgeht,

und über tausend weitere Dinge und Umstände.

Und mir wurde bewusst, dass ich – trotz all meiner kleineren und größeren Problemchen – ein wunderbares, ausgefülltes Leben führen darf.

Dafür möchte ich heute einfach DANKE sagen.

Danke an das Universum, an die höhere Macht, an meine Kinder, meinen Mann, meine Freunde, an alle hilfreichen Wesenheiten. Einfach DANKE!