Archiv der Kategorie: Frauengedanken

Mompreneur sein….

…heißt für mich momentan:

An dem Ort arbeiten, an dem ich am liebsten bin: Zuhause

Zu der Zeit arbeiten, zu der es mir am leichtesten fällt.

In den Klamotten zu arbeiten, die ich am liebsten trage.

Nur mit den Menschen zu arbeiten, mit denen ich gut kann.

Pause zu machen, wenn mein Körper und meine Seele es brauchen.

Für meine Kinder da sein zu können, wann immer sie mich brauchen.

Dankbar zu sein, dass mir dies möglich ist.

Nachdenkliches……

Seit Wochen beschäftige ich mit (erneut) mit dem Thema Tod und Sterben. Und immer mehr wird mir (wieder) bewusst, wie kostbar jeder Moment ist, den wir hier auf Erden verbringen. Und wie schwer wiegt jede Stunde, in der wir Dinge tun, die wir gar nicht tun wollen. Und noch viel Schlimmer: Wie schwer wiegt jede Stunde, in der wir nicht genau das tun, wofür wir auf diese Erde gekommen sind.

Was bedeutet dies nun für den ganz banalen Alltag?

Der ganz banale Alltag ist bei Weitem nicht so banal, wie wir immer denken. Er ist nur dann banal, wenn wir glauben, dass unsere Zeit hier auf Erden unendlich ist. Dann können wir sehr sorglos damit umgehen. Aber sobald die Erkenntnis in unser Bewusstsein tritt, dass wir nur eine endliche Zeit hier verbringen werden, wiegt alles viel schwerer.

Derzeit gehen wir von einer durchschnittlichen Lebenszeit von rund 83 Jahren bei Frauen aus. Das sind somit 4316 Wochen, oder anders gesagt 30.212 Tage.

Wenn wir nun noch weiter gehen, sind das 725.088 Stunden. Davon verschlafen wir ungefähr 300.000. Bleiben uns also durchschnittlich nur 425.000 Stunden. Ich finde, das klingt jetzt gar nicht mehr sooo üppig.

Diese 425.000 Stunden gilt es nun, möglichst intensiv zu leben. Doch wie können wir das tun?

Ich denke, die erste Frage die sich stellt, lautet: Was wollen wir eines Tages hinterlassen? Wollen wir etwas schaffen, das uns überdauert? Natürlich hoffen die meisten von uns, dass dies in erster Linie unsere Kinder sein werden. Aber darüber hinaus? Haben wir einen Beitrag geleistet, der über unsere kleine, private Welt hinaus geht?

Ich weiß nicht, welche Träume Ihr habt, aber ich träume davon, dass ich zumindest ein paar Impulse hinterlasse, aus denen andere Menschen Kraft schöpfen können und diese Impulse vielleicht weiter bearbeiten und verdichten.

Nachdenkliche Grüße

Manuela

Misserfolg – die innere Dehnung

Wenn wir uns mit großem Engagement für eine Sache einsetzen, und wenn diese Sache dann nicht den gewünschten Erfolg hat, dann ist es schwer dies auszuhalten.

Mit Aushalten meine ich nicht nur, es zu akzeptieren. Ich meine damit, ganz bei der Sache zu bleiben und genau zu fühlen, welche Regungen nun durch einen hindurch ziehen. Wir neigen dazu, uns im Misserfolgsfall innerlich abzuwenden, denn das macht die Situation (scheinbar) erträglicher. Wir versuchen, es so schnell wie möglich zu vergessen und uns anderen Dingen zuzuwenden.

Aber was passiert, wenn wir ganz bewusst bleiben? Wenn wir jeden Moment dieser Situation ganz bewusst in uns erleben? Es zeigt sich dann, dass wir dadurch etwas Wundervolles erleben. Wir müssen uns plötzlich nicht mehr verstecken, sondern wir können im Angesicht des Misserfolgs innerlich wie äußerlich genau so aufrecht bleiben, wie wir es im Erfolgsfall sein würden.

Einen Misserfolg zu erleben signalisiert nämlich eines: Wir haben etwas unternommen. Nur wenn man nichts unternimmt, kann man Misserfolge ausschließen. Sobald man sich mit einem Engagement aus der Komfortzone hinaus begibt, gerät man in Gefahr einen Misserfolg zu erleben.

Und was sagt uns das aus? Es sagt nicht mehr und nicht weniger, als dass diese Sache, auf diesem Weg, an diesem Ort nicht funktioniert. Und danach ist man schlauer. Oder auch nicht. Denn nun gilt es herauszufinden, ob die Sache, der Weg oder der Ort das nächste Mal besser gewählt werden müssen.

Und wenn man es geschafft hat, sich dem zu stellen, ohne Ausflüchte, ohne Schuldzuweisungen, ohne Verzerrungen des Selbstbildes, dann geht man gestärkt aus dieser Situation heraus, Dann ist es, was es ist: Eine wertvolle, kostbare Erfahrung, geeignet uns einen Blick über den eigenen seelischen Tellerrand zu ermöglichen.

Ich empfinde Misserfolge wie seelisches Fitnessstudio. Man muss sich innerlich dehnen, weit machen, Nur so kann man die Essenz dieser Lebenserfahrung in sich aufnehmen. Man kann hinfühlen, sich hinein versetzen, durchdenken…..und weiter gehen. Nicht das Aufhalten beim Misserfolg ist das Ziel, sondern das Wahrnehmen und das Integrieren der Erfahrung. Dann bleibt es das, was es immer war: Etwas, das uns kräftig, befähigt und mutiger macht.

 

Selbständig sein als HSP?

hochsensible Unternehmer - HSP

HSP – Hoch Sensible Personen

haben es in der modernen Geschäftswelt nicht leicht. Was für andere Menschen Lust und Freude sein kann – Trubel, viele Menschen, Veranstaltungen, Rummel, Geräuschkulisse, Gespräche, Stimmen, Gerüche, Farben und andere optischen Reize, sind für HSP einfach nur anstrengend.

Wenn man mit dieser – viel zu dünnen Haut – geboren ist, kann man nichts anderes tun, als sich vor den meisten dieser Einflüsse zu schützen. Man muss wohl dosieren, wann und wie oft man sich möglichen Reizüberflutungen aussetzt.

Als Selbständiger hat man es damit nicht unbedingt leichter, denn oftmals muss man Veranstaltungen, Messen und sonstige Events im Rahmen seiner Tätigkeit besuchen.

Was HSP Entrepreneurs helfen kann

1. Bereits den Unternehmensinhalt so zu wählen, dass man möglichst viel alleine arbeiten kann.

2. Sich einen Arbeitsplatz schaffen, der möglichst viel ungestörte Zeit gewährleistet.

3. Nach unvermeidlichen Events und der daraus resultierenden Überforderung, Tage zum Erholen einplanen.

4. Sich nicht mit anderen Menschen messen. Was für andere Menschen vielleicht gerade richtig und anregend ist, ist für HSPs oft schon viel zu viel.

Man könnte nun meinen, dass HSPs sich eigentlich gar nicht zum Unternehmertum eignen. Aber das kann man so pauschal nicht sagen. Es kommt allerdings sehr genau darauf an, was sie tun. Solange sie selbstbestimmt ihren eigenen Rhythmus leben dürfen, können HSPs durchaus sehr erfolgreich sein – besonders in Branchen, die ein hohes Einfühlungsvermögen erfordern.

Leider ist diese Besonderheit in weiten Kreisen noch nicht anerkannt, sodass HSPs oftmals in Gefahr laufen, als weniger belastbar oder als Mimosen zu gelten. Den markigen Spruch: „Komm, stell dich doch nicht so an“! hat jeder HSP sicher schon ungezählte Male gehört.

Hier hilft nur Eines: Sich selbst mit seinen Eigenheiten anerkennen und sich selbst die Wertschätzung angedeihen lassen, die man sich von anderen wünscht.

Nur zu leicht rutscht man in diese nicht erfüllbare Erwartungsspirale anderer Menschen hinein und fängt an, Raubbau mit seinen Kräften zu treiben.

HSPs müssen gut auf sich aufpassen und lieber einmal zu früh als zu spät „Stop“ sagen.

 

Das Staunen der Kinder

Kinder können staunen. Sie können mit ganz offenem Blick etwas betrachten und sind für Momente völlig an diesem Moment hingegeben.

Wann haben wir das letzte Mal gestaunt? 

Staunen zu können ist eine Gnade. Es holt uns für einen Moment aus dem Alltagsmodus, Wenn wir staunen, sind wir uns bewusst, dass es etwas Größeres gibt, als wir sind.

Worüber können wir staunen?

Genau genommen gibt es fast nichts, worüber man nicht staunen könnte. Die ganze Welt um uns herum ist voller Phänomene, die uns staunen lassen könnten, wenn wir es nur zuließen. Wer versteht denn wirklich, wieso eine Pflanze wächst, wie sie wächst? Wer versteht das Internet bis in seine Tiefen? Wer versteht denn, wie Sprache entstanden ist? Wer versteht das Verhalten von Tieren und deren siebten Sinn? Im ersten Moment sind wir meist versucht zu behaupten, dass wir all diese Dinge verstehen. Einen Teil davon haben wir ja in der Schule gelernt. Aber in Wahrheit kratzt unser Wissen gerade mal die Oberfläche.

Genau genommen wissen wir nicht einmal genau was passiert, wenn sich ein Stück Zucker in einer Tasse Kaffee auflöst und warum dieser dann süß schmeckt.

Wenn wir bereit sind, unser vermeintliches Wissen einmal ganz zur Seite zu stellen und uns auf die großen und kleinen Wunder in unserem Leben konzentrieren, wenn wir die Dinge, die wir meist automatisiert tun, einmal ganz neu zu betrachten lernen, dann kommen wir in den Bereich des Staunens.

Unser abgeklärtes Denken verhindert, dass wir Inspiration und Idee aus ganz Alltäglichem schöpfen. Wenn wir es zulassen, die Dinge aus Kinderaugen zu betrachten, sind wir wahrscheinlich näher an der Wahrheit als mit all unserem vermeintlichem Wissen.

Aristoteles hielt das Staunen für den Beginn der Philosophie. Für Platon war das Staunen überhaupt der Anfang aller Philosophie. Wenn wir im scheinbar Alltäglichen die Wunder der Welt entdecken, sind wir mitten in der Philosophie.

Warum sollten wir uns nicht vornehmen, jeden Tag mindestens einmal zu staunen? 

Über den Sternenhimmel, der uns ein Bild aus längst vergangenen Tagen zeigt

Über die wunderbare Orange, die von Natur aus so mundgerechte Stücke liefert

Über das blütenweiße Papier, das früher mal ein Baum war

Über die Schneeglöckchen, die gerade im Moment aus der Erde schlüpfen

Über Löwenzahn, der selbst Asphalt sprengen kann…..etc.

Es gibt tausend Gründe zu staunen. Wenn wir es verlernt haben sollten, lassen wir doch unsere Kinder unsere Lehrmeister sein. Ersparen wir uns einmal am Tag unsere klugen Erklärungen, sondern lernen wir das Staunen neu von unseren Kindern.

Bleibendes schaffen und innerer Widerstand

Bleibendes schaffen

Manchmal hilft es im Mütteralltag, etwas Distanz zu gewinnen und sich zu überlegen, womit wir etwas Bleibendes schaffen. 

Was schafft Bleibendes?

Alles, was wir für unsere Kinder tun, schafft Bleibendes. Ich denke, darüber gibt es keine Diskussion. Alle Werte, alle Geborgenheit, alle Rituale und Rhythmen, die wir unseren Kindern angedeihen lassen, sorgen dafür, dass sie später gesunde Anhaltspunkte haben, wenn sie ihren eigenen Lebensplan entwerfen müssen.

Haushalt führen als Kunst und Lebensgrundlage

Sogar und gerade die Arbeit im Haushalt schafft Bleibendes. Ganz häufig erledigen wir Dinge im Haus mit dem Gefühl, dass dies langweilige und öde Tätigkeiten sind, die eben mal schnell – zwischen den wichtigen Dingen – zu tun sind. Dabei vergessen wir leicht, dass gerade das Gefühl, ein behagliches Zuhause zu haben, die Grundlage unseres Selbstwertes in der Welt ist.

Hausarbeit überdenken und ein neues Bewusstsein entwickeln

In Wahrheit ist Hausarbeit Kunst – Lebenskunst. Jedes gelungene Essen ist ein Kunstwerk, jedes schön gestaltete Zimmer ebenso. Einen Garten anzulegen und zu pflegen ist Kunst. Diese Dinge haben in Wahrheit einen hohen Stellenwert für unser Wohlbefinden und das unserer Familie. Und doch fühlt es sich oft an, als würde man sich stets im Kreis drehen, weil die Kunstwerke, die man schafft nicht lange haltbar sind.

Das Essen, das man liebevoll zwei Stunden lang gekocht hat, ist innerhalb einer halben Stunde verzehrt. Die Ordnung, die man geschaffen hat, wird innerhalb kurzer Zeit wieder in Unordnung verwandelt. Der Schrank mit den schön gebügelten Kleidern wird in kürzester Zeit wieder geleert und die Kleidung findet sich erneut im Wäschekorb.

Wie kann man trotzdem das Gefühl, Kunst zu schaffen, erhalten?

Ich denke, dass es wichtig ist, das Zuhause als ein dynamisches, ein pulsierendes Kunstwerk zu betrachten. Es ist das Bild, das niemals fertig gemalt sein wird. Aber zwischendurch gibt es Stadien, da ist es nahezu vollendet. Da sitzt die Familie am liebevoll gedeckten Tisch und alle greifen herzhaft zu. Diese Momente müssen wir in unserem Kopf verankern. Sie helfen uns über die Momente hinweg, in denen die Kinder das Essen angewidert beiseite schieben.

Und die Momente, in denen die Wohnung blitzt und blinkt müssen ebenso im Gedächtnis verankert werden, weil sie uns über die Stadien, in denen das ganze Haus aussieht, als sei ein Geiselbefreiungskommando hindurch gestürmt, hinweg helfen.

Die Arbeit zuvor war nicht vergeblich. Aber sie ist eben nicht von Dauer. Wir können das täglich beklagen, oder wir können uns in den Fluss der Dynamik hinein stellen.

Stille Resignation versus die Lust am Er-schaffen

Viele Male räumt man die Wohnung in stiller Resignation auf. An manchen Tagen sogar mit unverhohlener Wut. Dabei kann man es ebenso gut als tägliche Meditation betrachten, dass man alles wieder an den Platz zurück stellt, an den es gehört. Die Arbeit bleibt die Gleiche, was sich ändert, ist das Gefühl, das man dabei hat. Die Resignation und die Wut weichen der Lust Ordnung zu er-schaffen.

Die Aufgaben mit einem liebevollen Blick betrachten

Den Tatsachen ist es egal, mit welchem Blick wir sie betrachten. Aber für unser Befinden ist es nicht egal, ob wir unsere täglichen Routinen mit guter Laune und dem Verständnis eines Künstlers erledigen. Wir können die Dinge wütend auf ihren Platz pfeffern, ebenso wie wir sie liebevoll dahin stellen können.

Der einzige Feind ist der innere Widerstand

Innerer Widerstand macht Arbeit mühsam. Und das betrifft jede Form von Arbeit. Ob wir unsere Erwerbsarbeit oder unsere Hausarbeit mit innerem Widerstand machen – immer wird sie dadurch anstrengend. Innerer Widerstand ist wie Kaugummi. Er ist klebrig und behindert uns in unserem Tun.

Wie kommt man gegen den inneren Widerstand an?

Es ist sinnlos, den inneren Widerstand bekämpfen zu wollen. Dadurch wird er nur noch zäher. Viel einfacher ist, ihn zu fühlen und zu akzeptieren. Das ist fast wie Magie. Akzeptanz löst inneren Widerstand auf. Sobald wir erkannt haben: „Aha, da ist Widerstand spürbar“ und uns nicht dagegen wehren, sondern ihn einfach nur erkennen und akzeptieren, ist er nicht mehr da.

Ohne inneren Widerstand gehen die Dinge schnell und leicht von der Hand

Und plötzlich geht alles leicht, räumt sich das Wohnzimmer fast von selbst auf, wandert das Geschirr fast von selbst in den Geschirrspüler….. Es ist eine Form der Alltagsmagie, wenn wir uns erlauben, Dinge mit Leichtigkeit, mit Freude und mit dem Bewusstsein zu erledigen, dass sie nicht von langer Dauer sein werden. Schließlich können wir auch akzeptieren, dass unsere Blumen nur kurz blühen – dafür aber immer wieder.

Das Paradoxon, dass das Bleibende so vergänglich ist

Es wirkt nun paradox, wenn man gerade die vergänglichsten Dinge als das Bleibende betrachtet. Auf den ersten Blick erscheint es so. Aber vergänglich sind nur die Details. Das große Ganze – das Zuhause unserer Familie und das, was unsere Kinder davon als Erinnerungen mit ins Leben nehmen, ist das Bleibende. Es bleibt die Erinnerung an knisterndes Feuer und Bratäpfel, an Wärmeflaschen in einem kuscheligen, duftenden Bett, an Sonntagskuchen und an Fürsorge. Es bleibt der Sinn für Ästhetik und es bleibt das Gefühl wirklich willkommen gewesen zu sein.

Die Adventszeit nutzen, um über seine Ziele nachzudenken

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Ich glaube, dass die Adventszeit wunderbar geeignet ist, sich Gedanken darüber zu machen, was die eigentlichen Ziele sind, die man in seinem Leben verfolgt.

Für mich persönlich ist gerade so eine „himmlische“ Ruhe eingekehrt und ich merke, dass viele Gedanken in mir aufkeimen, die ich in der hektischen Zeit gar nicht denken kann.

Da ich mir vorgenommen habe, dass ich diese Gedanken einfach zulassen möchte, ohne sie zu bewerten, habe ich mir eine eigene Datei dazu angelegt, in der ich bis zum Dreikönigstag alle Ideen und Gedankenfragmente sammeln werde.

Und ab dem 7. Januar werde ich anfangen, mir darüber Gedanken zu machen, ob ein Projekt dabei ist, das ich nun gerne in Angriff nehmen möchte.

Aber bis dahin darf alles kommen und gehen, nichts wird zensiert.

Alles darf sein – egal wie ungewöhnlich oder illusionär! 

Mir persönlich ist das wichtig, weil ich der festen Überzeugung bin, dass nur aus der Ruhe, dem Rückzug vom Alltagsstress und der Beschäftigung mit ganz anderen Dingen wieder Neues ins Leben einziehen kann.

Solange man tief in seinem Alltagsgeschäft drin steckt, denkt man meist das Alte in neuer Form. Erst wenn man sich gezielt eine Pause verordnet, kann auch der eine oder andere Gedanke ganz neu zugeflogen kommen.

Mir hilft dabei immer, dass ich etwas lese, das ich sonst nicht lese. Derzeit lese ich Krimis, Frauenliteratur, Fantasy…alles bunt gemischt, während ich normalerweise eher Ratgeber und Sachliteratur lese.

Die Philosophie des Kaizen

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Ich mag die japanische Philosophie des Kaizen. Das bedeutet, dass man jeden Tag ein wenig an sich arbeitet, jeden Tag sich selbst und seine Umgebung ein wenig verbessert. Das klingt einfach und ist es auch.

Kaizen ist der Weg zu dauerhafter Zufriedenheit

Während wir, hier im Westen, uns gerne umwerfende Veränderungen vornehmen, die möglichst rasch zu erfolgen haben, haben die Japaner nach dem Weltkrieg Kaizen entwickelt. Es wird sowohl in Unternehmen als auch im Alltag eingesetzt. Durch tägliche kleine Schritte kommt es im Lauf der Zeit zu großen Veränderungen. Man braucht dazu nur etwas Geduld und muss dranbleiben. Dann kann man auf diesem Weg sehr Großes bewirken.

Kaizen gegen die Angst vor Veränderung

Wenn wir uns große Veränderungen vornehmen, kann es durchaus sein, dass unser Bewusstsein das gut heißt. Aber wir wissen oft nicht, dass unter Unterbewusstsein diese Bemühung sabotiert.

Wächterfunktion des Unterbewusstseins

Unser Unterbewusstsein mag keine Veränderungen, denn die signalisiert Gefahr. Wenn wir uns zu viel auf einmal vornehmen, arbeitet unser Unterbewusstsein meist gegen uns, weil es uns vor dem Ungewissen beschützen will.

Wenn wir hingegen Kaizen praktizieren, nehmen wir dem Unterbewusstsein die Unsicherheit. Es merkt, dass nichts Gefährliches geschieht. Und somit wird es uns ab einem bestimmten Zeitpunkt auch unterstützen. Aus der anfänglichen Bemühung werden Gewohnheiten.

Kaizen als Weg durch den Advent

Wenn wir im Rückblick auf das – nahezu vergangene – Jahr feststellen, dass es in unserem Leben Verbesserungspotenzial gibt, dann können wir die allseits beliebten Neujahrsvorsätze heran ziehen, nach denen wir spätestens bis Ende Januar Riesenveränderungen eingeleitet haben, oder wir können bereits die Adventszeit nützen, uns in der Kunst der kleinen Schritte zu üben.

Wir können jeden Tag etwas aufräumen, jeden Tag an unserer beruflichen Vision arbeiten, jeden Tag ein paar Kalorien weniger zu uns nehmen, jeden Tag ein paar Wörter an unserem Buch schreiben. Jeden Tag ein wenig bringt im Lauf des Jahres ein großes Ergebnis.

Auf diesem Weg wird die Wahrscheinlichkeit des Gelingens sehr viel größer. 

Jedes Jahr stellen wir fest, wie schnell ein Jahr vergangen ist. Das ist unglaublich. Kaum war Silvestern, ist es schon wieder Advent.

Wenn wir jeden Tag des alten und des kommenden Jahres nützen, an unserem Ziel zu arbeiten, können wir nächstes Jahr auf etliche Erfolge zurück blicken – sehr viel wahrscheinlicher, als wenn wir uns kurzfristige und unrealistische Ziele setzen.

Endspurt des alten Jahres

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So, ab heute ist es amtlich: Der Winter ist da. Es schneit in Reichenau an der Rax.

Aber auch der gestrige Blick aufs Datum war sehr aufschlussreich. Weihnachten rückt näher. Gestern in einem Monat ist Heilig Abend. Das ist wunderschön. Ich mag Weihnachten – mit allem, was dazu gehört. Es ist auch immer wieder verblüffend, wie schnell so ein Jahr vergeht. War nicht erst Silvester gewesen?

Für mich ist das auch immer eine Zeit des Rückblicks:

Wie gut habe ich das (fast) vergangene Jahr genutzt?

Bin ich meinen Zielen näher gekommen?

Worin habe ich mich verbessert?

Ich finde, gerade der Advent ist eine hervorragende Zeit, sich darüber Gedanken zu machen. Meditatives Plätzchen ausstechen, mit gleichzeitigem Fragen nach dem Sinn des Lebens, ist ganz mein Ding.

Gerade heute wieder finde ich, dass ich Vieles richtig gemacht habe. Während viele Leute in der Früh ihr Auto abkehren mussten, um zur Arbeit zu kommen, habe ich mich mit einer Tasse Kaffee an den Schreibtisch gesetzt und hatte kurz nach 8 bereits die ersten 1500 Wörter geschafft. Für jemanden, der Texte produziert, eine ganz schöne Leistung.

Jetzt ist viertel elf und mein Arbeitstag geht heute bis ungefähr 13.00 Uhr. Ich sollte also noch Einiges schaffen. Das ist das, was ich für mich für das (fast) vergangene Jahr als Erfolg verbuche: Ich habe mich vollumfänglich dafür entschieden, meine Arbeit von zu Hause aus zu machen. Das gibt mir die Möglichkeit meine Zeit für meine Familie, meine Arbeit und für mich frei einzuteilen.

Was findet Ihr, was Ihr richtig gemacht habt?

 

 

Aus aktuellem Anlass – carpe diem

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Das Leben ist unglaublich kostbar. Jede Minute, die wir mit unseren Lieben verbringen können, ist ein Geschenk. Allzu oft vergessen wir, dass es sich ganz schnell ändern kann.

Daher: Nutzt Eure Tage, macht etwas aus Eurem Leben. Sagt Euren Lieben jeden Tag, wie wichtig sie sind und wie wundervoll es ist, eine Zeit gemeinsam durch diese schöne Welt zu gehen.

In meinem ganz entfernten Bekanntenkreis hat ein Mann seine Kinder mit in den Tod genommen. Die Mutter bleibt alleine zurück und muss nun mit dieser Gewissheit leben.

Wie oft wird sie sich fragen, was sie alles getan hätte, wenn sie geahnt hätte, dass an diesem letzten Wochenende ihr ganzes Glück ein jähes Ende findet?

So ist das Leben. Keiner von uns weiß, was hinter der nächsten Straßenecke auf ihn wartet. Jeder Moment, den wir im Unfrieden, im Hass, im Zorn verbringen, ist ein verlorener Moment.

Mir machen solche Nachrichten immer wieder bewusst, wie fragil unser Glück ist und wie sehr wir es manchmal mit Füßen treten.

Was bedeutet schon eine zerbrochene Vase, ein kalt gewordenes Abendessen, ein Streit unter Geschwistern. Es ist nicht mehr als eine kleine Unpässlichkeit. Und trotzdem reagiert man oft darauf, als wäre es etwas Wichtiges. Das ist es nicht.

Wichtig ist, in dieser Welt seine Fußabdrücke zu hinterlassen. Und das nicht nur im Sinne der CO2 Bilanz, sondern im Sinne, etwas bewegt und bewirkt zu haben.

In diesem Sinne, heute sehr traurige und betroffene Grüße

Manuela