Angst und der Weg zum Erfolg

Drei Arten von Angst, wenn wir etwas Neues beginnen

Wenn wir etwas Neues – speziell etwas Unternehmerisches – beginnen, werden wir mit drei verschiedenen Arten von Angst konfrontiert:

1. Angst vor Misserfolg

2. Angst vor Erfolg

3. Angst vor Veränderung

1. Die Angst vor Misserfolg

Das ist die Angst, die noch am leichtesten nachzuvollziehen ist.

Meist haben wir Angst, dass wir enttäuscht sind, wenn es nicht klappt. Oder, dass wir uns blamieren, wenn wir einen Misserfolg einfahren. Oder wir haben dabei Angst vor allzu herber Kritik, dass Menschen fragen, warum wir glauben, dass wir das können?

Aber auch Angst vor finanziellen Verlusten steht dabei an vorderer Stelle.

2. Die Angst vor Erfolg

Die meisten Menschen reagieren sehr erstaunt, fast empört, wenn man die Vermutung äußert, sie könnten Angst vor dem Erfolg haben. Aber sie spielt mindestens genau so oft eine Rolle wie die Angst vor dem Misserfolg.

Die Angst vor Erfolg wirkt erst einmal absurd. Wer will schon nicht erfolgreich sein? Aber viele Menschen scheuen sich insgeheim vor dem Erfolg, weil sie nicht in vorderster Reihe stehen wollen, weil sie Angst haben, dass sie ja eigentlich gar nichts können und man könnte sie als Schwindler enttarnen. Und weil man tief im Unbewussten nicht erfolgreicher sein darf als der Vater, Partner…etc.

3. Die Angst vor Veränderung

Egal ob Misserfolg oder Erfolg, in dem Moment, in dem man beginnt, das Leben aktiv zu verändern, verändern sich andere Dinge mit.

Aktiv verändern, an seinem Schicksal arbeiten (genau das tut man, wenn man etwas Unternehmerisches beginnt – man übernimmt Verantwortung für sein Leben) bedeutet Veränderung. Veränderung bedeutet aber auch Gefahr. Schließlich weiß man nicht, ob sich das Leben zum Guten oder Schlechten verändern wird.

Diejenigen, die sich bereits ins unternehmerische Abenteuer gestürzt haben, wissen, dass man plötzlich neue Menschen kennen lernt, sich von alten Freunden – die einen dabei behindern – trennt. Dass sogar manchmal Partner nicht mit der Veränderung zurecht kommen.

Was tut man nun mit diesen Ängsten?

Niemand, der etwas unternimmt, ist frei von diesen Ängsten. Der einzige Unterschied liegt darin:

Die einen haben Angst und erliegen ihr

Sie lassen vorsichtshalber mal alles beim Alten, da weiß man schließlich, was man hat. Das ist oft nicht angenehm, aber ungefährlich. Schließlich hat man sich ja auch an das Jammern gewöhnt. Auf wen sollte man denn schimpfen, wenn man plötzlich nicht mehr in der Underdog-Rolle wäre.

Die anderen haben Angst und tun es trotzdem

Sie haben erkannt, dass nur sie selbst an ihrer Situation etwas ändern können. Sie nehmen die Verantwortung für ihr Leben an und beginnen, es nach ihren Vorstellungen neu zu gestalten. Sie akzeptieren, dass der Weg lang und manchmal hart sein kann, aber sie haben ein Ziel, eine Vision.

Ein kleines Beispiel zum Schluss: James Dyson

Dyson Staubsauger kennt wahrscheinlich jeder. Der Unterschied zu herkömmlichen Staubsaugern liegt einerseits im Design und andererseits in der Funktion. Dyson Staubsauger kommen ohne Beutel aus.

Ihr Erfinder James Dyson, der immer auch in der Fernsehwerbung zu sehen ist, hat elf Jahre in seiner Werkstatt an diesen Staubsaugern gebastelt. Er wurde belächelt, beschimpft und für verrückt erklärt. Zeitweise stand er vor dem finanziellen Ruin. Seine Frau drohte mit Scheidung. Er tingelte zu allen führenden Staubsauger-Herstellern und versuchte sein Patent zu verkaufen. Überall flog er raus. Nicht selten baute anschließend diese Firma selbst einen beutellosen Staubsauger. Erst nach elf Jahren fand er einen Geldgeber und begann seine Staubsauger selbst zu produzieren.Das Ergebnis ist Geschichte.

Aber man muss sich das einmal vorstellen: Elf Jahre Misserfolg! Was das bedeutet?

Und elf Jahre Misserfolg bedeuten ja nicht zwangsläufig im zwölften Jahr Erfolg.

Somit kommen wir gleich zum nächsten Thema:

Wie lange dauert es bis zum Erfolg? Wann sollte man aufgeben?

Manch eine unternehmerische Idee ist vom ersten Moment von Erfolg gekrönt. So etwas kommt vor – ist aber die Ausnahme.

Allerdings: In Zeiten der elektronischen Medien passiert dies immer öfter. Eine Idee oder ein Gedanke verbreitet sich in Windeseile viral. Dies war in Zeiten vor dem Internet (ja, ich kannte die noch!) technisch nicht machbar.

Hier gilt auch: Alles ist möglich!

Die meisten Ideen müssen wachsen. Sie entstehen im Kopf. Werden weiter ausgearbeitet und zu Ende gedacht, dann ausprobiert, vorsichtig dem Markt zugeführt und etablieren sich Stück für Stück. Aber egal ob anfangs erfolgreich oder nicht, manchmal kommt eine Phase der Stagnation. Da geht nichts mehr weiter. Man hat das Gefühl, man reitet ein totes Pferd.

Und hier steht jeder – wirklich jeder – Unternehmer vor der Frage: Tot oder scheintot?

Das kann auch von außen kaum jemand erkennen. Hätte James Dyson im zehnten Jahr aufgegeben, er wüsste nicht einmal, dass er heute einer der erfolgreichsten Unternehmer sein könnte. Andere ruinieren sich und ihre Familien finanziell, weil sie nicht rechtzeitig aussteigen.

Ich persönlich finde, man tut immer sehr gut daran, wenn man seinem Unternehmen drei Standbeine verschafft.

Hier geht`s weiter: 3-Standbein-Theorie

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