Grundsatzgedanken zur Selbständigkeit

In letzter Zeit habe ich immer öfter darüber nachgedacht, dass Selbständigkeit nirgendwo gelehrt wird. Wir schicken Kinder zwar in Wirtschaftsschulen und lassen sie BWL studieren aber Entrepreneurship lernen sie dabei nicht.

Und Details über den wichtigsten Aspekt (aus meiner Sicht!) des Entrepreneurships – das Social Entrepreneurship erfahren sie, wenn überhaupt, nur ganz am Rande.

Warum lernen wir den jungen Menschen eigentlich nicht das, was lebensnah ist? Wie sie eine gute Idee kreieren und aufbereiten, sodass es ein Business-Konzept werden kann? Warum stopfen wir sie voll mit Wissen, das man ganz leicht zukaufen kann?

Dieses Dilemma erinnert mich daran, dass man zwar Literatur und Germanistik studieren kann, aber bei uns, im deutschsprachigen Raum, keinerlei Angebote für kreatives Schreiben findet. Wir lernen, wie wir die Werke anderer Menschen zerlegen und analysieren können, aber wir lernen nicht, wie wir selbst welche produzieren können.

Und das gleiche Phänomen haben wir mit der Wirtschaft. Ich finde das fatal, weil wir dadurch ein riesiges Potenzial an möglichen jungen Unternehmern eher abschrecken als sie zu ermutigen und zu ermächtigen.

2 Gedanken zu “Grundsatzgedanken zur Selbständigkeit

  1. Hallo, hier muss ich dir vollkommen zustimmen. Alleine durch die bürokratischen Hürden zu Beginn der Selbstständigkeit wird hier in Deutschland jedes unternehmerische Vorhaben von einem jungen Gründer schnell ausgebremst. Auch bei deiner Ansicht, dass der Social Entrepreneurship unterschätzt ist, muss ich dir vollkommen recht geben. Da ich dieses Thema ebenfalls als sehr wichtig und zukunftsweisend für unsere gesellschaftlichen Probleme (die auch wir haben in D in Mengen haben) halte, habe ich vor ein paar Tagen einen Blog aufgesetzt, welcher sich aktiv mit diesem Themenbereich befassen soll und der breiten Masse einen Zugang sichern soll. Vllt. magst du mal vorbeischauen?

    http://www.dersozialeunternehmer.wordpress.com

  2. Welch wahren Worte! Allerdings nicht nur Bürokratie, sondern auch finanziell ist es wirklich nicht einfach ein neues Unternehmen aus dem Boden zu stampfen! Ich habe mich mit 28 Jahren im Druckmittelbusiness selbstständig gemacht und viel Glück mit dabei! Einerseits konnte ich viel vom Inventar meiner alten Firma übernehmen, da der Chef in Pension gegangen ist und ich habe auch einiges aus Insolvenzmassen ersteigern können! Meine Bank hat mir damals glücklicherweise einen Kredit mit guten Konditionen gegeben und auch habe ich vom Land eine Neugründerförderung erhalten. Gerade als Frau und mit einem Kind habe ich aber bemerkt, dass man sich in dem Business wirklich durchsetzen und noch viel besser als die männlichen Kollegen sein muss. Ich muss aber auch sagen, dass sich die ganzen Mühen gelohnt haben und auch, dass ich wirklich einen tollen Mann habe, der mich immer unterstützt hat! Mit Ende dieses Jahres habe ich auch meinen Kredit zurück gezahlt und dann geht es mal auf Urlaub 🙂
    LG und danke für den tollen Beitrag!

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