Archiv für den Monat September 2014

Nachdenkliches……

Seit Wochen beschäftige ich mit (erneut) mit dem Thema Tod und Sterben. Und immer mehr wird mir (wieder) bewusst, wie kostbar jeder Moment ist, den wir hier auf Erden verbringen. Und wie schwer wiegt jede Stunde, in der wir Dinge tun, die wir gar nicht tun wollen. Und noch viel Schlimmer: Wie schwer wiegt jede Stunde, in der wir nicht genau das tun, wofür wir auf diese Erde gekommen sind.

Was bedeutet dies nun für den ganz banalen Alltag?

Der ganz banale Alltag ist bei Weitem nicht so banal, wie wir immer denken. Er ist nur dann banal, wenn wir glauben, dass unsere Zeit hier auf Erden unendlich ist. Dann können wir sehr sorglos damit umgehen. Aber sobald die Erkenntnis in unser Bewusstsein tritt, dass wir nur eine endliche Zeit hier verbringen werden, wiegt alles viel schwerer.

Derzeit gehen wir von einer durchschnittlichen Lebenszeit von rund 83 Jahren bei Frauen aus. Das sind somit 4316 Wochen, oder anders gesagt 30.212 Tage.

Wenn wir nun noch weiter gehen, sind das 725.088 Stunden. Davon verschlafen wir ungefähr 300.000. Bleiben uns also durchschnittlich nur 425.000 Stunden. Ich finde, das klingt jetzt gar nicht mehr sooo üppig.

Diese 425.000 Stunden gilt es nun, möglichst intensiv zu leben. Doch wie können wir das tun?

Ich denke, die erste Frage die sich stellt, lautet: Was wollen wir eines Tages hinterlassen? Wollen wir etwas schaffen, das uns überdauert? Natürlich hoffen die meisten von uns, dass dies in erster Linie unsere Kinder sein werden. Aber darüber hinaus? Haben wir einen Beitrag geleistet, der über unsere kleine, private Welt hinaus geht?

Ich weiß nicht, welche Träume Ihr habt, aber ich träume davon, dass ich zumindest ein paar Impulse hinterlasse, aus denen andere Menschen Kraft schöpfen können und diese Impulse vielleicht weiter bearbeiten und verdichten.

Nachdenkliche Grüße

Manuela

Die Vision sehr genau ausarbeiten

Immer wieder erkenne ich auch bei mir Verhaltensmuster, dass ich einen Gedanke andenke und dann verfolge, obwohl ich die Idee noch gar nicht ganz zu Ende gedacht habe. Das ist fatal, denn wenn ich bereits Wochen oder Monate an einem Projekt gearbeitet habe und mir dann erst auffällt, dass es mir eigentlich so gar nicht liegt, nicht gefällt, oder dass es einfach nicht umsetzbar ist, fühle ich mich wie ein Versager.

Daher für die Schnellen unter uns: Ideen gehören zu allererst zu Ende gedacht!

Ich weiß, es gibt auch die Menschen, die vor lauter Denken nicht ins Tun kommen, aber das ist ein anderes Problem. Ich schreibe jetzt für die, die sich so leicht von ihrer Begeisterung mitreißen lassen.

Wie kann man Fehlschläge vermeiden?

1. Die Idee in Ruhe bis zum Ende durchdenken.

a) Wie sieht die Tätigkeit im Alltag aus – auch wenn ich sie schon tausend Mal gemacht habe? Macht sie dann immer noch Freude?

b) Gibt es einen reellen Markt für meine Idee?

c) Habe ich eine Chance meine Zielgruppe zu erreichen?

d) Hat diese Idee Entwicklungspotential?

Ich finde den letzten Punkt am wichtigsten. Wenn ich eine Idee verfolge, die keinerlei Entwicklungspotential hat, dann kann es (und wird es auch) passieren, dass mir die Sache schon sehr bald langweilig wird. Und wenn das Entwicklungspotential für mich keine Herausforderung darstellt, dann passiert dies auch.

Ich will es an einem einfachen Beispiel verdeutlichen:

Angenommen, ich bin eine wahnsinnig gute Strickerin und ich stricke tolle Socken und verkaufe die bei Ebay, Dawanda, Etsy…etc. Wenn ich das tausendste Paar Socken gestrickt habe, wird es langweilig werden, selbst wenn sich dieses Produkt gut und lukrativ verkauft. Wenn nun das einzige Entwicklungspotential darin liegt, dass ich mir LohnstrickerInnen suche, die mehr von diesen Socken stricken, wird meine Aufgabe bald nur noch in der Verwaltung, dem Marketing und der Abwicklung liegen. Es könnte Menschen geben, für die dies passt. Aber bei den meisten wird es nun problematisch, weil sie ja doch stricken wollen.

Wenn aber das Potential darin liegt, dass ich nicht nur Socken, sondern auch Röcke, Pullover, Mützen stricke, dann kann das wesentlich motivierender sein. Dann wird in mir ein inneres Potential geweckt, das mir ermöglicht an der Aufgabe zu wachsen.

Das meine ich mit dem Entwicklungspotential.

Darüber muss ich mir im Vorfeld Gedanken machen, wenn ich beabsichtige, dieser Idee eine längere Zeit nachzugehen.

Das Problem, das sich bei den meisten Ideen findet ist nämlich das: Wenn ein Unternehmen größer wird, dann wird der Gründer sehr häufig vom Innovator zum Bewahrer und das ist aus meiner Sicht der Grund, warum das oft schief geht.

Daher macht es Sinn, wenn ich meine Idee nicht nur im Hinblick auf möglichen Misserfolg, sondern auch im Hinblick auf möglichen Erfolg durchleuchte.