Archiv für den Monat Juni 2014

Jede Tätigkeit kann beseelt werden

Wenn wir etwas mechanistisch tun, ist es nicht dasselbe, wie wenn wir es mit Hingabe und Liebe tun. Egal ob wir kochen, putzen oder im Garten arbeiten. Wenn wir dies widerwillig tun, werden wir niemals das gleiche Ergebnis erlangen, wie wenn wir unser Tun beseelen.

Oft haben gerade wir Mütter das Gefühl, dass wir uns im Kreis drehen. Gerade haben wir einen Riesenberg Wäsche gewaschen, getrocknet, gebügelt, aufgeräumt, schon liegt ein gleich großer Berg Wäsche erneut im Bad.

Mit dem Putzen ist es ganz ähnlich. War gestern alles sauber und ordentlich, herrscht heute ein großes Chaos. Wer will uns verübeln, wenn wir diese Aufgaben nur noch widerwillig angehen?

Widerwille blockiert uns 

Aber im Prinzip schaden wir uns mit dem Widerwillen nur selbst. Alles, was wir widerwillig tun, kostet uns viel mehr Energie, als Dinge, die wir gerne und mit Leichtigkeit tun.

Wie kann man Widerwillen in Hingabe verwandeln?

Manchmal gelingt es mir, die Arbeit, die rund um die Familie zu tun ist, als Liebesdienst an der Familie zu sehen. Dazu braucht es einen Willensimpuls. Ich muss ganz willentlich bereit sein, für meine Familie etwas zu tun. Und ich muss mir ganz willentlich vor Augen halten, wie viel mir meine Familie bedeutet.

Und immer wieder geht mir dabei der Abschnitt über die Arbeit aus „Der Prophet“ von Khalil Gibran durch den Kopf:

Über die Arbeit

Ein Landmann sagte: Sprich uns von der Arbeit.
Und er antwortet und sagte: Ihr arbeitet, um mit der Erde und der Seele der Erde Schritt zu halten. Denn müßig sein heißt, den Jahreszeiten fremd zu werden und auszuscheren aus dem Lauf des Lebens, das in Würde und stolzer Umgebung der Unendlichkeit entgegenschreitet. Wenn ihr arbeitet, seid ihr eine Flöte, durch deren Herz sich das Flüstern der Stunden in Musik verwandelt. Wer von euch wäre gern ein Rohr, stumm und still, wenn alles andere im Einklang singt?
Es ist euch immer gesagt worden, Arbeit sei ein Fluch und Mühsal ein Unglück. Aber ich sage euch, wenn ihr arbeitet, erfüllt ihr einen Teil des umfassendsten Traums der Erde, der euch bei der Geburt dieses Traums zugeteilt worden ist. Und wenn ihr Mühsal auf euch nehmt, liebt ihr das Leben wahrhaft, und das Leben durch Mühsal zu lieben, heißt mit dem innersten Geheimnis des Lebens vertraut zu sein. Aber wenn ihr in eurem Schmerz die Geburt ein Leid nennt und die Erhaltung des Fleisches einen Fluch, der euch auf die Stirn geschrieben steht, dann erwidere ich, dass nur der Schweiß auf eurer Stirn das wegwaschen wird, was geschrieben steht.
Es ist euch auch gesagt worden, das Leben sei Dunkelheit, und in eurer Erschöpfung gebt ihr wieder, was die Erschöpften sagten. Und ich sage, das Leben ist in der Tat Dunkelheit, wenn der Trieb fehlt, und aller Trieb ist blind, wenn das Wissen fehlt. Und alles Wissen ist vergeblich, wenn die Arbeit fehlt. Und alle Arbeit ist leer, wenn die Liebe fehlt. Und wenn ihr mit Liebe arbeitet, bindet ihr euch an euch selber und an einander und an Gott. Und was heißt, mit Liebe arbeiten?
Es heißt, das Tuch mit Fäden weben, die aus euren Herzen gezogen sind, als solle euer Geliebter dieses Tuch tragen. Es heißt, ein Haus mit Zuneigung bauen, als solle eure Geliebte in dem Haus wohnen. Es heißt, den Samen mit Zärtlichkeit säen und die Ernte mit Freude einbringen, als solle euer Geliebter die Frucht essen. Es heißt, allen Dingen, die ihr macht, einen Hauch eures Geistes einflößen. Und zu wissen, dass die selig Verstorbenen um euch stehen und zusehen.
Oft habe ich euch sagen hören, als sprächet ihr im Schlaf: „Der mit Marmor arbeitet und im Stein die Gestalt seiner Seele wiederfindet, ist edler als der, der den Boden pflügt. Und der den Regenbogen ergreift, um ihn auf einer Leinwand zum Ebenbild des Menschen zu machen, ist mehr als der, der die Sandalen für unsere Füße macht.“ Aber ich sage nicht im Schlaf, sondern in der Überwachheit der Mittagsstunde, dass der Wind zu den riesigen Eichen nicht süßer spricht als zum geringsten aller Grashalme. Und der allein ist groß, der die Stimme des Windes in ein Lied verwandelt, das durch seine Liebe noch süßer wird.
Arbeit ist sichtbar gemachte Liebe. Und wenn ihr nicht mit Liebe, sondern nur mit Widerwillen arbeiten könnt, lasst besser eure Arbeit und setzt euch ans Tor des Tempels und nehmt Almosen von denen, die mit Freude arbeiten. Denn wenn ihr mit Gleichgültigkeit Brot backt, backt ihr ein bitteres Brot, das nicht einmal den halben Hunger des Menschen stillt. Und wenn ihr die Trauben mit Widerwillen keltert, träufelt eure Abneigung ein Gift in den Wein. Und auch wenn ihr wie Engel singt und das Singen nicht liebt, macht ihr die Ohren der Menschen taub für die Stimmen des Tages und die Stimmen der Nacht

Coaching in Wandlungsphasen

Meine neue Seite http://manuelapusker.com ist online. Es geht um Coaching in Wandlungsphasen.

Hier ein kleiner Ausschnitt:

Immer wieder kommen wir als Menschen in Phasen unseres Lebens, in der die alten Muster und Gewohnheiten keinen Bestand mehr haben. Wir werden mit Krisen und Veränderungen konfrontiert, in denen wir uns erst zurecht finden und unseren Standpunkt neu definieren müssen.

„Coaching in Wandlungsphasen“  hilft Ihnen, den Zusammenhang der aktuellen Situation mit ihrer Biographie zu sehen. Oftmals versteht man Entwicklungen erst dann, wenn man sie im Gesamtzusammenhang betrachtet. Aus dieser Sicht heraus, erscheinen dann neue Handlungsmöglichkeiten und Entscheidungen können getroffen werden.

Seit 15 Jahren arbeite ich mit Menschen, die sich in Umbruchssituationen befinden und habe auch selbst mehrere Umbrüche gemeistert. Meine Arbeit konzentriert sich darauf, das innere Potenzial zu aktivieren.

Alle Menschen verfügen über ein breites Spektrum an Handlungsmöglichkeiten und inneren Ressourcen. Durch Routinen und Alltagstrott sind diese Ressourcen jedoch bei vielen Menschen in einem Schlummerzustand. Mein Anliegen ist, Ihnen zu helfen, diese Potenziale wieder nutzbar zu machen.

Meine besonderen Schwerpunktthemen sind:

–          (Wieder-) Eintritt ins Berufsleben – Wie finde ich meine Berufung?

–          Wechseljahre – Der Neubeginn in der Lebensmitte

–          Woher komme ich – wohin gehe ich? Biographiearbeit in schwierigen Zeiten

–          Spiritualität im Alltag

–          Die mythische Heldenreise in der Biographie

Sie können mich gerne kontaktieren unter: +43 (0) 664/3807434 oder manuela@pusker.at

oder über dieses Kontaktformular

Der Irrtum der Gründungsberatung

Wenn jemand sich auf den Weg in die Selbständigkeit macht, kommt oftmals die Gründungsberatung ins Spiel.

Ich behaupte: Die Gründungsberatung demotiviert junge Gründer mehr, als sie nützt.

1. Die Fachleute in der Gründungsberatung sind in den seltensten Fällen selbst Unternehmer. Das sind Leute, die Gründer und deren Ideen nach einer bestimmten Liste abarbeiten.

2. Wird der Unternehmensidee meist viel zu wenig Beachtung geschenkt. Die jungen Gründungswilligen werden darauf hingewiesen, dass sie nun eine Reihe von Aufgaben zu erledigen haben. Sie sollen einen Businessplan schreiben, der möglichst fünf Jahre in die Zukunft reicht.

3. Spätestens wenn die Leute der Gründungsberatung dem jungen Visionär klar machen, dass er sich in Zukunft um solche Dinge wie Buchhaltung, Bilanzen, Steuern und Recht kümmern muss, wird diesem der letzte Zahn gezogen.

Wo liegt der Grund für diese Diskrepanz?

Menschen mit einer Idee wollen ihre Idee umsetzen, sie der Welt nutzbar machen. Diese Idee ist aber oftmals noch gar nicht ausgereift. Der erste Schritt wäre, sich um die Ausarbeitung dieses Ideenfundaments zu kümmern. Aber dafür sind die Leute in der Gründungsberatung nicht geschult. Aber wenn man die Idee nicht zu Ende denkt, nicht schaut, wie man sie optimieren kann, dann ist es so, wie wenn man ein Haus baut und auf Keller und Erdgeschoss verzichtet.

Die Berater sind darauf geschult gründungswilligen Menschen die Verwaltung ihres (noch nicht bestehenden) Unternehmens beizubringen. Aber dies käme eigentlich erst viel später dran. Und darüber hinaus kann das alles ausgelagert werden. Niemand muss seine Steuererklärung selbst machen. Dafür gibt es sehr viele sehr gut ausgebildete Steuerberater. Gründer sollten sich darauf konzentrieren, dass ihre Idee gut ausgereift ist.

Der Begriff Entrepreneuer im Englischen bezeichnet diesen Gründertypus. Ein Entrepreneur ist ein Mensch, der sich einer Idee verschrieben hat und diese in ein Unternehmen verwandeln möchte. Ein Unternehmer im deutschen Sprachgebrauch ist ein Manager, einer der das Unternehmen hauptberuflich verwaltet.

Das sind zwei grundverschiedene Dinge.

So lange die Gründerberatung in diesem Geist arbeitet, wird sie wahrscheinlich Gründungen eher verhindern als fördern.

Ideen und Inspirationen aus dem Urlaub

Urlaub ist eine wunderbare Zeit, neue Inspirationen zu sammeln. Während man durch fremde Gassen bummelt, macht es Sinn, die Augen zu öffnen und zu schauen: Was gibt es hier, was es bei uns nicht gibt?

Produkte und Dienstleistungen finden

Immer wieder kann man auf Produkte und Dienstleistungen stoßen, die man zu Hause vielleicht ebenfalls gerne hätte. Das können die wunderbaren Speisen sein, oder ein besonderer Service, den man zu Hause vermisst.

Vielleicht taucht auch die eine oder andere DIY Idee auf. Es ist wunderbar inspirierend, unbekannte Wege zu gehen.

Ebenso kann man einfach mal die Seele baumeln lassen und darüber nachdenken, ob man wirklich auf dem richtigen Weg ist. Niemals ist der Zeitpunkt günstiger, als fernab vom Alltag und seinen Routinen.

Aus der Distanz wirkt alles klarer

Im Leben ist man eigentlich immer weitsichtig. Je näher etwas ist, desto verschwommener wirkt es. Erst wenn man es weit genug von sich weghält, kann man die Konturen scharf erkennen. Dazu ist der Urlaub die optimale Zeit.

Bloß keinen Freizeitstress im Urlaub

Wer seinen Urlaub so vollstopft mit Aktivitäten, dass für den scharfen Blick gar keine Zeit bleibt, nimmt sich viel. Aktivitäten sind toll. Sie aktivieren Areale des Gehirns, die im Alltag vielleicht brach liegen. Aber dazwischen darf es den Raum für die Gedanken geben,

Raum zwischen den Gedanken

Und dann ist da noch der Raum zwischen den Gedanken. Das ist eigentlich der kostbarste Raum. Es sind die kurzen Momente, in denen der Geist ganz frei ist. Ausgebrochen aus seinem Gehege, schwebt er über den Dingen und erkennt.

Wer es schafft, dieses magischen Momentes gewahr zu werden, darf sich gesegnet fühlen. Aus den Tiefen des Universums spricht etwas zu ihm.

Die leise Stimme der Inspiration

Was da spricht, ist die leise Stimme der Inspiration. Die kurzen Momente, in denen man reines Bewusstsein ist. Im Hintergrund nur das monotone Rauschen des Meeres oder das Zwitschern der Vögel. Der Kopf frei von Sorgen und Alltagslast. Und plötzlich ist er da: Der Moment der Erkenntnis! Diesen Moment zu erkennen und sich ganz durchdringen zu lassen ist eine wunderbare Erfahrung. Ich wünsche sie Euch allen, in diesem gerade beginnenden Sommer 2014.