Archiv für den Monat März 2014

Urlaub mit Kindern – aber bitte stressfrei!

 

Urlaub_Kinder

Ein Gastbeitrag von Christine Müller

Elternteil gibt man es nur ungern zu – aber der lang erwartete Urlaub mit den Kindern ist manchmal mehr Stress als Erholung. Was lässt sich also tun, um die gemeinsame Zeit für alle Familienmitglieder möglichst schön zu gestalten?

Planen und entstressen

Eine Urlaubsreise ist nicht für Erwachsene, sondern auch für Kinder purer Stress: Hektische Eltern beim Packen, lange Fahrten und schier endloses Sitzen im Flieger, Zug oder Auto werden für die Kleinen mitunter zur Belastungsprobe. Mit einigen einfachen Tipps lässt sich der Auftakt zum Urlaub jedoch entstressen:

1. Checklisten darüber, was mit muss und was zuhause bleiben kann, erleichtern das Packen und vermeiden Panikausbrüche, wenn man sich fragt, ob man etwas vergessen hat. Außerdem setzt man sich durch eine Checkliste intensiver damit auseinander, was für den Urlaub wirklich notwendig ist: Zu viel, zu wenig oder falsch packen ist dann passé.

2. Eine gute Routenplanung macht die Anreise zu einem gemütlichen Familienausflug: Bei Zugfahrten gezielt nach direkten Fahrten ohne Umsteigen Ausschau halten und bei Anreise mit dem Auto die Route im Vorfeld so wählen, dass ausreichend Pausen an Raststätten oder auf Spielplätzen eingeplant werden können. Fahrten über Nacht bieten sich ebenfalls an, da die Kinder die Anreise so „verschlafen“ und ausgeruht ankommen.

3. Kinder wollen beschäftigt werden: Bücher, Spiele, Snacks, Getränke und das Lieblingskuscheltier sind daher ideale Reisebegleiter. Packen Sie alles Nötige für die Fahrt in einen separaten Koffer – damit entfällt unterwegs hektisches Suchen.

Ankommen und erholen

Im Urlaub angekommen, wollen alle möglichst viel Spaß und Entspannung. Das geht aber nur, wenn der Urlaubsort und das Urlaubsdomizil so gewählt werden, dass jedem Familienmitglied etwas geboten wird. So schön der gemeinsame Urlaub auch ist, sollten Eltern aber auch darauf Wert legen, Zeit zu zweit als Paar zu verbringen. Spezielle Familienhotels kommen Eltern und Kindern dabei entgegen: mit geräumigen und gut ausgestatteten Familienzimmern, Freizeit- und Wellnessangeboten für Groß und Klein, Kinderbetreuung und vor allem viel Raum für die Individualität jeder Familie und jedes Einzelnen.

Der wichtigste Tipp von allen lautet jedoch: Sehen Sie den Urlaub als das, was er ist – die Möglichkeit, kostbare Zeit und unbeschwerte Momente mit Ihren Lieben zu genießen!

Kooperationen statt Dienstleistungen

Gerade in der letzten Zeit erlebe ich einen Trend in der Zusammenarbeit mit Frauen. In ganz vielen Projekten in meinem Umfeld kommt es dazu, dass mehrere Frauen mit unterschiedlichen Kenntnissen und Qualifikationen sich zusammen tun und gemeinsam etwas auf die Beine stellen.

Das ist eine sehr schöne Entwicklung, denn Vieles davon würde nicht entstehen können, wenn dies nur eine Frau wäre, die sich all die Kenntnisse der anderen zukaufen müsste. Die wenigsten Frauen und Mütter haben genügend Geld auf der hohen Kante um all diese Dinge vorzufinanzieren.

Diese Vorgehensweise bedeutet, gemeinsam das Risiko tragen und gemeinsam den Erfolg ernten. Dadurch ist die Motivation der Einzelnen entsprechend hoch, dass das Projekt erfolgreich wird.

Ich sehe es auch als eine schöne Geste des Handreichens. Gemeinsam viel stärker zu sein. Gemeinsam zu denken und zu planen. Gemeinsam einen Traum wahr werden zu lassen.

Ich hoffe, dass sich diese Entwicklung fortsetzt und ganz viele Frauen sich die Hand reichen, um gemeinsam etwas in der Welt zu bewegen.

Misserfolg – die innere Dehnung

Wenn wir uns mit großem Engagement für eine Sache einsetzen, und wenn diese Sache dann nicht den gewünschten Erfolg hat, dann ist es schwer dies auszuhalten.

Mit Aushalten meine ich nicht nur, es zu akzeptieren. Ich meine damit, ganz bei der Sache zu bleiben und genau zu fühlen, welche Regungen nun durch einen hindurch ziehen. Wir neigen dazu, uns im Misserfolgsfall innerlich abzuwenden, denn das macht die Situation (scheinbar) erträglicher. Wir versuchen, es so schnell wie möglich zu vergessen und uns anderen Dingen zuzuwenden.

Aber was passiert, wenn wir ganz bewusst bleiben? Wenn wir jeden Moment dieser Situation ganz bewusst in uns erleben? Es zeigt sich dann, dass wir dadurch etwas Wundervolles erleben. Wir müssen uns plötzlich nicht mehr verstecken, sondern wir können im Angesicht des Misserfolgs innerlich wie äußerlich genau so aufrecht bleiben, wie wir es im Erfolgsfall sein würden.

Einen Misserfolg zu erleben signalisiert nämlich eines: Wir haben etwas unternommen. Nur wenn man nichts unternimmt, kann man Misserfolge ausschließen. Sobald man sich mit einem Engagement aus der Komfortzone hinaus begibt, gerät man in Gefahr einen Misserfolg zu erleben.

Und was sagt uns das aus? Es sagt nicht mehr und nicht weniger, als dass diese Sache, auf diesem Weg, an diesem Ort nicht funktioniert. Und danach ist man schlauer. Oder auch nicht. Denn nun gilt es herauszufinden, ob die Sache, der Weg oder der Ort das nächste Mal besser gewählt werden müssen.

Und wenn man es geschafft hat, sich dem zu stellen, ohne Ausflüchte, ohne Schuldzuweisungen, ohne Verzerrungen des Selbstbildes, dann geht man gestärkt aus dieser Situation heraus, Dann ist es, was es ist: Eine wertvolle, kostbare Erfahrung, geeignet uns einen Blick über den eigenen seelischen Tellerrand zu ermöglichen.

Ich empfinde Misserfolge wie seelisches Fitnessstudio. Man muss sich innerlich dehnen, weit machen, Nur so kann man die Essenz dieser Lebenserfahrung in sich aufnehmen. Man kann hinfühlen, sich hinein versetzen, durchdenken…..und weiter gehen. Nicht das Aufhalten beim Misserfolg ist das Ziel, sondern das Wahrnehmen und das Integrieren der Erfahrung. Dann bleibt es das, was es immer war: Etwas, das uns kräftig, befähigt und mutiger macht.

 

Selbständig sein als HSP?

hochsensible Unternehmer - HSP

HSP – Hoch Sensible Personen

haben es in der modernen Geschäftswelt nicht leicht. Was für andere Menschen Lust und Freude sein kann – Trubel, viele Menschen, Veranstaltungen, Rummel, Geräuschkulisse, Gespräche, Stimmen, Gerüche, Farben und andere optischen Reize, sind für HSP einfach nur anstrengend.

Wenn man mit dieser – viel zu dünnen Haut – geboren ist, kann man nichts anderes tun, als sich vor den meisten dieser Einflüsse zu schützen. Man muss wohl dosieren, wann und wie oft man sich möglichen Reizüberflutungen aussetzt.

Als Selbständiger hat man es damit nicht unbedingt leichter, denn oftmals muss man Veranstaltungen, Messen und sonstige Events im Rahmen seiner Tätigkeit besuchen.

Was HSP Entrepreneurs helfen kann

1. Bereits den Unternehmensinhalt so zu wählen, dass man möglichst viel alleine arbeiten kann.

2. Sich einen Arbeitsplatz schaffen, der möglichst viel ungestörte Zeit gewährleistet.

3. Nach unvermeidlichen Events und der daraus resultierenden Überforderung, Tage zum Erholen einplanen.

4. Sich nicht mit anderen Menschen messen. Was für andere Menschen vielleicht gerade richtig und anregend ist, ist für HSPs oft schon viel zu viel.

Man könnte nun meinen, dass HSPs sich eigentlich gar nicht zum Unternehmertum eignen. Aber das kann man so pauschal nicht sagen. Es kommt allerdings sehr genau darauf an, was sie tun. Solange sie selbstbestimmt ihren eigenen Rhythmus leben dürfen, können HSPs durchaus sehr erfolgreich sein – besonders in Branchen, die ein hohes Einfühlungsvermögen erfordern.

Leider ist diese Besonderheit in weiten Kreisen noch nicht anerkannt, sodass HSPs oftmals in Gefahr laufen, als weniger belastbar oder als Mimosen zu gelten. Den markigen Spruch: „Komm, stell dich doch nicht so an“! hat jeder HSP sicher schon ungezählte Male gehört.

Hier hilft nur Eines: Sich selbst mit seinen Eigenheiten anerkennen und sich selbst die Wertschätzung angedeihen lassen, die man sich von anderen wünscht.

Nur zu leicht rutscht man in diese nicht erfüllbare Erwartungsspirale anderer Menschen hinein und fängt an, Raubbau mit seinen Kräften zu treiben.

HSPs müssen gut auf sich aufpassen und lieber einmal zu früh als zu spät „Stop“ sagen.