Tue, was du liebst

Wir alle wissen es mehr oder weniger: Wir sollten das im Leben tun, was wir lieben.

Aber handeln wir auch entsprechend? 

Mir ging es viele Jahre so, dass ich einerseits meine berufliche Liebe kannte, aber andererseits nicht so richtig wusste, wie ich es umsetzen sollte. Das Einzige, das funktioniert hat, war: Einfach anzufangen.

Wir haben gelernt, dass wir Business-Pläne machen müssen. Wir müssen genau wissen, wann wir welches Ziel erreicht haben. Wir müssen ein klares Bild vor uns haben. Das ist die Idealvoraussetzung.

Aber manchmal verhindern unsere Blockaden diese genaue Vorstellung

Da hilft nur eines: Anfangen! Einfach jeden Tag das zu tun was man liebt. Und wenn es nur für eine Stunde oder zwei ist. Die wenigsten von uns sind in der Lage einfach alles hinzuschmeißen und ausschließlich das zu tun, was man liebt.

Aber jeder von uns ist in der Lage eine gewisse Zeit am Tag das zu tun, was wir lieben. Und mit der Zeit schwinden die Blockaden von ganz alleine. Wir wachsen quasi in unsere Vision hinein.

Wenn du es liebst zu schreiben, dann warte nicht auf das wild-romantische Haus in Cornwall, das dir ermöglicht in absoluter Einsamkeit 15 Stunden am Tag zu schreiben – sondern schreibe eine Stunde an deinem Küchentisch.

Wenn du es liebst zu nähen, dann warte nicht auf den Tag an dem deine Kinder groß sind und du deinen Job hinschmeißen kannst – sondern nähe drei Mal pro Woche.

Wenn du es liebst Cupcakes zu backen, dann denke nicht über die rechtlichen Bestimmungen einer Cupcake-Manufaktur nach, sondern backe einfach Cupcakes für deine Freunde und Familie.

Wenn du es liebst zu helfen, dann träume nicht davon die Welt zu retten, sondern hilf all den Menschen, die dir begegnen.

Sobald man den ersten Schritt tut, folgen weitere. Der Nebel wirkt sehr dicht, wenn wir in die Ferne sehen. Die nächsten Meter sind aber gut erkennbar. Gehe die nächsten Meter.

Wenn du es schaffst, deine geliebte Tätigkeit in deinen Alltag einzubauen, wirst du einen Weg finden, deine geliebte Tätigkeit zu einem Beruf zu machen. Auch wenn dir der Weg noch gar nicht vor Augen steht.

Überleg dir, was du heute am liebsten tun würdest – und tu es einfach. 

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