Was tun, wenn die Aufgabe überwältigend erscheint?

Ein Projekt beginnen

Gerade, wenn man sich selbständig machen möchte, kann es passieren, dass die Fülle an Aufgaben, die auf einen zukommen, überwältigend erscheinen.

Selbst wenn man bereits selbständig ist, kann es passieren, dass man ein Projekt zusagt, und dann feststellt, dass es einfach nicht gelingen will, einen Anfang zu finden.

Wie kann man einen Anfang finden?

Dazu muss man erst einmal definieren, was der richtige Anfang ist. Wenn man etwas tut, das man bisher noch nie getan hat, dann weiß man meist gar nicht, wo der Anfang versteckt sein könnte. Da gibt es mehrere Strategien:

1. Man fragt jemanden, der ein ähnliches Projekt schon durchgezogen hat

Das ist meist eine gute Sache, allerdings muss man auch hier beachten, dass Menschen verschieden sind und verschiedene Herangehensweisen haben. Was für den einen klar und schlüssig erscheint, kann den anderen verwirren. Daher gibt es noch eine weiter Möglichkeit:

2. Einfach irgendwo anfangen

Da kann nicht viel schief gehen. Selbst wenn man eines Tages bemerkt, dass man offenbar das Pferd vom Schwanz her aufgezäumt hat, ist meist nicht so viel passiert. Dann korrigiert man eben nach. Wenn man außer Zeit nichts investiert hat, ist das auch gar nicht so tragisch. Übung macht bekanntlich den Meister. Und aus nichts lernt man besser, als aus den eigenen Fehlern.

Fehlertoleranz üben

Wenn man sich das erste Mal auf die eigenen Beine stellt, dann ist es unumgänglich, dass man Fehler macht. Die Menschen, die ängstlich versucht sind, jeglichen Fehler zu vermeiden, kommen meist gar nicht aus den Pötten. Es ist viel produktiver, das Vorhaben nach dem berühmten Trial and Error Prinzip anzugehen, als jahrelang über möglichen Fehlerquellen zu brüten.

Das Projekt anschauen und einfach irgendwo beginnen

Das kann sein, dass man eine Menge Leute anruft und mit ihnen das Vorhaben bespricht. Oftmals ergeben sich daraus neue Ideen und Kontakte. Oder man schreibt zuerst mal auf, was an formellen Dingen getan werden muss und erledigt diese. Oder man startet eine Recherche und setzt sich einen Termin, wann diese abgeschlossen sein soll.

Das mit dem Termin ist besonders wichtig, da spreche ich aus eigener, leidlicher Erfahrung: Frau kann sich nämlich auch zu Tode recherchieren. Irgendwann ist aber mal gut. Dann kommt der nächste Schritt. Egal welcher, aber der nächste.

Perfektion erst zum Schluss

Je neuer die Herausforderung, je unbekannter das Terrain ist, umso mehr geht es darum, überhaupt etwas zu tun. Die Perfektion, der Feinschliff kommt dann am Ende dran. Wenn man jeden Schritt tausendfach überprüft, verschafft man sich nur Frustrationserlebnisse. Das kommt nicht zuletzt daher, dass man noch nicht genügend Erfahrung hat, überhaupt zu erkennen, wo Perfektion wichtig ist, und wo nicht.

Sich nicht mit den Profis vergleichen

Wenn man sich in diesem Stadium mit Menschen vergleicht, die das, was man gerade vor sich hat, bereits tausendfach erledigt haben und alles Wissen dafür aus dem Ärmel schütteln und vielleicht sogar einen gewaltigen Beraterstab zur Verfügung haben, dann ist es so, wie wenn wir die Gemälde unserer Kindergartenkinder mit der Sixtinischen Kapelle vergleichen. Das sind einfach zwei völlig verschiedene Welten.

Mut zum Anfang

Ein Projekt zu beginnen ist wie ein total chaotisches Kinderzimmer aufräumen. Zuerst würde man gerne rückwärts wieder raus gehen und die Tür schließen. Dann fängt man an Lego von Playmobil zu trennen, die Papierschnipsel aufzusammeln, die Autos und/oder Barbies ins Regal zu stellen, die Bücher wegzuräumen und ehe man sich versieht, nimmt es Form und Kontur an.

Und nichts Anderes ist ein Projekt: Ein Berg Arbeit, der irgendwo begonnen werden muss. Daher wünsche ich: Viel Mut bei jedem neuen Projekt!

 

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