Archiv für den Monat November 2013

Die Philosophie des Kaizen

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Ich mag die japanische Philosophie des Kaizen. Das bedeutet, dass man jeden Tag ein wenig an sich arbeitet, jeden Tag sich selbst und seine Umgebung ein wenig verbessert. Das klingt einfach und ist es auch.

Kaizen ist der Weg zu dauerhafter Zufriedenheit

Während wir, hier im Westen, uns gerne umwerfende Veränderungen vornehmen, die möglichst rasch zu erfolgen haben, haben die Japaner nach dem Weltkrieg Kaizen entwickelt. Es wird sowohl in Unternehmen als auch im Alltag eingesetzt. Durch tägliche kleine Schritte kommt es im Lauf der Zeit zu großen Veränderungen. Man braucht dazu nur etwas Geduld und muss dranbleiben. Dann kann man auf diesem Weg sehr Großes bewirken.

Kaizen gegen die Angst vor Veränderung

Wenn wir uns große Veränderungen vornehmen, kann es durchaus sein, dass unser Bewusstsein das gut heißt. Aber wir wissen oft nicht, dass unter Unterbewusstsein diese Bemühung sabotiert.

Wächterfunktion des Unterbewusstseins

Unser Unterbewusstsein mag keine Veränderungen, denn die signalisiert Gefahr. Wenn wir uns zu viel auf einmal vornehmen, arbeitet unser Unterbewusstsein meist gegen uns, weil es uns vor dem Ungewissen beschützen will.

Wenn wir hingegen Kaizen praktizieren, nehmen wir dem Unterbewusstsein die Unsicherheit. Es merkt, dass nichts Gefährliches geschieht. Und somit wird es uns ab einem bestimmten Zeitpunkt auch unterstützen. Aus der anfänglichen Bemühung werden Gewohnheiten.

Kaizen als Weg durch den Advent

Wenn wir im Rückblick auf das – nahezu vergangene – Jahr feststellen, dass es in unserem Leben Verbesserungspotenzial gibt, dann können wir die allseits beliebten Neujahrsvorsätze heran ziehen, nach denen wir spätestens bis Ende Januar Riesenveränderungen eingeleitet haben, oder wir können bereits die Adventszeit nützen, uns in der Kunst der kleinen Schritte zu üben.

Wir können jeden Tag etwas aufräumen, jeden Tag an unserer beruflichen Vision arbeiten, jeden Tag ein paar Kalorien weniger zu uns nehmen, jeden Tag ein paar Wörter an unserem Buch schreiben. Jeden Tag ein wenig bringt im Lauf des Jahres ein großes Ergebnis.

Auf diesem Weg wird die Wahrscheinlichkeit des Gelingens sehr viel größer. 

Jedes Jahr stellen wir fest, wie schnell ein Jahr vergangen ist. Das ist unglaublich. Kaum war Silvestern, ist es schon wieder Advent.

Wenn wir jeden Tag des alten und des kommenden Jahres nützen, an unserem Ziel zu arbeiten, können wir nächstes Jahr auf etliche Erfolge zurück blicken – sehr viel wahrscheinlicher, als wenn wir uns kurzfristige und unrealistische Ziele setzen.

Endspurt des alten Jahres

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So, ab heute ist es amtlich: Der Winter ist da. Es schneit in Reichenau an der Rax.

Aber auch der gestrige Blick aufs Datum war sehr aufschlussreich. Weihnachten rückt näher. Gestern in einem Monat ist Heilig Abend. Das ist wunderschön. Ich mag Weihnachten – mit allem, was dazu gehört. Es ist auch immer wieder verblüffend, wie schnell so ein Jahr vergeht. War nicht erst Silvester gewesen?

Für mich ist das auch immer eine Zeit des Rückblicks:

Wie gut habe ich das (fast) vergangene Jahr genutzt?

Bin ich meinen Zielen näher gekommen?

Worin habe ich mich verbessert?

Ich finde, gerade der Advent ist eine hervorragende Zeit, sich darüber Gedanken zu machen. Meditatives Plätzchen ausstechen, mit gleichzeitigem Fragen nach dem Sinn des Lebens, ist ganz mein Ding.

Gerade heute wieder finde ich, dass ich Vieles richtig gemacht habe. Während viele Leute in der Früh ihr Auto abkehren mussten, um zur Arbeit zu kommen, habe ich mich mit einer Tasse Kaffee an den Schreibtisch gesetzt und hatte kurz nach 8 bereits die ersten 1500 Wörter geschafft. Für jemanden, der Texte produziert, eine ganz schöne Leistung.

Jetzt ist viertel elf und mein Arbeitstag geht heute bis ungefähr 13.00 Uhr. Ich sollte also noch Einiges schaffen. Das ist das, was ich für mich für das (fast) vergangene Jahr als Erfolg verbuche: Ich habe mich vollumfänglich dafür entschieden, meine Arbeit von zu Hause aus zu machen. Das gibt mir die Möglichkeit meine Zeit für meine Familie, meine Arbeit und für mich frei einzuteilen.

Was findet Ihr, was Ihr richtig gemacht habt?

 

 

Die Frage mit der Selbstdisziplin

Ich werde immer wieder gefragt, wie das denn sei, wenn man freiberuflich und selbständig arbeitet? Setzt man sich dann wirklich hin und arbeitet, oder macht man dann tausend andere Dinge, statt sich um seine Arbeit zu kümmern?

Ich weiß von vielen anderen Freiberuflern, dass sie Probleme damit haben. Und auch ich habe öfter Probleme damit. Und zwar immer dann, wenn ich etwas machen muss, das ich eigentlich nicht will. Der absolute Overkill ist bei mir die Buchhaltung. Einmal im Quartal entwickle ich mich zum Weltmeister der Prokrastination. Da mache ich die unsinnigsten Dinge, nur um nicht zum Stapel Papier greifen zu müssen.

Aber wenn ich die Dinge tue, die mich wirklich interessieren und die ich wirklich gerne tue, dann setze ich mich sofort in der Früh an den Schreibtisch und bleibe dort bis am Nachmittag.

Und da liegt das Geheimnis: 

Als Freiberufler sollte man so viele Dinge wie möglich tun, die Spaß machen. Denn nur mit denen kann man erfolgreich sein. Meine persönliche Motivation ist die, dass ich mir vorgenommen habe, jemanden damit zu beauftragen, meine Buchhaltung zu machen. Das ist besser für mich, für den Steuerberater und für die Welt.

Dafür muss ich aber meine Produktivität erhöhen, denn es muss sich ja rechnen.

Daher sollte sich jeder Mensch – ob Freiberufler oder nicht –  fragen, was die Dinge sind, die er gerne und ohne (innerlich) zu Murren macht.

Bei mir ist es das Verfassen von Texten, die etwas mit mir und meinen Interessen zu tun haben. Da ich aber noch nicht so gesegnet bin, dass ich davon schon leben kann, muss ich auch noch Texte verfassen, die mit mir sehr wenig zu tun haben und die mich nicht wirklich inspirieren. Durch die muss ich mich auch eher durchquälen. Das ist für mich der Preis der Freiheit.

Aber sind wir ehrlich:

Selbst in Herzens-Projekten gibt es Plateaus, die sich eher mühsam gestalten. Auch da muss man durch. Es ist immer nur die Frage, welchen Prozentsatz nimmt das Mühsame ein, und wie viel Inspirierendes und Motivierendes darf ich tun.

Ich bemühe mich darum, den Prozentsatz des Inspirierenden und Motivierenden zu steigern. Das ist für mich der Gewinn an Lebensqualität durch die Selbständigkeit.

Ich habe die Möglichkeit, mich an den Punkt zu arbeiten, an dem ich im Großen und Ganzen meine Lebenszeit und meine Energie nur noch für Dinge einsetzen muss, die etwas mit mir und meiner Vision zu tun haben. Aber bis dahin muss ich mich immer wieder in Selbstdisziplin üben. Manchmal fällt es mich leichter, manchmal schwerer. Und an manchen Tagen habe ich sogar das Gefühl, gar nichts geschafft zu haben.

Interessanterweise stellt sich aber gerade nach solchen Tagen oft heraus, dass sie mich insofern weiter gebracht haben, als ich durch das Heraustreten aus dem Alltag auf neue Gedanken gekommen bin.

 

Die Bildung unserer Kinder

Ich habe am Wochenende den neuen Film von Erwin Wagenhofer, „alphabet“, gesehen. Nach „we feed the world“ und „let`s make money“ wieder ein Film, der auch den nachdenklichsten Menschen unter uns zum weiteren Nachdenken motiviert.

Wohl dem, der da gerade nicht vor der Wahl der weiterführenden Schule steht. Wir stehen gerade davor. Und wenn ich in den letzten Wochen und Monaten schon das Gefühl hatte, dass ich nicht die optimale Lösung finden kann, so habe ich jetzt das Gefühl, dass es überhaupt keine optimale Lösung gibt.

Im Film wird sehr deutlich, was unser Schulsystem in und mit Kindern anrichtet. Mir war das alles – teilweise – vorher schon klar. Nicht ohne Grund habe ich vor 25 Jahren eine Schulgründungsinitiative ins Leben gerufen. Aber nun stehe ich da, ich tumber Thor, und weiß beim besten Willen nicht, welche der Möglichkeiten, die mit dem kleinsten Zerstörungspotenzial ist,

Was will ich für mein Kind?

Ich will gute Bildung, aber noch viel lieber eine gute Kindheit.,

Ich will, dass mein Kind später gute berufliche Chancen hat, aber ich will noch viel mehr, dass es ein glücklicher Mensch wird.

Ich will, dass mein Kind sein Potenzial leben kann, aber ich will noch viel mehr, dass seine Potenziale nicht zerstört werden.

Welche Dinge werden meinem Kind rückblickend wichtig sein? Wird es mir einmal vorwerfen, dass seine ganze Kindheit nur aus Lernen bestand, oder wird es mir vorwerfen, dass ich es nicht genügend gefördert habe?

Wie kann ich sicher stellen, dass ich immer erkenne, wie es ihm gerade geht? Wann es zu viel wird? Wie kann ich ihm Erfahrungen ermöglichen und auch wieder abbrechen lassen, ohne ihm das Gefühl zu geben, gescheitert zu sein?

Ich habe heute keine Antwort auf meine Fragen. Ich weiß auch, dass ich die Entscheidung nicht meinem Kind aufbürden kann. Wie sollen wir, als Eltern, nun entscheiden, was für unser Kind das Beste ist?

Was können wir darüber hinaus tun, um unseren Kindern auch außerhalb der Schule, wichtige Wissensinhalte auf kindgerechte Weise zu vermitteln? Was können wir tun, dass unser Kind sich an eine erfüllte, fantasievolle Kindheit erinnern kann? Wo können wir Freiräume für Kreativität und selbstbestimmte Kindheit schaffen?

All diese Fragen geistern momentan durch meinen Kopf. Ich habe, in meiner mehr als zehnjährigen Tätigkeit im arbeitsmarktpolitischen Kontext, so viele Menschen erlebt, die nicht an sich glaubten, die nicht glaubten, dass sie auf der Welt sind um etwas Einzigartiges zu schaffen, die keine Ahnung hatten, wie sie ihr Leben zu einem Kunstwerk machen können.

Wie kann ich meine Kinder vor dieser Resignation bewahren?

Wer sich weiter darüber informieren möchte, findet die Details zum Film unter: www.alphabet-derfilm.at

Christmas Spirit – Workshop

Anthroposophie und Schamanismus

Christmas Spirit – Balsam für die Seele

Workshop/Rituale/schamanische Reise

Wohnspirit

Lassen Sie sich von uns einen Tag in den Zauber der Weihnachtswelt, des Abschieds und des Neubeginns entführen.

Die Zeit vor Weihnachten – eine Zeit der Besinnung, des Abschieds von Altem und der Planung des Neubeginns. Wie können wir es schaffen, diese Zeit wirklich dafür zu nutzen, alleine und im Kreis unserer Lieben dem Jahr einen würdigen Abschied zu bescheren?

Jedes Jahr nimmt man sich vor, dieses Jahr die Weihnachtszeit anders zu begehen. Weniger Rummel, weniger laut und hektisch, weniger Konsum.

Und ehe man sich`s versieht, rast die kostbare Zeit des Advents, Weihnachten, Neujahr und die Rauhnächte an einem vorbei und wieder hat man es nicht geschafft.

Wir möchte Ihnen einen Raum bieten, sich Gedanken zu machen, wie Sie die Zeit des Advents als das nützen können, was sie eigentlich ist – eine Zeit der gespannten Erwartung und des freudigen Hoffens.

Ebenso möchten wir Sie inspirieren, ein Weihnachtsfest zu feiern, wie es zu Ihnen und Ihrer Familie passt. Ob christlich, keltisch, naturreligiös – alles darf sein, darf seinen Platz finden.

Wir möchten Ihnen ebenfalls Gedanken, Rituale für den Jahreswechsel zeigen und Anregungen, Bräuche und Wissenswertes über die Rauhnächte, die Anderszeit vermitteln.

Unsere Themen für Sie

–         Zeit des Advents, der Erwartung, der Vorfreude. Bräuche und Rituale für     Erwachsene und Kinder

–         Der Weg des Elternpaares Maria und Josef durch die Elemente und die menschlichen Wesensglieder im Advent

–         Die Wiederkunft Christi im Ätherischen

–         Die Sternenkonstellation zu jener Zeit und ihre Bedeutung für das Weihnachtsfest

–         Der keltische Jahreskreis

–         Herr der Dunkelheit und Göttin des Lichts

–         Der Schamanenbaum und die drei Welten

–         Magie der Rauhnächte, Bräuche, Anderszeit

–          Schamanische Reise zum Ausklang des Jahres, Anliegen, Wünsche

Manuela Pusker    

Pusker                                                  

Trainerin in der Erwachsenenbildung, Autorin, Redakteurin

Seit 30 Jahren Beschäftigung und Forschung im Rahmen der anthroposophischen Geisteswissenschaft

Ing. Alf Fuchs

Alf Fuchs

Schamanisch Tätiger und Energethiker (seit 21 Jahren).

Ex-Manager, weltweite schamanische Ausbildungen direkt bei den Natives (ausgenommen Australien)

Seminarort:

Habsburgweg 1

2651 Reichenau/Rax

Seminarzeit:

Samstag, 30. November 2013

10.00 Uhr bis ca. 18.00 Uhr

Kosten:

90 €/Person

Anmeldung unter:  manuela@pusker.at oder

Telefonisch: 0664/380 74 34

www.helfendekraefte.com

Menschen, die uns umgeben

Heute ein wichtiges Thema, über das ich schon einige Male geschrieben habe. Aber es fällt mir selbst immer wieder auf, wie wichtig es ist, dass man Menschen in seinem Umfeld hat, die einen inspirieren und fördern.

Menschen mit negativer Haltung

Menschen mit negativer Haltung kennen wir alle. Sie kommen vorbei auf eine Tasse Kaffee und was sie hinterlassen, ist eine Spur von Resignation und dicker Luft. Sie sind einfach nur gekommen, um mal wieder richtig abkotzen zu können und sich über Gott und die Welt zu beschweren. Solche Menschen sind nicht besonders dienlich, wenn man sich auf den Weg gemacht hat, sich und sein Leben zum Besseren zu verändern. Ganz ehrlich, es ist besser, wenn man sich von diesen Menschen sanft aber bestimmt trennt. Manchmal fällt das schwer, weil man sie vielleicht schon lange kennt, oder es eine Zeit gab, in der man sehr mit ihnen verbunden war. Aber wenn man genauer darüber nachdenkt, erzählen sie seit Jahren den selben Kram und immer sind die Anderen schuld an ihrem Elend. Und wahrscheinlich kennt jeder das Gefühl, wenn diese Menschen wieder zur Tür draußen sind. Man fühlt sich wie ein Luftballon, aus dem gerade jemand die Luft ausgelassen hat. Mir zumindest geht es so.

Menschen mit positiver Haltung

Wie anders sind dagegen Menschen, die neue Ideen und Inspirationen mitbringen und diese großzügig verteilen. Menschen, die bereits erkannt haben, dass sie selbst ihres Glückes Schmied sind. Und nach deren Besuch man sich voller Elan und Tatendrang erlebt. Das sind die Menschen, mit denen man seine kostbare Lebenszeit verbringen sollte.

Ich meine damit nicht, dass man Freunden, die sich mal ausweinen müssen, die Tür weist, sondern ich meine damit die notorischen Jammerer und Lästerer, die seit Jahren ihre Schallplatte (weiß noch jemand, was das ist?) nicht gewechselt haben.

Denn nichts prägt uns mehr, als die Menschen, mit denen wir uns umgeben.

Das liebe Geld

Mit Geld ist das immer so eine Sache, die einen reden nicht darüber, weil sie zu wenig haben und die anderen reden nicht darüber, weil sie viel haben. Dazwischen ist nicht viel. 

In Amerika habe ich das anders erlebt. Wenn jemand erzählt hat, was er beruflich macht, war meist die nächste Frage: „Und was verdienst Du dabei?“ Das war legitim und führte nicht zu beschämtem Schweigen. Es war einfach einer von vielen Punkten über die man spricht. 

Hier in Europa wird Geld mystifiziert. Es bekommt dadurch eine Bedeutung, die ihm nicht zusteht. Geld ist nichts anderes als ein Tauschmittel. Menschen sind weder gut noch schlecht, bloß weil sie viel oder wenig Geld haben. 

Geld sagt nichts über den Wert des Menschen aus

Aber die Art und Weise wie Geld uns zufließt, oder auch nicht, sagt etwas darüber aus, was wir über Geld denken. Wenn wir Geld für die Ursache allen Übels halten, wird es nicht in unsere Taschen fließen. Ebenso wenig wird es in unsere Taschen fließen, wenn wir uns (und somit unsere Leistung) zu gering einschätzen. 

Wenn wir dem Geld nachlaufen, läuft es uns davon

Aber wir machen wir das, dass es uns entgegen kommt? Wie schaffen wir es, selbst in Zeiten wo wir nur mit Müh und Not unsere Rechnungen bezahlen können, dem Thema Geld gegenüber positiv gestimmt zu bleiben?

Wenn wir uns draußen die Natur betrachten, so herrscht dort ein Überfluss der seines Gleichen sucht. Die Schöpfung hat kein Problem mit Überfluss. Wir Menschen dagegen schon. Ich habe meine Jugend in einer Zeit verbracht, in der das Establishment so ziemlich das letzte war, das man anstreben sollte, wenn man ein integrer Mensch bleiben wollte. 

Das habe ich verinnerlicht. Ob ich das wollte oder nicht. Und selbst wenn mein erwachsener Verstand heute sagt, dass das damals eine Protestbewegung war, so sind viele Sätze aus der damaligen Zeit in meinem Hirn noch aktiv. 

Das heißt für mich, ich muss heute gute Gründe (für mich!) finden, warum ich Geld verdienen möchte. Nicht nur, um einen ethischen Konsum führen zu können, sondern auch um heute die Freiheit zu haben, die ich damals zu haben glaubte. Meine Werte sind in vieler Hinsicht noch die gleichen wie damals, aber meine Lebenswege haben sich verändert. Und so sind sehr viele Glaubenssätze und Muster in uns aktiv. 

Unternehmer sind Ausbeuter

Auch dieser Glaubenssatz ist in vielen Menschen noch zu finden. Die Unternehmer – die da oben – sind Ausbeuter. Sie beuten andere Menschen aus, um sich selbst zu bereichern. Daher gründet man zwar ein Unternehmen, will aber in Wirklichkeit kein Unternehmer sein, weil man sich dadurch zu den Ausbeutern zählen müsste.

Das ist so viel wie: Dusch mich, aber mach mich nicht nass!

Wenn wir für uns den Weg zum Geldfluss finden wollen, ist es höchste Zeit mit den ganzen alten Glaubenssätzen aufzuräumen. 

Welche Sätze sind in Dir aktiv? Was verhindern sie? 

Woran erkennst du, dass dein Unternehmen gescheitert ist?

Angenommen, du hast dich wirklich getraut und überwunden ein eigenes Unternehmen zu gründen. Aber es will nicht so richtig funktionieren.

Woran erkennst du eigentlich, dass dein Unternehmen gescheitert ist?

Diese Frage ist gar nicht leicht und schon gar nicht eindeutig zu beantworten. Und gleich vorweg: Niemand kann sie für dich beantworten. (Es sei denn, du stehst strafrechtlich schon vor der Insolvenzverschleppung)

Aber meist ist es ja gar nicht so dramatisch. Die meisten Unternehmen, bei denen man sich nicht so sicher sind, ob sie noch leben oder bereits längst in den „künstlich-beatmet-Modus“ übergegangen sind, dümpeln halt so vor sich hin. Sie überleben zwar irgendwie, aber sie werfen auch nichts ab. Sie produzieren bestenfalls so viele Kosten wie sie Einnahmen produzieren. Wenn es etwas schlimmer bestellt ist, produzieren sie etwas mehr Kosten als Einnahmen und müssen dauernd querfinanziert werden.

Die Frage, die sich nun stellt, ist:

Ist dein Unternehmen noch nicht so weit? Musst du noch Geduld haben? Musst du am Angebot, an der Zielgruppe arbeiten? 

Oder ist es bereits vorbei, bevor es so richtig begonnen hat?

Beides kann richtig sein. Es gibt nur in den seltensten Fällen eine objektive Antwort. Die einzige Antwort, die man finden kann, liegt in dir als UnternehmerIn selbst.

Hast du noch Motivation es weiter zu versuchen?

Hast du noch eine Vision?

Glaubst du selbst daran, dass es noch etwas werden könnte?

Wenn du mindestens zwei dieser Fragen mit „ja“ beantworten kannst, gibt es noch Hoffnung,.

Ein gescheitertes Unternehmen schließen

Wenn du selbst spürst, dass dich jeder Elan verlassen hat, dann kann es eine große Erleichterung sein, dass du dir erlaubst, das Unternehmen wieder zu schließen. Es sieht immer nur so aus, als ob andere Menschen jedes Unternehmen, das sie gründen, zum Erfolg führen. In Wahrheit überleben fast zwei Drittel der neu gegründeten Unternehmen die ersten drei Jahre nicht.

Viel wichtiger ist, von Anfang an die Risiken so klein wie möglich zu halten, damit du nicht zum Schluss mit einem Berg Schulden oder strafrechtlichen Konsequenzen da stehst. Falls du aber doch in einer prekären unternehmerischen Situation bist, findest du viele wertvolle Tipps auf:

http:// www.unternehmer-in-not.at 

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