Die Welt ein wenig besser machen

Viele Menschen, die in diesen Tagen ein Unternehmen gründen, denken nicht nur an den Profit, sondern auch daran, wie sie die Welt ein wenig besser machen können. Das stimmt mich froh. Denn vor wenigen Jahren und Jahrzehnten war es noch so, dass Profit um jeden Preis die einzige Triebfeder im Unternehmertum war. Das hat sich geändert. Wir erkennen immer mehr und immer öfter, dass wir keine Waren wollen, an denen das Blut und die Tränen von ausgebeuteten Erwachsenen und Kindern kleben. 

Leider ist es so, dass wir viele Missstände auf dieser Welt haben. Wir Menschen in den reichen Ländern beuten Menschen in Schwellenländern aus. Und wenn wir dann noch einen Blick darauf werfen, was wir den Tieren antun, indem wir Fleischwaren aus Massentierhaltungen kaufen, ebenso wie Milch und Milchprodukte, dann halten wir das erst in dem Moment auch wirklich aus, wenn wir uns entschlossen haben, aus diesem System auszusteigen. 

Sowieso stellt sich für mich die Frage, wie wir es so lange geschafft haben, unser Herz und unsere Augen vor dem alltäglichen Leid zu verschließen, das wir produzieren, indem wir diese Waren kaufen? Ich schließe jede Wette ab, dass ein Mensch, der einmal eine Massentierhaltung und einen Schlachthof besucht hat, diese Produkte nicht mehr kaufen wird. Wenn wir einmal in den Textilfabriken Bangladeschs und anderer Länder waren, möchten wir kein T-Shirt um 5 € mehr. Wenn wir einmal in den Versuchslaboren der Kosmetikfirmen waren, kaufen wir auch diese Produkte nicht mehr. 

Nur solange wir uns weigern hinzuschauen, können wir es übers Herz bringen, diese Waren in unseren Einkaufswagen zu legen. 

Aber die gute Nachricht ist, dass immer mehr junge UnternehmerInnen alles dran setzen, aufzuzeigen, dass es auch anders geht. Es ist möglich, profitabel zu wirtschaften und sozial zu agieren.

Josef Zotter mit seiner Schokolade ist ein wunderbares Beispiel. Er verwendet überhaupt nur Kakao aus fairem und biologischem Anbau. Auch seine anderen Zutaten unterliegen diesen qualitativen und moralischen Auflagen. 

Und in seinem Schokoladen-Theater kann man einen Film über den Anbau von Kakao schauen und dann die verschiedenen Stadien der Schokoladenproduktion erleben und kosten. 

Deshalb wünsche ich mir, dass immer mehr Menschen erkennen, dass wir alle eins sind. Der Schmerz der Menschen und Tiere ist unser aller Schmerz. Wir können und dürfen die Augen und Herzen nicht verschließen. Konsumieren wir fair und ethisch und gründen wir Unternehmen, die die Welt zu einem besserem Ort machen. Es ist alles da, was wir dazu brauchen. Wir müssen es nur nutzen. 

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