Der Schutt über den Träumen

Wo sind all die Träume aus Kindertagen hin?

Als ich ein Kind war, wusste ich, dass ich etwas ganz Besonderes bin. Und ich wollte Alchemistin werden. Das war nahe liegend. Schließlich las ich alles über Alchemisten, was ich finden konnte. Komisch fand ich nur, dass niemand etwas mit meinem Berufswunsch anfangen konnte. Also entschied ich mich um, ich wollte Schriftstellerin werden. Das fand auch keiner so prickelnd. Dann wollte ich Designerin werden. Auch damit konnte niemand etwas anfangen. Deshalb habe ich nach etwas gesucht, das von meiner Umwelt verstanden werden würde, also wollte ich Stewardess oder Ärztin werden. Aber das fand ich nicht so prickelnd.

Und damit begann der Eiertanz. Eigentlich wusste ich immer ganz genau, was mich faszinierte, aber da war auch die Abhängigkeit von der Meinung der Menschen in meiner Umgebung. Und ich begann mir selbst untreu zu werden. Ich wollte ja schließlich auch Anerkennung und Wertschätzung.

Habe ich die erhalten? Nein!

Das Einzige was blieb, war meine Untreue mir selbst gegenüber. Und ich habe beschlossen, dass ich das letzte Drittel des Jahres 2013 unter das Motto stelle:

„Ich räume den Schutt von meinen Träumen herunter!“

Ich möchte sie wieder finden und endlich erleben, wie es ist, wenn man sich selbst treu bleibt.

Wer macht mit?

5 Gedanken zu “Der Schutt über den Träumen

  1. Liebe Manuela,

    ich verfolge deine Beiträge nun schon seit einigen Wochen, und sie sind immer wieder Quelle der Inspiration und Anlass, über Vieles nachzudenken…

    Ich schließe mich gerne deinem Vorhaben an, das sicherlich komplexer ist, als es auf den ersten Blick den Anschein hat.

    Vielleicht (oder sehr wahrscheinlich) müssen wir uns auch von manchen „Träumen“ aus der Kindheit verabschieden. Gerade das Bedürfnis nach Anerkennung von außen ist und bleibt zumeist der fundamentalste Kindheitstraum, vor allem, wenn er – aus welchen Gründen auch immer – in diesen ersten Lebensjahren, in der er durchaus eine überlebenssicherende Berechtigung hat(te), nicht ausreichend gelebt werden konnte.

    Und so gilt es, aus unserer Position als erwachsene Menschen heraus, die „wahren“ Träume, die wirklich unserem inneren Wesen entsprechen, von jenen zu unterscheiden, die uns von anderen abhängig machen…

    Ganz liebe Grüße,
    Sabine

      1. Doch, doch, wenn das wirklich dein ureigener Wunsch ist, dann solltest du es durchaus anstreben 😉

        Ernsthaft: Ich denke, es ist wichtig, Inhalt und Motivation getrennt zu überprüfen. Manchmal mag der Inhalt des Traumes absurd sein oder erscheinen, aber gerade die Wissenschaft verdankt ihre Entwicklung oft Menschen, die scheinbar absurde Ideen unermüdlich verfolgt haben (also, punkto Alchemie wäre da noch einiges offen…;-)). Und ganz sicher trifft das auch auf viele höchst erfolgreiche UnternehmerInnen zu.

        Viel bedenklicher ist es meiner Meinung nach, wenn die Motivation absurd ist (selbst wenn der Traum realistisch ist). Nämlich eben dann, wenn sie primär auf dem Bedürfnis nach Anerkennung beruht. Der Wunsch, allwissend zu sein (zugegeben, etwas unrealistisch ;-)), schädigt mich nicht, wenn er einem fundamentalen inneren Lernbedürfnis entspringt, aber sehr wohl, wenn meine dahinterliegende Motivation ist, dann von niemandem mehr aufgrund von Unwissenheit kritisiert werden zu können.

        Das Problem ist, dass es nicht immer ganz leicht ist, die wahre Motivation auch zu erkennen, das wollte ich mit meinem Beitrag ausdrücken.

        Ein spannendes Thema auf jeden Fall…!

        Herzliche Grüße,
        Sabine

      2. Liebe Sabine,
        da sprichst Du einen ganz wichtigen Aspekt an. Darüber muss ich direkt noch nachdenken. Ich bin jetzt als Zwischenschritt zu einem weiteren Punkt gekommen, der mir sehr wichtig erscheint, wenn man sich auf die Suche macht, wohin denn die Träume und Visionen entschwunden sind. Das will ich gleich mal in Worte fassen. (siehe neuen Blogpost).
        Hab tausend Dank für Deine Anregungen!
        Das macht doch gleich viel mehr Spaß, wenn jemand mitdenkt.
        Liebe Grüße
        manu

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