Archiv für den Monat Juli 2013

Hommage an die Wahrheit

Wenn wir unser all-tägliches Leben durchforsten, finden wir eine Menge Momente, in denen wir nicht die absolute Wahrheit sprechen. Ich meine damit nicht das rücksichtslose Herausposaunen der momentanen Befindlichkeit, sondern das genaue Hinspüren, bevor wir auf eine Frage antworten oder etwas erzählen. Meist steckt nichts Böses hinter den kleinen Unwahrheiten, sondern wir verbiegen die Wahrheit so, dass unsere Aussage ein wenig mehr unseren Zielen dient. Oft wird die Wahrheit leicht verbogen, um zu manipulieren. Das klingt böser als es ist. Jeder tut es. Aber wie geht es uns wirklich damit?

Alte Erfahrungen als Referenzbeispiele

Schon bevor wir etwas aussprechen, denkt unser Hirn in verschiedene Richtungen. Wie wird unser Gegenüber diese Mitteilung auffassen? Wird diese Mitteilung für mich negative Konsequenzen haben? Wie kann ich meine Mitteilung so transportieren, dass es sich für alle etwas besser anfühlt? Wie kann ich mein Gesicht bestmöglich wahren?

Dabei sind alle diese Überlegungen nur Mutmaßungen. Wir wissen es zu diesem Zeitpunkt nicht, wie der Andere auf unsere Mitteilung reagieren wird. Wir nehmen frühere Erfahrungen als Referenzbeispiele und modifizieren sie auf die jeweilige Situation.

Die ganz eigene Kraft der Wahrheit

Und eines lassen wir dabei außer Acht. Die Wahrheit hat eine ganz eigene Kraft. Wie durch ein Wunder lässt sie Barrieren zwischen Menschen fallen, weil der Andere die Kraft der Wahrheit spürt. Es kommt etwas Spirituelles zwischen zwei Menschen, wenn sie sich nicht manipulieren. Die absolute Wahrheit gibt Beiden die Möglichkeit, sich ganz zu zeigen. Zu zeigen, wie man wirklich ist. Die Wahrheit auszusprechen bedeutet, dem Anderen zu vertrauen. Daher ist die Wahrheit ein Geschenk an den anderen Menschen und an die Welt.

Hauptgrund: Angst vor Ablehnung

Der Hauptgrund, warum wir der Welt dieses Geschenk so oft vorenthalten, ist Angst. Die Angst davor, abgelehnt zu werden, wenn wir zeigen wie wir wirklich sind. Und jedes Mal, wenn wir die Wahrheit ein wenig verdrehen, erzeugen wir in uns Stress. Denn wir müssen uns all diese kleinen Variationen merken, um beim nächsten Gespräch daran anzuknüpfen. Wenn wir die reine Wahrheit sprechen, ersparen wir uns diesen Stress. Wir müssen uns nichts merken, sondern können im nächsten Gespräch an den mystischen Moment der Wahrheit und der Offenheit wieder anknüpfen.  So entsteht Intimität, Raum für essentielle Gespräche, echtes Verstehen, Authentizität. Und suchen wir das nicht alle? Dazu bedarf es des kleinen Quentchens Mut, damit zu beginnen.

Wer sagt mir, dass ich kompetent genug bin?

Im Urlaub weilend habe ich Zeit nachzudenken, zu lesen und mich zu inspirieren. Dabei ist ein Gedanke in meinem Kopf hängen geblieben.

Wir scheitern oft daran, dass wir darauf warten, dass uns jemand die Erlaubnis erteilt, das zu tun, was wir tun möchten. 

Kommt Dir das bekannt vor? Wie oft hat man eine Idee oder einen Gedanken und verwirft ihn ganz rasch wieder, weil man das Gefühl hat, nicht kompetent genug zu sein, oder formelle Kriterien nicht erfüllen zu können.

Dabei kann man gerade bei den ganz großen Unternehmern feststellen, dass diese in der Regel ebenfalls keine formellen Kriterien erfüllt haben. Sie hatten eine Idee und haben sie verfolgt.

Steve Jobs war kein ausgebildeter Computer-Techniker sondern ein Studienabbrecher als er „Apple“ gründete.

Richard Branson war ein Schul-Abbrecher als er „Virgin“ gründete.

Anita Roddick war Lehrerin als sie ihr Unternehmen „The Bodyshop“ gründete.

J.K. Rowling war keine autorisierte Autorin als sie „Harry Potter“ schrieb.

Die Liste könnte noch lange weitergeführt werden, aber das sind die Menschen, die mir als erstes einfallen. Sie hatten eine Idee und der sind sie gefolgt.

Beispiel Anita Roddick und „The Bodyshop“

Da gab es niemanden, der gesagt hat: „Anita, Du bist pharmazeutisch und chemisch begabt, hast einen entsprechenden Hochschulabschluss. Du solltest ein Kosmetikunternehmen gründen, ich verbürge mich für Deine Kompetenz.“

Nein, Anita Roddick war davon inspiriert Kosmetik herzustellen, die ohne Tierversuche auskommt und in wiederverwertbaren Glasbehältern verkauft wird. Das war ihr Antrieb, ihre Motivation. Ihr Ziel war es, Frauen (und Männern) Kosmetik zur Verfügung zu stellen, die ethisch und moralisch vertretbar war. Und sie wollte die Umwelt schonen, in dem sie auf Einweg-Plastik-Behälter verzichtete.

Das ist das, was einen Entrepreneur ausmacht

Ein Entrepreneur (und in Folge dessen auch ein Mompreneur) findet ein Thema, das ihn (bzw. sie) begeistert und verfolgt die Spur. Da meist auch ein ideeller Hintergrund besteht, ist die innere Motivation besonders groß. Da gibt es keine formellen Kriterien (wobei einige dann natürlich im Lauf der Zeit erworben werden), da gibt es niemanden, der die Ermächtigung ausstellt, da gibt es nur den Menschen und seine Idee.

Ich denke, wir sollten einfach alle etwas mutiger sein und weiter über unseren Tellerrand hinaus schauen. In vielen Bereichen sind es gerade die Quereinsteiger, die großartige Erfolge erzielten.

Ein persönliches Beispiel:

Als ich 2001 mit Schulungen im arbeitsmarktpolitischen Bereich begann, hatte ich keine Ahnung von den Hintergründen. Ich wollte einfach nur Menschen befähigen, ein neues Berufsbild für sich zu erobern. Da ich gar nicht wusste, wie schwierig und umkämpft der Markt war, hatte ich weder Bedenken noch Angst. Das war mein Glück. Wir etablierten uns in rasender Geschwindigkeit. Hürden, die für andere unüberwindbar schienen, kannten wir gar nicht und somit waren sie für uns nicht existent. Im Lauf der Zeit erarbeiteten wir uns alle formellen Notwendigkeiten und Befähigungen. Das erschien aber in einem laufenden Unternehmen völlig normal und war niemals eine Belastung. Hätte ich damals gewusst, wie schwierig dieser Markt ist, hätte ich mich wahrscheinlich nie getraut, das Projekt in Angriff zu nehmen. So gelang es uns aber in mehr als zehn Jahren mehrere Tausend TeilnehmerInnen auszubilden und ein Stück ihres Lebenswegs zu begleiten.

Ich möchte nicht den Anschein erwecken, dass ich dem Dilettantismus Tür und Tor öffnen möchte, sondern ich möchte Dich ermutigen, darauf zu vertrauen, dass man viele der, anfangs unerreichbar scheinenden, Qualifikationen auch im Prozess erwerben kann.

Natürlich wird etwas nur dann erfolgreich sein, wenn es gut und qualitativ hochwertig ist, aber dazu gehört eine ganz wichtige Zutat: Herzblut und der Wunsch etwas zu bewegen. 

Daher ermächtige ich alle LeserInnen: Wenn Du etwas wirklich willst, wirst Du die Kompetenz dazu erlangen. Aber dazu musst Du erst einmal anfangen. Trau Dich!

Liebe Grüße aus dem sonnigen Griechenland!

Tag 10 der Challenge und letzter Tag

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Obwohl diese erste Challenge von vielen Unterbrechungen und Ablenkungen begleitet war, hat sie mir doch sehr viel Nachdenkenswertes geliefert. Alleine die Tatsache, dass ich mich für einige Tage einer einzigen Fragestellung unterzogen habe, hat Klarheit geschaffen.

Meine Erfolgsdefinition, die ich mir gestern noch als Frage gestellt habe, muss ich mehrschichtig beantworten:

Erfolg auf der materiellen Ebene bedeutet für mich: 

Einkommen erzielen durch die Dinge, die ich tue. Das klingt einfacher als es ist. Tief in mir ist ein Glaubenssatz verankert, der mir das (eigentlich) verbietet. Der alt-katholische Satz: „Du sollst dein Brot im Schweiße deines Angesichts essen“, steckt auch in mir. Und ich denke, dass ich an diesem Thema noch arbeiten muss. Meine Herzens-Themen treiben keinen Schweiß. Sie sind anregend und inspirierend. Nun muss ich mir nur noch selbst die Erlaubnis aussprechen, dass sie auch lukrativ sein dürfen. Da tut sich also gleich das nächste Arbeitsfeld auf.

Erfolg auf der seelischen Ebene bedeutet für mich:

Dinge zu bearbeiten, die mir von Herzen wichtig sind. Und hier kommt der nächste Knackpunkt. Das sind oftmals Themen, die gar nicht so populär sind. Themen, vor denen andere Menschen oftmals lieber weglaufen und weghören. Wie zum Beispiel die vielen Missstände auf dieser Welt. Aber sie sind mir wichtig und ich empfinde es als Erfolg, wenn ich das Gefühl habe, die Welt ein kleines bisschen besser zu machen. Oder auch nur, ein paar anderen Menschen Nachdenk-Impulse zu liefern, die sich vielleicht irgendwann zu Handlungs-Impulsen verdichten. Das ist für mich Erfolg auf der seelischen Ebene.

Erfolg auf der kognitiven Ebene bedeutet für mich:

Die Freiheit und die Zeit zu haben, Anregendes zu lesen, Informationen zu sammeln und mich intensiv mit Themen zu beschäftigen, die mich interessieren und berühren. Wenn ich dies in einer Tätigkeit umsetzen kann, die auch noch die beiden oberen Bereiche erfüllt, dann bin ich als ganzer Mensch erfolgreich. Dies ist ein großes und erstrebenswertes Ziel für mich und ich bin dankbar, dass es nun so klar vor mir steht.

Neue Challenge im August

Da sich nun aus der Challenge aber noch viele weitere Fragen entwickelt haben, möchte ich den ganzen August darauf verwenden, mich den oben aufgetauchten Fragen zu widmen. Und vielleicht tauchen in den Tagen bis dahin noch weitere Fragen auf, die es sich anzuschauen lohnt.

Die Frage, wie man im Alltag mutiger sein kann, hat mich bewegt und vor allen Dingen habe ich Zusammenhänge erkannt, die mir vorher nicht so klar vor Augen standen.

Was nun noch aufgetaucht ist:

Mehr Mut im Alltag bedeutet auch, mehr Zivilcourage!

Und dabei meine ich nicht nur (aber auch) Zivilcourage im Sinne, sich für die Rechte Anderer stark zu machen. Für mich ist als Thema aufgetaucht, mich für meine eigenen Grenzen stark zu machen. Ich erlebe immer wieder Situationen der Grenzüberschreitung von Mitmenschen. Dem angemessen entgegen zu treten, ist eine der Aufgaben für den August.

In diesem Sinne wünsche ich Allen einen schönen Tag.

 

Tag 8 und 9 der Challenge

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Ein weiterer wichtiger Punkt, der mir in den letzten Tagen bewusst geworden ist:

Es ist wichtig, aufzupassen, dass man sich nicht vom eigentlichen Ziel ablenken lässt!

Gerade als Freiberufler unterliegt man immer wieder der Gefahr der „Gelegenheiten“. Wenn ich mein Ziel gerade mal fokussiert habe, kommt mit ziemlicher Sicherheit etwas herein, das mir näher, greifbarer als mein eigentliches Ziel erscheint. Das führt dann regelmäßig dazu, dass ich mich ablenken lasse. „Schließlich bin ich ja sowieso noch so weit von meinem eigentlichen Ziel entfernt, dann kann ich auch noch einen kleinen Umweg einlegen“, denke ich mir dann. Aber aus diesem kleinen Umweg wird nicht selten ein kleiner Irrweg und ich brauche sehr lange, bis ich wieder zu meinem Ziel zurück gefunden habe. Dann schaue ich erstaunt auf die letzten Wochen und frage mich, wie das passieren konnte, dass ich so lange nicht an meinen eigentlichen Dingen gearbeitet habe.

Deshalb schreibe ich mein Ziel nun mehrmals die Woche auf. In meinem Fall lautet das: Ich werde in diesem Jahr zwei Bücher fertig schreiben und bei Amazon einstellen.

Wie sieht es mit Deinen Zielen aus?

Bist Du auf dem Weg dahin, oder hast Du Dich auch von der „Falle der günstigen Gelegenheiten“ ablenken lassen?

Bei seinen Zielen zu bleiben, erfordert Mut

Für mich ist der größte Verhinderungsfaktor, meine verdammt Angst vor Misserfolg. Dabei habe ich schon viele Misserfolge erlebt und vor allen Dingen auch überlebt. Aber gerade bei meinen Herzens-Zielen steht mir diese Angst vehement im Weg. Was, wenn ich die Dinge, die mir so unglaublich wichtig sind, nicht schaffe? Das weckt in mir ein wenig das Gefühl, als hätte ich dann mein ganzes Leben vergeigt.

Aber ist es in Wahrheit nicht so, dass man sein Leben nur dann vergeigt, wenn man nicht versucht hat, das zu tun, was man immer tun wollte? Der heimliche Gedanke, dass man an seinem Traum festhalten kann, wenn man sich nicht in die Gefahr des Misserfolgs begibt, ist bei genauer Betrachtung ein schwacher Trost. Aber genau diese Motivation spüre ich. Wenn ich so weitermache wie bisher, kann ich mein ganzes Leben lang denken, dass ich eigentlich eine begnadete Schriftstellerin gewesen wäre, wenn ich es denn getan hätte. Wenn ich es wirklich tue, muss ich vielleicht eines Tages feststellen, dass ich gar nicht das Zeug dazu habe.

Da wären wir wieder beim Realitäts-Check. Meine Zielsetzung ist nun, wirklich der Realität ins Auge zu schauen und mich zu stellen. In erster Linie muss ich mich dabei mir selbst stellen. Niemand wird mich so sehr verurteilen, wie ich es selbst tun würde.

Die Frage, die sich mir jetzt stellt, ist: Wie definiere ich Erfolg (in meinem Fall in der Schriftstellerei) wirklich?

Wird er sich an der Anzahl der fertigen Bücher messen? An den Verkaufszahlen? Bislang bin ich da etwas schwammig geblieben. Auch ein Trick des Unterbewusstseins, um mir noch eine Hintertür zu lassen. Aber so funktioniert das nicht.

Meine Aufgabe für den heutigen und morgigen Tag ist: Wie definiere ich Erfolg ganz konkret im Hinblick auf meine Herzens-Ziele?

Wie definierst Du Deinen ganz persönlichen Erfolg?

Tag 4-7 der Challenge

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Auch wenn ich nicht täglich darüber geschrieben habe, hat sich auf meinem Weg durch die Challenge Einiges für mich verändert. Erst dachte ich, ich mache einfach nur Commitments mit mir selbst, damit ich etwas zu berichten habe.

Aber im Lauf der letzten Tage hat sich allerhand Neues heraus kristallisiert. Ich schreibe ja schon seit vielen Jahren. Aber meist nur die ersten zwei Drittel eines Buches. Dann breche ich ab und fange ein Neues an. Warum? Ich habe in den letzten Tagen intensiv darüber nachgedacht. Wahrscheinlich, weil ich den Realititäts-Check fürchte. Meine Anforderungen als Viel-Leser sind immens hoch. Und immer wieder komme, bzw. kam ich an einen Punkt, wo ich mein Geschriebenes so sehr in Frage stellte, dass ich lieber abgebrochen habe, statt einfach zu Ende zu schreiben.Damit ist jetzt Schluss!

Die Quintessenz aus meiner (noch nicht beendeten) Challenge lautet:

Ich schreibe jetzt eines nach dem anderen dieser Bücher fertig. Ich nutze das Amazon KDP Programm und stelle sie einfach ins Netz. Dazu habe ich mir in den letzten drei Tagen einen detaillierten Plan ausgearbeitet.

Ich muss täglich 1500 Wörter schreiben

Ich darf kein neues Buch beginnen, bevor nicht eines der alten fertig ist.

Ich akzeptiere auch Misserfolge

Ich nehme mir nicht vor, den zweiten Harry Potter zu schreiben, sondern akzeptiere, dass jedes fertige Buch bereits ein Erfolg ist. Wenn es dann noch der eine oder andere lesen möchte, umso besser.

Die Krux mit den hohen Erwartungen an sich selbst

Ich vermute, dass das die Hauptblockade ist: Wir stellen zu hohe Erwartungen an uns selbst. Es gibt immer einen, der unser geplantes Projekt schon viel besser gemacht hat.

Aber wenn wir nicht dran bleiben, dann werden wir auch nie richtig gut werden. Diejenigen, die Riesenerfolge eingefahren haben, mussten ebenso an sich arbeiten. Sind auch durch die Täler der Selbstzweifel und Misserfolge gegangen. Und eines Tages – meist als sie gar nicht mehr damit gerechnet haben – kam der Erfolg.

Erfolg ist das Ergebnis von Arbeit und Inspiration

Es träumt sich so schön vom Erfolg über Nacht. Aber bei genauer Betrachtung hatte niemand wirklich Erfolg von heute auf morgen. Weil ich das Beispiel Harry Potter oben schon genannt habe. J.K. Rowling hat Jahre einsam vor sich hingeschrieben. Sie hat Unmengen Absagen von Verlagen und Agenten erhalten. Aber sie ist dran geblieben. Das waren harte, entbehrungsreiche Jahre.

Was uns von den Medien immer wieder erzählt wird, ist die Geschichte, wie J.K. Rowling im Zug saß und plötzlich die ganze Story vor ihrem geistigen Auge erschien. Das glaube ich gerne. Was aber öfter nicht erwähnt wird, ist die Zeit zwischen diesem Moment und dem Moment des Erfolgs, der ja erst nach dem Erscheinen des dritten Bandes so richtig in Erscheinung trat. Dazwischen lag Arbeit: Wort für Wort, Korrektur für Korrektur….

Das ist bisher die Quintessenz meiner Challenge: Ich werde schreiben. Tag für Tag, Wort für Wort. Und wenn es nur ist, damit ich mit eines Tages nicht den Vorwurf machen muss, dass ich es nicht einmal ernsthaft versucht habe.

Ich wünsche Euch weiterhin einen schönen Sommer und melde mich spätestens am Mittwoch, dem zehnten und letzten Tag meiner Challenge wieder.

 

10-Tages-Challenge Tag 1-3

Na super. Das habe ich ja gut hinbekommen. Starte eine Challenge und schaffe es erst am dritten Tag darüber zu schreiben. Sollte vielleicht mal meine eigenen Beiträge zum Thema Prokrastination durchlesen.

Ich werde hier die Tage kurz skizzieren. Das Thema lautet ja:

„Täglich etwas mehr Mut“

Und ich stelle fest, dass es gar nicht so einfach ist, im gewohnten Alltag Herausforderungen zu finden.

Am ersten Tag habe ich gleich mal gar nichts gefunden. Daher habe ich mir vorgenommen, die zehn kommenden Tage ausschließlich vegane Rohkost zu mir zu nehmen. Das hat sich rückblickend als ausgesprochen mutig erwiesen, da ich Tag 2 damit zugebracht habe, mich wie ein zum Bersten aufgepumpter Luftballon zu fühlen. Sehr mutig! Ein voller Erfolg.

„Kreativitätsmuskel“trainieren

Tag zwei habe ich mir vorgenommen, hundert Ideen für die nächste Zeit aufzuschreiben. Den Tipp habe ich von James Altucher. Auf seinem Blog www.jamesaltucher.com beschreibt er, dass man seinen „Kreativitätsmuskel“ trainieren soll. Mir sind immerhin 54 Dinge eingefallen. Es war sehr interessant, dass nach den ganzen, schon bekannten Ideen, eine ganze Menge neuer Gedanken aufgetaucht sind. Dieses Tool möchte ich über den Sommer weiterführen.

Für den heutigen dritten Tag übertreffe ich mich fast selbst, denn ich habe meinen Kindern heute Morgen versprochen, dass ich den Nachmittag mit ihnen im Schwimmbad verbringen werde. Dafür gebührt mir aus mehreren Gründen eine Tapferkeitsmedaille.

Erstens sind immer wahnsinnig viele Kinder im Schwimmbad (Mut!!!)

Zweitens entsprechen meine Maße nicht ganz den geforderten Model-Maßen (Mut!!!)

Normalerweise lasse ich die eine oder andere Rundung geschickt unter Lagen-Look verschwinden. Allerdings habe ich noch keinen Badeanzug im Lagenlook gefunden, der zumindest bis übers Knie geht.

Für morgen möchte ich mir eine richtige Herausforderung vornehmen. Bin gespannt, was sich findet!

10-Tages-Challenge vom 7.7.-17.7. 2013

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Nachdem ich heute über dieses Zitat von Michel Eyquem Montaigne gestoßen bin:

„Mein Leben war voll von fürchterlichem Unglück, das meistens gar nicht passiert ist“, habe ich mich entschlossen, ab kommenden Montag, den aktiven Boykott von Alltagsängsten zu beginnen. Da ein Rundumschlag erfahrungsgemäß nicht viel bringt, möchte ich zehn Tage lang jeden Tag mindestens einmal über meinen Schatten springen.

Das bedeutet natürlich nicht, plötzlich absolut leichtsinnig zu werden. Es bedeutet viel mehr, alltägliche Entscheidungen genauer zu betrachten und herauszufinden, wo ich wieder einmal nicht meine Komfortzone verlassen möchte, weil ich nicht weiß, was mich außerhalb erwartet.

Komfortzonen sind komfortabel und sonst nichts

Wir alle haben unsere eigenen Komfortzonen, innerhalb derer wir uns wohl und sicher fühlen. Und genau diese Komfortzonen hindern uns daran, uns weiter zu entwickeln und neue Dinge in die Welt zu setzen. Man müsste sich was trauen. Und das könnte schief gehen. Und anstrengend ist es auch noch. Das sind die Sätze, die die Wände der Komfortzonen bilden.

Wenn wir in unserem Leben etwas verändern wollen, müssen wir uns verändern

Wir müssen aufmerksam sein und uns auf frischer Tat ertappen, wie wir mal wieder Chancen ungenutzt lassen, weil sie außerhalb unserer Komfortzonen liegen.

Zum Abschluss noch ein Zitat von Albert Schweitzer:

„Die größte Entscheidungsfreiheit deines Lebens liegt darin, dass du dein Leben ändern kannst, indem du deine Geisteshaltung änderst.“