Faire Arbeitsbedingungen

Ich weiß nicht, wie es Euch da draußen geht. Aber für mich ist der Gedanke an die Arbeitsbedingungen von Textilarbeiterinnen in Bangladesch, an Arbeissklaven in der Elektronik-Industrie und an den (völlig unnötigen!) Hunger in der Welt unerträglich.

Obwohl wir die Möglichkeit haben, dies alles zu ändern, tun wir es nicht. Ich finde das unfassbar.

Textilarbeiterinnen in Bangladesch

müssen ihre Kinder zurücklassen um ihre besten Jahre in dunklen, stickigen Räumen zu arbeiten bis zum Umfallen. Sie werden geschlagen, sie hungern, sie werden in jeder Hinsicht ausgebeutet. Ihre Kinder erkennen sie nicht mehr, wenn sie Jahre später körperlich und psychisch zerbrochen wieder zurück kommen. Aber sie haben es geschafft, dass ihre Kinder (vielleicht) nicht verhungert sind. Und das alles, damit wir billige Klamotten kaufen können? Dabei wäre es einfach, diesen Menschen Arbeitsbedingungen zu schaffen, die menschenwürdig sind. Aber wir tun es nicht. Irgendwelche Interessen stehen dagegen.

Arbeitssklaven in Asien

Ganz ähnlich geht es mir mit den Menschen, die wie Sklaven für die Elektronik-Industrie arbeiten. Selbst hochpreisige Markenprodukte werden unter diesen Bedingungen hergestellt. Man setzt die Arbeiter so unter Druck, dass sie reihenweise Selbstmord begehen. Auch das kann doch nicht sein.

Wo ist unser Herz?

Mütter in Bangladesch lieben ihre Kinder genau wie wir. Ich kann mir kaum vorstellen, wie es einer Mutter geht, die weiß, sie hat keine Wahl als sich eines Nachts aus dem Haus zu schleichen und mehrere hundert Kilometer entfernt für Jahre in einer düsteren Fabrik zu verschwinden. Aber sie tut es für ihre Kinder. Allerdings weiß sie nicht einmal, ob sie sie je wieder sehen wird.

Wie wird sie die Reise vorbereiten? Plant sie still und leise, damit sie nicht sieht, wie die Kinder weinen? Streicht sie ihnen noch einmal über das Köpfchen, während sie schlafen, bevor sie sich aus dem Haus schleicht? Wie wird es ihr gehen, wenn sie weiß, jetzt wachen sie auf und die Mutter ist weg?
Dieser millionenfache Schmerz findet ständig statt. Für uns kaum vorstellbar, für andere Menschen einziger Ausweg aus Hunger und Elend.

Meine Vision:

Mögen sich hunderte, tausende Mompreneurs finden, die ihr Herz am rechten Fleck haben und Unternehmen gründen, die anderen Müttern, anderen Kindern helfen. Das wäre mein größter Wunsch. Wie immer das auch aussehen mag. Es gibt tausende Wege dahin. Es wird kein Mächtiger kommen, der eines Tages sagt: „So, nun machen wir die Welt mal fair.“ Sondern es wird eine Bewegung aus dem Volk sein müssen, die sich dafür einsetzt, dass alle Menschen das Recht auf faire Arbeitsbedingungen, fairen Lohn, Gewaltfreiheit und Bildung haben.

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