Archiv für den Monat Juni 2013

Leben im Hier und Jetzt – präsent sein

Wenn man über das Leben im Hier und Jetzt liest, spricht oder hört, geht man gerne sehr rasch darüber hinweg und ist der (irrigen) Meinung, dass man weiß, was das bedeutet.

Wie oft bist Du im Hier und Jetzt?

Wie oft bist Du wirklich im Geiste bei dem, was Du gerade tust? Wie oft liest man, während man isst? Wie oft denkt man über das nach, was noch zu tun ist,  während man noch  etwas anderes tut? Wie oft ist man insgesamt schon beim nächsten Schritt?

Ich glaube, dass wir „Normal-Menschen“ sehr selten im Hier und Jetzt sind. Und das ist eigentlich eine Katastrophe. Wir machen uns ständig Gedanken und Sorgen über Dinge, die entweder in der Vergangenheit passiert sind, oder in der Zukunft passieren könnten. Dabei ist das Hier und Jetzt der einzig wichtige und auch der einzig sichere Ort.

Wir haben nur das Hier und Jetzt

Wenn wir mit all unseren Sinnen bei dem bleiben, was wir gerade tun, ist alles im Lot. Wir hier, in den wohlhabenden Ländern, sind nur sehr selten in akuter Bedrohung. Die meisten Bedrohungen, mit denen wir uns beschäftigen, liegen in der Zukunft. Sie werden vielleicht eintreffen, meistens aber nicht. Denke mal darüber nach, über wie viele Dinge Du Dir schon Sorgen gemacht hast, die dann gar nicht eingetroffen sind. Der Kopf ist oft kein guter Geselle. Er vermischt echte Situationen mit Horrorszenarien, die wir gelesen oder gehört haben.

Zukünftige Horrorszenarien

Wie oft malen wir uns aus, was schlimmstenfalls passieren könnte, wenn…. ? Und wie oft trifft das wirklich ein? Alles was wir tun können, um zukünftige Horrorszenarien zu vermeiden, liegt im Hier und Jetzt. Wenn wir jetzt mit unserer Aufmerksamkeit bei dem bleiben, was wir gerade tun, ist das das Beste, was wir tun können. Wenn jeder Mensch in jedem Moment sein Bestes tun würde, wären wir alle auf der Insel der Glückseligen. Damit meine ich nicht, dass wir uns nicht darum kümmern sollten, was morgen oder in einem Jahr ist. Ich meine damit, dass es Zeiten gibt, in denen man ganz bewusst an die Zukunft denkt. Und dass es den Alltag gibt, in dem wir auch geistig bei dem bleiben, was wir gerade tun. Wenn ich – während ich diesen Artikel schreibe – darüber nachdenke, was ich heute noch alles zu tun habe, werde ich innerlich ganz unruhig und eine Spannung macht sich in meinem Körper spürbar. Wenn ich aber ganz dabei bleibe und meine Aufmerksamkeit ausschließlich auf das richte, was ich hier schreiben möchte, bin ich ruhig. Dann beruhigt sich mein Atem, springen meine Gedanken nicht wie ein Gúmmiball herum. Und wenn ich diesen Artikel fertig habe, entscheide ich mich, was ich als nächstes tun werde und gehe genau so wieder vor.

Mir fällt das auch nicht immer leicht, ich muss mich ganz bewusst dafür entscheiden, dass ich mit meiner Aufmerksamkeit bei dem bleibe, was ich gerade tue.

Das Denken an die Vergangenheit

Noch schlimmer als das Denken an die zukünftigen Dinge, ist die Angewohnheit, unangenehme Situationen aus der Vergangenheit immer wieder aufs Neue ins Gedächtnis zu rufen. Das führt dazu, dass man die Schmach oder die Angst der vergangenen Situation immer wieder und wieder durchlebt. Wozu soll das gut sein? Die Dinge, die vergangen sind, sind vorbei. Wir können sie nicht mehr ändern. Auch wenn wir noch so oft darüber nachdenken. Wenn wir immer wieder darüber nachdenken, geben wir ihnen mehr Kraft und mehr Macht über unser Leben als ihnen zusteht. Daher ist es besser, die Gedanken, die sich aus der Vergangenheit immer wieder ins Bewusstsein drängen, noch ein einziges Mal hervor zu holen, sie anzunehmen, sich zu verabschieden und sie dann ruhen zu lassen.

Vergangenes annehmen

Das klingt so einfach, Vergangenes anzunehmen. Aber genau damit haben die meisten Menschen Probleme. Sie hadern, weil irgendjemand dies oder jenes getan hat, weil sie nicht richtig reagiert oder einen Fehler gemacht haben. Ich plädiere nicht dafür, die Tatsachen zu verdrängen und ich bin auch kein Anhänger des „positiven Denkens“. Ich bin der Meinung, dass man sich bewusst Zeit nehmen sollte, die Situation einmal ganz wertneutral anzuschauen. Zu akzeptieren, dass dies so geschehen ist, und dass man die Reise auf dem Zeitstrahl schon längst fortgesetzt hat. Was damals war, hat nur noch so viel Einfluss auf die Gegenwart, wie wir dem Umstand zugestehen. Manche Situationen und Umstände, die damals sehr schwer, schmerzhaft oder unangenehm waren, haben bei genauerer Betrachtung vielleicht auch Gutes bewirkt. Auf jeden Fall hat uns jede Erfahrung , die wir machen durften zu dem gemacht, was wir heute sind. Und alles was wir heute tun, wird uns zu dem machen, was wir morgen sind.

Kierkegaard sagte sinngemäß einmal:“ Verstehen tun wir das Leben rückwärts, aber leben müssen wir es vorwärts.“

Was würdest Du tun, wenn Du nichts tun müsstest?

Die Kraft der Dinge aus der Freiwilligkeit

Wenn Dir absolut keine Geschäftsidee einfallen möchte hilft,  wenn Du Dir vorstellst, dass Du gar nichts tun müsstest

.Was würdest Du dann mit Deinem Leben anfangen? Okay, mal am Strand in der Sonne liegen. Ist klar. Zwei Wochen oder zwei Monate glaube ich Dir, aber danach?

Wenn man sich fragt, womit man sein Geld verdienen will, ist das Hirn oft blockiert. Kaum kommt ein Gedanke aus dem Nebel aufgestiegen, schreit das Hirn: „Das ist doch keine Geschäftsidee! Damit kann man kein Geld verdienen! Das braucht doch keiner!

Viel leichter fällt die Ideenflut, wenn man sich erst einmal keinen wirtschaftlichen Überlegungen hingibt, sondern den Kern der Sache bearbeitet: Was möchte ich gerne tun? Manchmal wissen wir, was wir gerne sein würden, aber nicht was wir gerne TUN würden.

Womit würdest Du Deine Tage füllen?

Also angenommen, Du müsstest Dir um Geld keine Gedanken machen.

Würdest Du Dich für soziale Zwecken einsetzen? Oder etwas Künstlerisches tun? Würdest Du endlich das Buch schreiben, das Du schon so lange im Kopf hast? Oder würdest Du reisen und darüber schreiben?

Egal, was Dir hierzu einfällt, es ist ein guter Wegweiser auch zu Deiner Geschäftsidee. Nur die Dinge, die wir aus dem Herzen tun, zählen. Nur die haben die Kraft, Dich auch über schwierige Zeiten zu tragen. Es ist das Herz, das die Antwort weiß.

Rechtliches und Impressum

Zuerst das Impressum:

Manuela Pusker
Habsburgweg 1
A-2651 Reichenau/Rax

email: manuela@pusker.at
Tel: +43 664 3807434

UID: ATU 44 50 36 03

Fotos von mir und Franz Karl Edinger

Alle graphischen Elemente von Renate Majer www.highdesign.at

Für Links auf andere Seiten kann ich keine Haftung übernehmen, verlinke aber sehr gewissenhaft ausschließlich auf Seiten, die mir seriös erscheinen.
Natürlich kann ich auch keine Haftung dafür übernehmen, ob Dir meine Tipps helfen. Aber ich gehe davon aus, sonst würde ich sie nicht aufschreiben.

Wenn Du meine Tipps befolgst und Dich selbständig machst und erleidest Schiffbruch, ist es besser wenn Du Dir überlegst, was Du das nächste Mal besser machen kannst, statt mich zu verklagen. Das kostet nur Zeit und Energie und ändert am Ergebnis nichts.

Das Wichtigste ist, dass Du von vornherein die Risiken klein hältst, aber davon schreibe ich ja ständig 🙂

So, vermutlich habe ich nun allen rechtlichen Vorgaben genüge getan und kann mich wieder meinem eigentlichen Thema widmen.

Verzicht auf Copyright

Dieses Thema ist Teil meiner Philosophie, deshalb widme ich ihm eine eigene Seite.

Texte sind wie Handtaschen alter Damen?

Da ich auch beruflich Texte schreibe, war das Copyright für mich immer etwas Selbstverständliches. Man darf anderer Leute Texte ebenso wenig klauen, wie alten Damen die Handtaschen.
Das ist mir in Fleisch und Blut übergegangen. Aber wie ist das in der Praxis? Wenn ich einen Artikel schreibe, lasse ich mich auch von anderen Texten inspirieren. Manchmal übernehme ich sogar Teilsätze wörtlich, aber meist formuliere ich es in meinen eigenen Worten. Manchmal ist das gut, ein andermal hätte ich lieber den Originalsatz verwendet – weil er besser war.
Das könnte ich in manchen Fällen sogar tun, wenn ich es als Zitat kenntlich mache und mit ordentlicher Quellenangabe. Das ist anstrengend. Daher lasse ich es meist.

Ist kostenloser Content wertlos?

In einem bekannten Autorenforum las ich vor Kurzem sinngemäß den Satz: „Menschen, die ihre Texte verschenken, halten ihre Arbeit für wertlos.“
Dieser Satz hat mich lange beschäftigt. Ist das so? Halte ich meine Arbeit für wertlos, nur weil ich sie kostenlos zur Verfügung stelle? Dann müssten alle Blogger dieser Welt ihre Arbeit für wertlos halten. Das ist doch ein Zeichen echter Engstirnigkeit. Vielleicht verzichte ich auf Copyright weil ich meine Arbeit sogar für sehr wertvoll halte und möchte, dass möglichst viele Menschen meine Texte erreichen?

Alte Internetkultur

Früher hatten Menschen eine Webseite. Dort haben sie hinein geschrieben, was sie alles können und für was sie nicht alles gut sind. Wenn man mehr wissen wollte, musste man zumindest seine Email Adresse hinterlassen, damit man in eine Datenbank der potentiellen Kunden aufgenommen werden konnte. Dann bekam man mehr Information – vielleicht. Vielleicht musste man auch bereits ein erstes (kostenpflichtiges?) Beratungsgespräch buchen. Dann war man schon richtig „in den Fängen“.

Wie geht das mit dem Geld verdienen?

Und wie kann ich dann Geld verdienen? In unserer Internetkultur hat sich in den letzten Jahren Einiges verändert. Abertausende von Bloggern haben die Marketingkultur im Netz revolutioniert.
Die Leser haben nun die Möglichkeit einen Großteil der Informationen vorab und völlig kostenlos zu erhalten. Sie müssen nicht einmal ihre Email Adresse angeben.
Und wenn man dann stunden-, tage-, wochen- oder sogar monatelang gelesen hat, kann man sich ein Ebook bestellen oder einen online Kurs oder sonst was. Das fühlt sich frei an. Und aus meiner Sicht funktioniert das auch. Es macht den Kunden mündig und schenkt Vertrauen.

Alte versus neue Internetkultur

Während man in der alten Internetkultur dem Kunden so wenig wie möglich kostenlos gegeben, dafür aber alle Register gezogen hat um ihn zu „binden“, ist nun der Kunde frei und man vertraut darauf, dass er eines Tages die Leistung honorieren wird.
Alles was Menschen tun, sollte aus Freiwilligkeit geschehen.
Daher dürft Ihr, liebe Leserinnen, alles was ihr hier auf meiner Seite findet für Euch verwenden. Wenn Ihr nett sein wollt, setzt einen Link zu meiner Seite. Wenn ich das nicht tun wollt, dann lasst Ihr es.

Man kann nichts stehlen, wenn man es geschenkt bekommt

Es wird viel gespochen und geschrieben über Internet-Piraterie. Und es werden sich sicher Menschen melden, die mir unterstellen, dass ich dem Vorschub leiste. Aber ich sehe das anders, ich nenne es Teilen.

Nicht meine Erfindung

Übrigens habe ich diese Philosophie nicht erfunden. Seit Längerem lese ich regelmäßig das wunderbare Blog von Leo Babauter: Zenhabits

Dort habe ich diese Philosophie gefunden. Und es hat sich für mich sofort völlig richtig angefühlt.
In diesem Sinne:
Weiterhin viel Spaß beim Lesen
Manuela

Faire Arbeitsbedingungen

Ich weiß nicht, wie es Euch da draußen geht. Aber für mich ist der Gedanke an die Arbeitsbedingungen von Textilarbeiterinnen in Bangladesch, an Arbeissklaven in der Elektronik-Industrie und an den (völlig unnötigen!) Hunger in der Welt unerträglich.

Obwohl wir die Möglichkeit haben, dies alles zu ändern, tun wir es nicht. Ich finde das unfassbar.

Textilarbeiterinnen in Bangladesch

müssen ihre Kinder zurücklassen um ihre besten Jahre in dunklen, stickigen Räumen zu arbeiten bis zum Umfallen. Sie werden geschlagen, sie hungern, sie werden in jeder Hinsicht ausgebeutet. Ihre Kinder erkennen sie nicht mehr, wenn sie Jahre später körperlich und psychisch zerbrochen wieder zurück kommen. Aber sie haben es geschafft, dass ihre Kinder (vielleicht) nicht verhungert sind. Und das alles, damit wir billige Klamotten kaufen können? Dabei wäre es einfach, diesen Menschen Arbeitsbedingungen zu schaffen, die menschenwürdig sind. Aber wir tun es nicht. Irgendwelche Interessen stehen dagegen.

Arbeitssklaven in Asien

Ganz ähnlich geht es mir mit den Menschen, die wie Sklaven für die Elektronik-Industrie arbeiten. Selbst hochpreisige Markenprodukte werden unter diesen Bedingungen hergestellt. Man setzt die Arbeiter so unter Druck, dass sie reihenweise Selbstmord begehen. Auch das kann doch nicht sein.

Wo ist unser Herz?

Mütter in Bangladesch lieben ihre Kinder genau wie wir. Ich kann mir kaum vorstellen, wie es einer Mutter geht, die weiß, sie hat keine Wahl als sich eines Nachts aus dem Haus zu schleichen und mehrere hundert Kilometer entfernt für Jahre in einer düsteren Fabrik zu verschwinden. Aber sie tut es für ihre Kinder. Allerdings weiß sie nicht einmal, ob sie sie je wieder sehen wird.

Wie wird sie die Reise vorbereiten? Plant sie still und leise, damit sie nicht sieht, wie die Kinder weinen? Streicht sie ihnen noch einmal über das Köpfchen, während sie schlafen, bevor sie sich aus dem Haus schleicht? Wie wird es ihr gehen, wenn sie weiß, jetzt wachen sie auf und die Mutter ist weg?
Dieser millionenfache Schmerz findet ständig statt. Für uns kaum vorstellbar, für andere Menschen einziger Ausweg aus Hunger und Elend.

Meine Vision:

Mögen sich hunderte, tausende Mompreneurs finden, die ihr Herz am rechten Fleck haben und Unternehmen gründen, die anderen Müttern, anderen Kindern helfen. Das wäre mein größter Wunsch. Wie immer das auch aussehen mag. Es gibt tausende Wege dahin. Es wird kein Mächtiger kommen, der eines Tages sagt: „So, nun machen wir die Welt mal fair.“ Sondern es wird eine Bewegung aus dem Volk sein müssen, die sich dafür einsetzt, dass alle Menschen das Recht auf faire Arbeitsbedingungen, fairen Lohn, Gewaltfreiheit und Bildung haben.

Verschiedene Formen der Prokrastination

Was ist Prokrastination?

Aus meiner Sicht ist Prokrastination etwas für Intellektuelle. Die anderen sind einfach faul.
Oder ist es doch nicht so einfach?

Aus meiner eigenen Erfahrung gibt es mehrere Arten von Prokrastination.

Prokrastination aus Überforderung

Wenn ich mir (und das tue ich regelmäßig) viel zu viel vornehme, führt das meist dazu, dass ich nichts davon erledige. Der Berg ist einfach zu groß und ich finde keinen Anfang. Ich bin schon müde, wenn ich nur dran denke. Das sind die Tage an denen ich das halbe Internet lese und Dinge erledige, die eigentlich jetzt und heute gar nicht wichtig sind. Ich schiebe den Start der Mammut-Aktion von Stunde zu Stunde vor mir her, bis aus dem Motivations-Problem ein Zeit-Problem geworden ist. Irgendwann ist es dann so weit, dass es sich ja doch gar nicht mehr lohnt damit zu beginnen und ich verschiebe es auf morgen.
Die Buchhaltung ist bei mir ein ganz neuralgischer Punkt. Zuviel Papier macht mir nicht nur Unlustgefühle, sondern regelrecht Angst. Da muss ich mich selbst richtig austricksen, damit ich nicht die Nerven ins Eck schmeiße.

Tipps und Tricks um die Prokrastination aus Überforderung zu umgehen

Besser funktioniert es bei mir, wenn ich mir eher wenig vornehme. Das führt regelmäßig dazu, dass ich dann noch etwas mehr mache, als ich eigentlich vorhatte. Ein weiterer Aspekt, der mir dabei hilft ist, mir die Arbeit in kleine, überschaubare Häppchen aufzuteilen. Lieber öfter an einem Thema arbeiten, dafür aber nur in überschaubaren Portionen.

Prokrastination aus überzogener Perfektion

Diese Form von Prokrastination überfällt mich oft im Zusammenhang mit Hausarbeit. Ich nehme mir vor, dass ich heute gründlich putze. Hier passiert dann meist der erste Fehler, dass ich nicht eingrenze, wie viele Räume ich putzen will, sondern ich nehme mir gleich alles vor. Das führt ohne Ausnahme zur kompletten Überforderung. Ich beginne beim Putzen, mich zu verzetteln. Zum Beispiel schrubbe ich das Gewürzregal, statt die großen Dinge in Angriff zu nehmen. Und nach geraumer Zeit merke ich, dass ich meinem Ziel einfach nicht näher komme, weil ich mich in Details verloren habe.

Tipps und Tricks gegen Prokrastination aus überzogener Perfektion

Wenn man sehr viel zu erledigen hat, macht es Sinn, es zuerst einmal grob zu erledigen und danach das Fein-Tuning anzuschließen. Also erst mal grob putzen, dann das Gewürzregal in Angriff nehmen. Damit schafft man Erfolgserlebnisse und erhöht die Motivation.

Prokrastination als Brutkasten

Die Inkubator-Prokrastination ist eigentlich gar keine. Sie fühlt sich nur gleich an. Aber oftmals nimmt man Dinge nicht in Angriff, weil man noch nicht fertig ist, darüber nachzudenken. Es hat sich im Kopf noch nicht richtig formiert. In dem Moment gelingt es mir aber nicht, das richtig zu definieren. Ich merke es immer erst hinterher, dass es so war. Hier geht es oft um Projekte, Texte oder andere eher kopflastige Aufgaben, die mir einfach nicht von der Hand gehen wollen.

Tipps und Tricks im Umgang mit der Inkubator-Prokrastination

Wenn Du in der Lage bist, Dein Vorhaben in zwei oder drei kurzen Sätzen zu schildern, sind wahrscheinlich andere Arten von Prokrastination gerade vorherrschend. Wenn Dir das aber nicht gelingt, kann es sein, dass Dein Vorhaben noch nicht ausgereift ist. Bevor Du nun versuchst Dich und/oder Dein Gehirn auszuwringen, gönne Dir eine gute Lektüre, ein wenig Zeit für Dich und vielleicht ein paar Tage oder Wochen Aufschub für Dein Projekt.

Zusammenfassung

Ich finde es sehr wichtig, dass man in Prokrastinations-Phasen den Druck heraus nimmt. Wenn Du einen Tag erlebst, an dem einfach nichts weitergehen will, höre einfach auf, Dich unter Druck zu setzen. Es macht keinen Sinn, sich dann auch noch mit Selbstvorwürfen zu geißeln. Genieße den Tag, genieße Deine Kinder, entspanne, gehe in die Natur. Wenn Du im Zustand der Entspannung die Aufgabe betrachtest, findest Du am ehesten Wege, sie so zu portionieren, dass sie sich erledigen lässt.

Verschiedene Arten von Blockaden

Manchmal fühlt man sich, wie unter einer Glaskuppel IMG_2694

Blockaden sind mein Lieblingsthema. Und das nicht, weil ich sie so gerne mag, sondern weil ich sie so gut kenne. Daher habe ich mich auch eingehend mit ihnen beschäftigt. Für viele von ihnen kann ich mittlerweile Lösungsvorschläge anbieten, mit manchen kämpfe ich selbst noch.
Ich werde Dir hier eine kleine Übersicht, der mir bekanntesten Blockaden vorstellen:

Blockaden durch Glaubenssätze

Glaubenssätze müssen uns inhaltlich gar nicht mehr bewusst sein, und trotzdem wirken sie. Meine Oma hat zu mir immer gesagt, dass ich zwei linke Hände hätte. Das wirkt bis heute. In vielen Bereichen habe ich mich mittlerweile darüber hinweg gesetzt. Aber es hat lange gedauert, bis mir bewusst wurde, woher mein mangelndes Selbstbewusstsein in allen Bereichen die etwas mit „Handarbeit“ zu tun hatten, kam.

Blockaden durch Prokrastination (Aufschieberitis)

Aufschieberitis ist auch so eine chronische Erkrankung. Ich habe festgestellt, dass ich dann am meist prokrastiniere, wenn mir das zu Bewältigende zu groß und zu komplex ist. Dann muss ich die Aufgaben zerteilen und kleine, überschaubare Häppchen draus machen. Dann geht es besser. Aber Prokrastination ist so ein weites Feld, dass sie eine eigene Unterseite hat.

Blockaden durch Kommentare anderer Menschen

Die sind auch sehr häufig. Gerade, wenn man mit seiner Idee am Anfang steht, sind unqualifizierte Kommentare anderer Menschen oft tödlich für die Motivation. Daher bin ich ein großer Verfechter von Ideenschutz, im Sinne von „nicht zu früh zu vielen erzählen“. Aber selbst wenn man sich anderen Menschen nicht offenbart, fühlen diese sich sehr oft bemüssigt, ungefragt Kommentare abzugeben. Und das muss nicht einmal die Schwiegermutter sein. Es kann genauso gut eine Freundin sein, die glaubt mitteilen zu müssen, dass sie Dich für faul, unkreativ, unordentlich, chaotisch….(hier weitere beliebte Worte einsetzen) hält. Und oft genug glauben wir diesen Quatsch. Das Gefährliche daran ist, dass sich solche – oft unbedacht gesagten – Kommentare in unserem Unterbewusstsein festsetzen und sich von dort aus selbst bestätigen.

Blockaden durch Informationsmangel

Man glaubt es kaum, aber das gibt es in einem Zeitalter der Über-Information auch. Man greift ein Thema nicht an, weil man glaubt, davon nichts zu verstehen. Und man hat auch nicht wirklich Lust, sich damit zu beschäftigen. Da gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder den Stier bei den Hörnern zu packen und sich die notwendige Information besorgen (was im Zeitalter von Internet leichter ist, als je zuvor) oder mit jemandem sprechen, der die von uns benötigte Information hat.

Blockaden durch (vermeintlich) fehlende Ressourcen

Oft fangen wir Dinge nicht an, weil wir glauben, dass wir dazu
a) Nicht genügend Wissen
b) Nicht genügend Geld
c) Nicht genügend Kontakte
d) Nicht genügend Arbeitsmaterialien
e) Nicht genügend Raum
f) Nicht genügen Irgendwas haben
Aus eigener Erfahrung, und der vieler anderer Mompreneurs, kann ich sagen, dass diese Sorgen meist unbegründet sind. Fast immer gibt es Wege um entweder die Ressource zu besorgen oder ohne die Ressource auszukommen.

Jeder Einkaufsbummel kann Dir hunderte Ideen liefern

DIE Geschäftsidee

Denkst Du manchmal darüber nach, dass Du gerne DIE Idee für ein Unternehmen hättest? Durchforstest Du das Internet nach lukrativen Geschäftsideen?

Mach es einmal anders. Mach einen Einkaufsbummel oder einen Spaziergang und denke darüber nach, was Du Dir auf diesem Weg wünschen würdest?

Wäre es Kinderbetreuung während des Einkaufs?

Nachhilfe für das Kind, die Spaß macht?

Eine andere Eissorte?

Tolle Klamotten in großen Größen?

Unverwüstliche Jeans fürs Kind?

Ein Friseur, der versteht, was man von ihm will?

Ein genialer Sprachkurs, bei dem man Sprachen wie von selbst lernt?

Bessere Taschen fürs Fahrrad?

Es gibt ungezählte  Produkte und Dienstleistungen, die die Welt ein wenig besser, schöner oder praktischer machen würden. Wenn Du (ohne innere Zensur) ein paar Tage mit diesem Blick durch die Welt gehst, kannst Du Dich wahrscheinlich gar nicht mehr entscheiden, welche der super Ideen Du nun umsetzen sollst.

Probier es aus!

Warum es nichts bringt, so zu sein wie andere Menschen uns gerne haben wollen

Mittelmaß ist keine gute Erfolgsstrategie

Die meisten Menschen beurteilen ihre Mitmenschen dahingehend, dass sie diese mit sich selbst vergleichen. Je ähnlicher man ihnen ist, desto besser schneidet man in ihrem Beurteilungsraster ab.

Wenn man davon ausgeht, dass jeder Mensch auf seiner Insel lebt, deren Bestandteile seine individuellen Erfahrungen, Werte, Eigenschaften sind, dann können viele Menschen  andere Menschen nur dann sympathisch finden,  wenn deren Insel aus ganz ähnlichen Bestandteilen besteht.

Das ist der Stoff, aus dem das Mittelmaß gewebt wird.

Aus diesen Bewertungsrastern kann man ausbrechen, in dem man bei sich selbst beginnt, die Insel der Anderen wertfrei zu betrachten und Interesse zu entwickeln.

Die Meinung der Anderen kritisch sehen

Die Meinung unserer Mitmenschen kann wertvolle Inspiration erhalten.  Aber bevor man diese Meinung für bare Münze nimmt, sollte man darauf schauen, was die Motivation zur Meinungsäußerung ist.

Wenn das Gegenüber zur Gruppe der Bewahrer gehört, versucht er/sie natürlich auch andere Menschen davon abzuhalten etwas Neues zu tun. Dann ist es besser, man bleibt in guter Distanz zu dieser Meinungsäußerung. Speziell dann, wenn man beabsichtigt in seinem Leben etwas zu ändern.

Bewahrer erkennt man daran, dass sie schon viele Jahre das Gleiche tun, selbst wenn sie damit gar nicht glücklich sind. Aber es ist sicher, deshalb gibt man es nicht auf.

Es sind auch die Menschen, die davon sprechen, dass man dies oder jenes einfach so macht, weil man es immer so gemacht hat.

Der Widerstand, wenn Du Dich veränderst

Bewahrer wollen nicht,  dass Du Dich veränderst. Sie kommentieren jede Deiner Anstrengungen negativ oder ignorieren sie. Diese Menschen werden Dich auf Deinem Weg keinen Schritt weiter bringen. Sie hängen sich wie Anker an Deinen Rockzipfel und versuchen Dich davon abzuhalten, Dein altes Leben zu verlassen.

Das liegt daran, dass Du Ihnen mit Deiner Aktivität Schmerz bereitest. Denn wenn Du einen Schritt weiter gehst, zeigst Du Ihnen ihren eigenen Stillstand erst auf. Sie sehen, dass Du Dich entwickelst und müssten eigentlich zugeben, dass sich Dein Leben verändert, während ihres stagniert. Und weil das zu schmerzlich wäre und auch nicht in ihr Weltbild passt, erklären sie Dich und Deine Pläne für verrückt oder undurchführbar. Sie versuchen Dich von der Veränderung abzuhalten, indem sie Dir Angst machen und Dich verunsichern. Das erspart ihnen (vermeintlich) den Schmerz der Erkenntnis. Auf lange Sicht gesehen funktioniert das natürlich nicht, aber es fühlt sich für diese Menschen einfacher an.

Sie meinen es nicht böse, aber sie wissen es nicht besser.

Menschen, die Dich fördern suchen, die anderen hinter Dir lassen

Schau die Menschen in Deiner Umgebung an. Wer hat ein offenes Ohr für Dich? Wem kannst Du Deine Ideen anvertrauen, ohne dass er/sie Dich bei der nächsten Gelegenheit bloß stellt und verrät? Wer baut Dich auf? Mit wem führst Du wohltuende, aufbauende Gespräche? Wer hilft Dir, Deine Gedanken weiter zu spinnen?

Wenn Du Dich entschieden hast, in Deinem Leben etwas zu verändern, dann solltest Du auch Dein Umfeld einer kritischen Prüfung unterziehen. Manchmal ist das ein guter Moment, um destruktive Kontakte abzubrechen und konstruktive Beziehungen aufzubauen. Unterschätze nicht den Einfluss der Menschen, die Dich umgeben.

Passives Einkommen durch eBooks

Was versteht man unter passivem Einkommen?

Was ist ein passives Einkommen?

Passives Einkommen ist Geld, das man verdient durch etwas, das man in der Vergangenheit getan oder erstellt hat und das jetzt kaum noch Arbeit verursacht.

Eine Möglichkeit ist, ein Buch oder eBook zu schreiben und das zu veröffentlichen. Das klingt für Dich vielleicht absurd, ist es aber nicht. Allerdings spreche ich hier nicht von schnell mal hingekritzelten 20-Seiten eBooks, sondern von werthaltigen Publikationen.

eBooks erstellen ist (relativ) einfach

Seit Amazon sein KDP (Kindle direct publishing) Programm auch in Europa zur Verfügung stellt, ist diese Art der Einnahmen für viele Menschen Realität geworden. Die meisten verdienen damit keine Millionen, aber ein paar verdienen ein nettes Einkommen. Ich schreibe hier deshalb nur über Amazon, weil dies die Plattform ist, mit der ich mich beschäftigt habe und die geschätzte 80% des deutschsprachigen eBook Marktes abdeckt.

Diese neue Gruppe von Autoren nennt sich Indie-Autoren. Indie leitet sich ab vom englischen Wort „Independent“ und meint „unabhängige Autoren“. Diese Autoren klopfen bei keinem Verlag an die Tür, brauchen keinen Agenten, sondern veröffentlichen ihre Bücher selbst.

Schritte zum eigenen eBook

1. Wähle ein Thema in dem Du Dich wirklich gut auskennst. Das kann Krimi, Fantasy oder Chick-Lit sein. Ebenso kannst Du Ratgeber schreiben. Jedes Genre ist grundsätzlich denkbar. Von Kinderbüchern und Bildbänden würde ich allerdings abraten. Erstere werden selten auf dem eReader gelesen, zweitere stellen sich in Papierform besser dar.

2. Schreibe einen Plot, also eine Grobfassung des Textes, dann arbeite ihn aus.

3. Lege den Text vier Wochen in die Schublade, dann überarbeite ihn. Du findest massenhaft wirklich gute Schreibratgeber im Netz. Ein wunderbares Blog hierzu ist www.schriftzeit.de

4. Wenn Du Dir kein professionelles Lektorat und Korrektorat leisten willst oder kannst, suche Probe-Leser, die der deutschen Sprache sehr gut mächtig sind. Am besten wäre eine Deutsch-Lehrerin, Germanistin etc.

5. Mache Dich auf der Amazon Seite mit KDP vertraut. Es gibt hierzu eine Menge preiswerter eBooks, die Dir eine genaue Schritt für Schritt Anleitung bieten. Amazon selbst bietet auch eine Anleitung kostenlos an.

6. Denke Dir ein Cover aus und gestalte es, oder lasse es gestalten.

7. Und ab in die Welt mir Deinem ersten eBook!

Es kann Dir nichts passieren. Die ganze Sache ist kostenlos und es ist eine Erfahrung, die man auf jeden Fall mal gemacht haben sollte, wenn man gerne schreibt. Viel Spaß!